Bernau bei Berlin erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Bernau bei Berlin wird heute mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Bernau bei Berlin dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.

Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.

„Ich freue mich, dass sich Bernau zukünftig mit dem Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ schmücken darf. Bereits jetzt haben wir viel Kraft in die Erstellung des Aktionsplanes investiert, um unsere Stadt noch kind- und jugendgerechter aufzustellen und Kinder und Jugendliche zu beteiligen. Diese Mitbestimmung der Jüngsten entspricht damit auch unserem Motto ,Bernau für alle', so Bernaus Bürgermeister André Stahl.

Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglückwünschte die Stadt Bernau und betonte im Namen des Vereins: „Nach langem Vorlauf trägt Bernau ab heute das Siegel ‚Kinderfreundliche Kommune‘ und startet nun in eine neue Phase, in der es um die erfolgreiche Umsetzung des Aktionsplans geht. Wir begrüßen insbesondere die geplanten Verwaltungsschulungen und Diversity-Trainings, damit Verwaltungsmitarbeitende auf allen Ebenen Wissen zum Vorrang des Kindeswohls und bestehenden Machtungleichheiten und Diskriminierungsmechanismen erhalten. Ebenso erfreut sind wir über die geplanten Orts- und Stadtteilbegehungen mit Kindern und Jugendlichen, deren Ziel es ist, ihre Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf Freizeitflächen und Verkehr direkt vor Ort aufzunehmen und in den städteplanerischen Prozess einfließen zu lassen. Wir blicken gespannt auf die nächsten Jahre und gratulieren Bernau zum Erhalt des Siegels.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit mehr als zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden und nun auch Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde vor mehr als 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Knapp 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich bereits dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF. Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Siegelübergabe in Bernau bei Berlin:

https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-siegeluebergabe-bernau/ 

www.kinderfreundliche-kommunen.de 

www.childfriendlycities.org  

Weitere Informationen und Rückfragen:

Kinderfreundliche Kommunen e.V., Geschäftsführer Dominik Bär, Telefon 01590-1357567, E-Mail: info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Bernau bei Berlin, Pressestelle, Telefon 03338-365120, E-Mail:  pressestelle@bernau-bei-berlin.de 

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, Telefon 0221-93650-257, E-Mail: presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030-308693-11, E-Mail: presse@dkhw.de

 

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