25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention und „Schleswig-Holstein – Land für Kinder“: Ansporn für weiteren gemeinsamen Einsatz für unsere Kinder

Heute findet in der Fachhochschule Kiel die Veranstaltung „25 Jahre Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein – Land für Kinder / 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention“ statt. Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit eröffnet die Veranstaltung, teilnehmen wird u.a. Björn Engholm, Ministerpräsident a.D. und Kuratoriumsvorsitzender der Gemeinschaftsaktion 1989-1993, sowie Beteiligte aus dem Bereich Kinderschutz und Jugendhilfe. Die Gemeinschaftsaktion wird finanziell und inhaltlich vom Land Schleswig-Holstein und vom Deutschen Kinderhilfswerk getragen.

Mit der Gemeinschaftsaktion wurden und werden in Schleswig-Holstein „Lernorte für Demokratie“ geschaffen, um so den Interessen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen nicht nur mehr Gehör zu verschaffen, sondern diese auch nachhaltig zu verankern und zu stärken.

Sozialministerin Alheit betont: „Wenn zukünftig politische, ökonomische, kulturelle und gesellschaftspolitische Entscheidungen so gefällt werden, dass sie den Kindern zugutekommen, dann ist das für alle ein großer Gewinn. Das gilt für Planungen vor Ort auf kommunaler Ebene genauso wie für globale Themen, sei es Umwelt- und Klimaschutz oder Tierschutz. Partizipation von Kindern und Jugendlichen fördert nicht nur das demokratische Lernen, sondern sorgt auch dafür, dass die Interessen und das kreative Potenzial der nachwachsenden Generation von Anfang an einbezogen werden und so nachhaltig Politik gemacht werden kann. Wir alle wissen aber auch, dass die UN-Kinderrechtskonvention noch längst nicht überall Wirklichkeit ist. 25 Jahre Kinderrechtskonvention und 25 Jahre „Land für Kinder“ sind ein Ansporn, dass wir uns gemeinsam weiterhin für unsere Kinder einsetzen. Mein Dank gilt allen, die dazu beitragen.“

Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes, ergänzt: „Schleswig-Holstein ist bundesweit der Leuchtturm in Sachen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Das hat viel mit unserer Gemeinschaftsaktion zu tun. Gleichzeitig sehen wir als Kinderrechtsorganisation aber auch, dass es an anderen Stellen noch einen enormen Handlungsbedarf gibt. Bei der Bekämpfung der Kinderarmut, beim Umgang mit Flüchtlingskindern, beim Ausbau der Kinderrechte in der Landesverfassung. Hier werden wir als Partner der Gemeinschaftsaktion dafür eintreten, dass Schleswig-Holstein auch hier ein Vorzeigeland wird.“

Im Rahmen der Aktion wurden und werden nach und nach wichtige Lebensbereiche der jungen Generation – wie beispielsweise Kita, Schule, Jugendverbände oder Kommune - mehr und mehr in den „Beteiligungsgedanken“ und das Engagement für mehr Demokratie und Partizipation einbezogen: Mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen und Aktivitäten wie zum Beispiel:

·    Projektförderung in den verschiedenen Handlungsfeldern,
·    Aus- und Weiterbildung von Moderatoren/innen und Multiplikatoren/innen,
·    Entwicklung von Konzepten und Erprobung in der Praxis sowie Transfer der Ergebnisse in die Breite,
·    Durchführung von Fachtagungen,
·    Netzwerkaufbau
·    oder Veröffentlichung von Materialien.

Positive Beispiele der Umsetzung sind auch die Aufnahme des Beteiligungsgebotes des § 47 f GO in die Kommunalverfassung sowie die Absenkung des aktiven Wahlalters auf 16 Jahre auf kommunaler und auf Landesebene bis hin zur Aufnahme der Kinderrechte in die Schleswig-Holsteinische Landesverfassung.

„Gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk wollen wir künftig beispielsweise Teamfortbildungen zur Partizipation nicht nur im Kita-Bereich fördern, sondern auch die Rechte und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Heimerziehung durch diese Maßnahme stärken, wenn diese von zertifizierten Fachkräften durchgeführt werden“, so Alheit, die anlässlich der Veranstaltung auch Zertifikate an erfolgreich ausgebildete Partizipationsfachkräfte Heimerziehung übergibt.

 

 

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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