Immer häufiger verbreiten Eltern Bilder und Videos ihrer Kinder im Netz, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Denn fraglich ist, welche Folgen das digitale Teilen haben kann und welche Kinderrechte dadurch berührt werden.
Zum sogenannten „Sharenting“ – also dem Teilen von Kinderfotos und -videos im Netz – hat das Deutsche Kinderhilfswerk in Zusammenarbeit mit der Köln International School of Design einen praxisorientierten Ratgeber für Eltern erstellt. Das Thema wird darin anhand von sechs Graphic Novels erklärt. Augenmerk wird insbesondere auf die Privatsphäre von Kindern und Jugendlichen, ihrer Sicherheit im Netz und ihrer Selbstbestimmung gelegt. Der Ratgeber ermutigt Eltern zu einem bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den Bildern ihrer Kinder in den sozialen Netzwerken.
Hier steht der Ratgeber als Download für Sie zur Verfügung. Kostenfrei können Sie diesen gern auch als gedruckte Broschüre über unseren Shop bestellen.
Das Fachportal zu Kinderrechten in der Justiz der Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes ist ab sofort online. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Portal, soll die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention sowie die Leitlinien des Europarates für eine kindgerechte Justiz in Verwaltungs- und Justizverfahren in Deutschland voranbringen. Die Datenbank zielt darauf ab, die an den Verfahren beteiligten Fachkräfte mit vielfältigen Materialen bei ihren Tätigkeiten zu unterstützen, sodass sie ihre Arbeit kindgerechter und gemäß der UN-Kinderrechtskonvention gestalten können. Auch Eltern, Sorgeberechtigte und betroffene Kinder und Jugendliche können die Vorteile der Onlineressourcen nutzen und sich hier über das Justizverfahren und die Rechte von Kindern informieren.
Das Kidical Mass Aktionsbündnis ruft vom 5. bis zum 25. Mai 2025 unter dem Motto „Straßen sind für alle da!“ zu bundesweiten Aktionswochen auf. Bunte Fahrraddemos, Schulstraßen und Fahrradbusse sollen auf die Gefahren aufmerksam machen, die Groß und Klein bei der Teilnahme am Straßenverkehr fast täglich begegnen.
Das Aktionsbündnis, das aus über 700 Organisationen, Vereinen und Initiativen besteht, fordert mehr und vor allem sicherere Radwege. Die Teilnahme am Straßenverkehr soll durch kinder- und fahrradfreundliche Maßnahmen über Gefahrenstellen hinaus flächendeckend und lückenlos gewährleistet sein. Hierfür eignen sich beispielsweise geschützte oder baulich getrennte Radwege an Hauptverkehrs- und Landstraßen, Fahrradstraßen und Fahrradzonen, geschützte Kreuzungen, Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten sowie Tempo 30 innerorts.
Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft im „Bündnis Recht auf Spiel“ Kinder und Erwachsene, Schulen und Kindergärten sowie öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen zur Beteiligung am Weltspieltag auf. Angelehnt an den seit diesem Jahr offiziellen UN-Gedenktag „International Day of Play“ findet dieser am 11. Juni 2025 statt.
Das Recht auf Spiel und Bewegung ist durch Artikel 31 (Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben) in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt. Denn Kinder haben beim Spielen nicht nur großen Spaß, sondern stärken hierbei auch ihre kognitiven Fähigkeiten, ihre Kreativität, erleben Gemeinschaft und erhalten Zugang zu Kultur. Kommunen, Vereine und Bildungseinrichtungen können mitmachen und Aktionen zwischen dem 28. Mai und dem 11. Juni umsetzen.
Aktionsmaterialien zum Mitmachen und Bewerben des Weltspieltags sind hier erhältlich.
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert gemeinsam mit dem ökologischen Verkehrsclub (VCD) und dem Verband Bildung und Erziehung (VEB) eine verbesserte, barrierefreie und kindgerechte Verkehrsinfrastruktur.
Schlecht ausgebaute oder fehlende Radwege, unsichere Querungsmöglichkeiten und mangelnder Schutz vor zu schnellen und unachtsamen Autofahrer*innen führen regelmäßig zu Unfällen: Knapp 75 Kinder unter 15 Jahren verunglücken täglich auf deutschen Straßen. Fast ein Kind kommt in der Woche im Straßenverkehr ums Leben. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und dringend notwendige Reformen anzustoßen, findet dieses Jahr wieder der Aktionstag „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ statt, bei dem sich Kitas und Schulen ab sofort anmelden können.
Informationsmaterialien zur Initiative und zu den Aktionstagen finden Sie hier.
Das Deutsche Kinderhilfswerk, Rossmann und Procter & Gamble unterstützen Schulen in ganz Deutschland mit insgesamt rund einer Million Euro, um kreative Lernorte zu schaffen. Bundesweit können sich Schulen vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2025 für eine Förderung eines Maker Spaces oder einer GemüseAckerdemie bewerben. Auch bereits geförderte Projekte können einen Antrag stellen.
Die Maker Spaces fördern den Aufbau und Ausbau offener Lernräume in Schulen und dienen dem projektorientierten, experimentellen und kreativen Arbeiten. Hierfür können digitale und analoge Hilfsmittel wie zum Beispiel 3D-Drucker, Fräser, Lasercutter oder Plotter für handwerkliches Arbeiten, Kameras und Greenscreens zur Produktion von Videos oder Laptops und Tablets zum Programmieren und Visualisieren angeschafft werden.
Das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie des Sozialunternehmens Acker e.V. ermöglicht Schüler*innen und Lehrkräften die gemeinsame Bewirtschaftung schuleigener Ackerflächen. Die Schüler*innen lernen dabei mehr über Bepflanzung, übernehmen Verantwortung für das angebaute Gemüse und erfahren die Auswirkungen ihres Handelns auf Natur und Umwelt.
Beide Projekte fördern einen niedrigschwelligen Zugang im Sinne der Bildungsgerechtigkeit und können in den Regelunterricht integriert werden, um damit Schulentwicklung nachhaltig zu gestalten.
Hier finden Sie nähere Informationen zur Initiative, den Teilnahme- sowie Förderbedingungen.
Der Jugendbeirat der Initiative „Starke Kinder- und Jugendparlamente“ sucht nach engagierten Mitgliedern im Alter von 14 bis 21 Jahren aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Sachsen und dem Saarland. Teil der Beiratsarbeit ist es, die Initiative zu beraten, Kinder- und Jugendparlamente in Deutschland zu vernetzen und Kinder- und Jugendbeteiligung nach außen zu vertreten und zu stärken.
Weitere Informationen zu den Aufgaben als Mitglied des Jugendbeirates sind hier abrufbar.
Interessent*innen können die Interessensbekundung an stakijupa@dkhw.de schicken.
Die Servicestelle „Starke Kinder- und Jugendparlamente“ koordiniert zudem Beratungsprozesse zu kommunaler Kinder- und Jugendbeteiligung. Hierfür gestalten qualifizierte Berater*innen individualisierte Angebote, welche Kommunen bei der Gründung, dem Ausbau oder der Haltung eines Kinder- und Jugendparlaments unterstützen. Natürlich finden auch engagierte Kinder und Jugendliche, die selbst aktiv werden wollen, hier bei der Beantwortung ihrer Fragen Unterstützung.
Mehr Informationen zur Beratung sind hier zu finden. Die nächste digitale Sprechstunde findet am 27. Mai 2025 von 16 bis 17 Uhr via Zoom statt.
Eine direkte Anfrage zur Erstberatung kann hier gestellt werden.
Zur Webseite der Starken Kinder- und Jugendparlamente geht es hier.