Gemeinschaftliche finanzielle Förderung

Länderfonds

Gemeinsam mit den Bundesländern Schleswig-Holstein, Brandenburg, Niedersachsen, Thüringen und Bremen fördert das Deutsche Kinderhilfswerk die Umsetzung der Kinderrechte in den jeweiligen Ländern. Durch die gemeinsamen Förderfonds werden Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanziell unterstützt, die zur Verankerung von Kinderrechten beitragen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärken und gegen Kinderarmut kämpfen.

Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein

"Schleswig-Holstein-Land für Kinder"
Seit über 25 Jahren Förderung von Kinder- und Jugendbeteiligung und Umsetzung der Kinderrechte

"[Mit der Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein–Land für Kinder] ist es gelungen, Schleswig-Holstein zum Vorreiter in Sachen Kinder- und Jugendpartizipation zu machen. Weit über die Landesgrenzen hinaus genießen wir Anerkennung und einen sehr guten Ruf."
Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung in Schleswig-Holstein

Die Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein ist die erste Gemeinschaftsaktion des Deutschen Kinderhilfswerkes mit einem Bundesland und besteht seit mehr als 25 Jahren.

Ihr Ziel ist es, die Alltagssituation von Kindern zu verbessern, auf günstige Lebensverhältnisse und Umweltbedingungen für Kinder und auf eine kinderfreundliche Gesellschaft in Schleswig-Holstein hinzuwirken. Unter dieser Maßgabe und jährlichen Mitteln von 90.000 Euro und mehr, wurden über die Jahre rund 500 Projekte gefördert.

Schleswig-Holstein ist darüber bundesweit ein Leuchtturm in Sachen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion werden nach und nach wichtige Lebensbereiche der jungen Generation – wie beispielsweise Kita, Schule, Jugendverbände oder Kommune - in den „Beteiligungsgedanken“ und das Engagement für mehr Demokratie und Partizipation einbezogen.

Die über den gemeinsamen Landesfonds entwickelten Maßnahmen und Aktivitäten sind zum Beispiel die Förderung von Projekten, bei denen Kinder frühzeitig an der Planung beteiligt und bei der Durchführung und Auswertung einbezogen werden sowie Aus- und Weiterbildung von Moderatoren/innen und Multiplikatoren/innen. Auch die Entwicklung von Konzepten und Erprobung in der Praxis, die Durchführung von Fachtagungen oder Veröffentlichung von Materialien gehören dazu.

Ein besonders herausragendes Beispiel ist auch die Aufnahme des Beteiligungsgebotes des § 47 f GO in die Kommunalverfassung. Der Beitrag von Raingard Knaur, Fachhochschule Kiel, verdeutlicht dessen Wirkung.

Einen umfassenden Einblick zur Entwicklung der Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein vermittelt der Vortrag von Waldemar Stange, Hochschule Lüneburg, gehalten anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Aktion in Kiel am 20.11.2014.

Zum Nachlesen: Die Eröffnungsrede der Sozialministerin Kristin Alheit anlässlich „25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention“ und „25 Jahre Schleswig-Holstein – Land für Kinder“ am 20. November 2014 in der Fachhochschule Kiel.

Länderfonds Brandenburg

"Demokratie und Wahlen"

Mit dem „Förderfonds Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Demokratie und Wahlen“ stärken das Deutsche Kinderhilfswerk und das Land Brandenburg die politische Teilhabe von Jungen und Mädchen. Mit jährlich rund 80.000 Euro werden Projekte und Maßnahmen der altersgerechten politische Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen gefördert, um so die zukünftige Wählergeneration auf ihre spätere politische Teilhabe vorzubereiten.

Besondere Schwerpunkte hierbei sind die Beteiligung an Entscheidungsprozessen, Mitwirkungsformen im pädagogischen Alltag sowie die Entwicklung jugendgerechter Kommunikations- und Organisationsformen.

Außerdem werden Projekte unterstützt, die insbesondere die Beteiligung und Teilhabe der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen. Durch aktive Einbeziehung und die dadurch erlebte Anerkennung sollen sie motiviert werden, sich zu engagieren und mitzuwirken. Dabei sind insbesondere Maßnahmen erwünscht, die zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund beitragen.

Zur Antragstellung und zu weiteren Informationen des Länderfonds Brandenburg

Länderfonds Niedersachsen

"Kinder stärken"

Der gemeinsam vom Deutschen Kinderhilfswerk und dem Land Niedersachen getragene Länderfonds unterstützt Projekte, Einrichtungen und Initiativen, die die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zum Grundsatz ihrer Arbeit machen.

Dazu zählen auch Projekte, die schwerpunktmäßig die Beteiligung und Teilhabe der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen, um sie aus der oft gegebenen Außenseiterrolle heraus zu holen, sie zu stärken und ihnen so einen Weg aus der Armut aufzuzeigen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk und das Land Niedersachsen vergeben jährlich rund 60.000 Euro an Projekte, um so zu einem stärkeren Bewusstsein für Kinderrechte und zu ihrer Umsetzung beizutragen.

Zur Antragstellung und zu weiteren Informationen des Länderfonds Niedersachsen

Länderfonds Thüringen

"Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen"

Das Deutsche Kinderhilfswerk und das Land Thüringen haben mit ihrem gemeinsamen Länderfonds zum Ziel, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. So sollen die Kinderrechte breit verankert und Kinder und Jugendliche in Thüringen stärker an den sie betreffenden Fragen beteiligt werden.

Mit einem Gesamtfördervolumen von jährlich rund 20.000 Euro werden Projekte gefördert, die zur Verbreitung und Durchsetzung von Kinderrechten beitragen und bei denen Kinder und Jugendliche frühzeitig an der Planung, Durchführung und Auswertung beteiligt werden. Diese Projekte sollen beispielgebend für die fachliche Weiterentwicklung in Thüringen sein.

Zur Antragstellung und zu weiteren Informationen des Länderfonds Thüringen

Gemeinschaftsaktion Bremen

"Spielräume schaffen"

In Kooperation mit der Senatsverwaltung Bremen rief das Deutsche Kinderhilfswerk 1997 den Förderfonds "Spielräume schaffen" ins Leben. Ziel der Gemeinschaftsaktion ist es, Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Dafür stehen pro Jahr rund 30.000 Euro zur Verfügung.

Seit 1997 sind auf diese Weise vielfältige Projekte in ganz Bremen entstanden: auf Schulhöfen, in Kleingartengebieten, im Straßenraum, im Abstandsgrün oder auf Sportplätzen.

In der UN-Kinderrechtskonvention ist das Recht auf Spiel in Artikel 31 verankert. Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich mit zahlreichen Maßnahmen für eine flächendeckende Umsetzung des Rechts auf Spiels ein.

Zur Antragstellung und zu weiteren Informationen der Gemeinschaftsaktion Bremen