Burgdorf bewirbt sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Burgdorf verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Bürgermeister Armin Pollehn hat dazu heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Stadt einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Burgdorf besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet den gesamten Prozess.

Die Stadt Burgdorf ist nach Algermissen, Bad Pyrmont, Harsum, Hemmoor, Hohenhameln, Lamspringe, Papenburg, Wedemark, Wittingen, Wolfsburg und Zeven die zwölfte Kommune in Niedersachen, die dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ beitritt.

Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn zeigte sich erfreut über die künftige Zusammenarbeit mit dem Verein: „Mithilfe des Programms ‚Kinderfreundliche Kommunen‘ können wir unsere Angebote für Kinder und Jugendliche ausweiten und sie bei der Gestaltung unserer Stadt noch stärker miteinbeziehen. So erhalten sie beispielsweise Mitbestimmungsrechte, welche es ihnen ermöglichen, ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Das stärkt sowohl die Identifikation mit ihrem Wohnort als auch das Verbundenheitsgefühl. Und wenn Kinder und Jugendliche sich akzeptiert, wohl- und ernstgenommen fühlen, ist das schließlich ein Gewinn für alle! Ich bin gespannt auf das gemeinsame Weiterentwickeln von Ideen und Projekten hinsichtlich Jugendarbeit und Stadtentwicklung und freue mich auf das gemeinsame, engagierte Gestalten unserer Stadt, die sich schon jetzt zurecht als ‚kinderfreundlich‘ bezeichnen darf.“

Dr. Heide-Rose Brücker, Senior-Consultant des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, sagte: „Wir freuen uns, die Stadt Burgdorf in unserem Programm begrüßen zu dürfen. Mit der Teilnahme an unserem Vorhaben unterstreicht Burgdorf die Bedeutsamkeit der Belange der Kinder und Jugendlichen vor Ort. Die Stadt hat bereits erste Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung gesammelt. So wurden beispielsweise Umfragen zur Jugendbeteiligung und Veranstaltungen wie Theaterstücke zum Thema Kinderrechte durchgeführt. Mit dem Ziel der Stadt Kinderrechte in allen kommunalen Ebenen der Verwaltung zu verankern, wird es im nächsten Schritt nun darum gehen, die Situation der jungen Menschen vor Ort zu analysieren und Maßnahmen für mehr Kinderfreundlichkeit zu entwickeln. Mit großer Freude werden wir Burgdorf auf dem Weg zu einer noch kinderfreundlicheren Kommune begleiten.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit über zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Über 50 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Vereinbarungsunterzeichnung in Burgdorf: https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-burgdorf 

www.kinderfreundliche-kommunen.de 

www.childfriendlycities.org 

Weitere Informationen und Rückfragen:

 

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590 13 57 567, E-Mail:  info@kinderfreundliche-kommunen.de

Gemeinde Lamspringe, Andreas Humbert, Bürgermeister von Lamspringe, Telefon 05183-500-26, E-Mail:  A.Humbert@lamspringe.de

UNICEF Deutschland, Valena Brand, Pressereferentin, Telefon 0221 93650-633, E-Mail:  presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030 308693-11, E-Mail:  presse@dkhw.de

Diese Nachrichten könnten Sie noch interessieren

Würfel zeigen Smilies

Kinderrechte stärken, Gewaltschutz verbessern: Das Deutsches Kinderhilfswerk nimmt Stellung zur aktuellen Familienrechtsreform

Allein 2025 gab es laut Statistischem Bundesamt 113.400 von Scheidung betroffene Kinder. Häufig sind bei diesen Verfahren Frauen und Kinder von häuslicher Gewalt betroffen und die Gewalt hört nicht mit dem Scheidungsantrag auf. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat dazu zwei Stellungnahmen eingereicht.

Kinder beim Kindergipfel
Kinderrechte

Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Saarlandes zur Kinder- und Jugendbeteiligung

Jetzt für eine Förderung im Saarland bewerben.

Gruppenfoto mit Scheck
Kinderrechte

BBBank Stiftung aus Karlsruhe spendet 40.000 Euro an das Deutsche Kinderhilfswerk

Vielen Dank für das großartige Engagement für Kinder!