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Newsletter Kinderpolitik
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Inhalt dieses Newsletters
1. Deutsches Kinderhilfswerk: Asylpaket II nachbessern
2. Antrag im Bundestag: Rechte von Kindern im Asylverfahren
3. Armutsbericht 2016: Sozial- und steuerpolitischer Kurswechsel gefordert
4. Deutsches Kinderhilfswerk: Deutschland vernachlässigt die Rechte von Kindern in Gerichtsverfahren
5. Missbrauchsbeauftragter veröffentlicht „Expertise Häufigkeitsangaben“ und „Forderungskatalog Forschung“
6. Children‘s World-Studie: Wie empfinden Kinder ihr Leben?
7. Schule und Familie haben den größten Einfluss auf das Wohlbefinden der Kinder: Aktuelles LBS-Kinderbarometer auf der didacta vorgestellt
8. Deutsches Kinderhilfswerk: Schließzeiten von öffentlichen Spielplätzen in Berlin an aktuelle Gesetzeslage anpassen
9. GEW und Terre des Hommes kritisieren die einseitige Nachwuchswerbung der Bundeswehr bei Kindern und Jugendlichen
10. Deutsches Kinderhilfswerk fordert Absenkung des Wahlalters in Berlin
11. „Kinderzeit – Zeitpolitik für Kinder“ - Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk vom 11. bis 12.04.2016
12. Umfrage zur vorläufigen Inobhutnahme und Verteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen - BumF
13. Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag vom 24.04.2016 bis 30.04.2016 – Eine andere Heimat
1.
Deutsches Kinderhilfswerk: Asylpaket II nachbessern

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert im Vorfeld der morgigen Debatte im Bundestag über das Asylpaket II Nachbesserungen für Flüchtlingskinder. Die im Gesetzentwurf vorgesehenen Verschärfungen schränken nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die Rechte von Flüchtlingskindern unzulässig ein. Das gilt insbesondere für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in besonderem Maße schutzbedürftig sind. Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft die Bundestagsabgeordneten auf, der Einschränkung des Familiennachzugs nicht zuzustimmen.

„Für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingskindern gelten die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention, der Europäischen Grundrechtecharta und des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Darin sind eindeutig die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Entscheidungen von Staat und Gesellschaft sowie das Recht der Kinder auf Förderung, Schutz und Beteiligung normiert. Eine Aussetzung des Familiennachzugs für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus widerspricht geltendem internationalem Recht und muss vom Tisch“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Unbegleitete Flüchtlingskinder, die bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, brauchen für ihre Integration einen Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung und keine unkalkulierbaren Ermessensentscheidungen.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert zudem an den Bundestag, endlich wirksame Maßnahmen für einen besseren Schutz von Flüchtlingskindern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften gesetzlich zu verankern.

Mehr dazu in der Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 18.02.2016, Infos zur öffentlichen Anhörung im Innenausschuss des Deutschen Bundestages am 22.02.2016

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2.
Antrag im Bundestag: Rechte von Kindern im Asylverfahren

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen dringt darauf, die Rechte von Kindern im Asylverfahren zu stärken. In einem Antrag (18/7549), der am vergangenen Freitag, 19.02.2016, erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums stand, nennt die Fraktion es "unverantwortlich, den Eltern- und Familiennachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz zwei Jahre auszusetzen". Die Trennung von Eltern und Kindern verstoße gegen das Grundrecht auf Schutz der Familie und führe dazu, "dass unbegleitete Minderjährige in Deutschland ohne ihre Eltern aufwachsen müssen oder Kinder versuchen, unter lebensbedrohlichen Zuständen zum geflüchteten Elternteil nachzureisen".

Die Bundesregierung fordern die Abgeordneten auf, das Kindeswohl als "zentrales Moment in allen ausländerrechtlichen und asylrechtlichen Verfahrensschritten gemäß den Vorgaben der Kinderrechtskonvention vorrangig zu berücksichtigen". Auch soll die Bundesregierung laut Vorlage beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Verfahren schaffen, um Flüchtlingskinder altersgerecht zu hören und zu beteiligen. Ferner wird die Regierung in dem Antrag unter anderem aufgefordert, "das Vorliegen kinderspezifischer Verfolgungsgründe stärker als bisher in die Beurteilung über die Gewährung eines Schutzstatus durch das BAMF oder durch die Verwaltungsgerichte zu berücksichtigen".

Hier die Meldung des Deutschen Bundestages

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3.
Armutsbericht 2016: Sozial- und steuerpolitischer Kurswechsel gefordert

Das gute Wirtschaftsjahr 2014 hat zu keinem nennenswerten Rückgang der Armutsquote in Deutschland geführt. Das ist das Ergebnis des aktuellen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, des Deutschen Kinderhilfswerkes und weiteren Verbänden und Fachorganisationen.

Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die am stärksten von Armut betroffenen Gruppen sind nach dem Bericht Erwerbslose (58 %). Auch die Kinderarmutsquote (19 %) liegt nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt, wobei die Hälfte der armen Kinder in Haushalten Alleinerziehender lebt. Die Armutsquote Alleinerziehender liegt bei sogar 42 %, was u.a. an systematischen familien- und sozialpolitischen Unterlassungen liegt.

Die Herausgeber des Armutsberichts erklären: „Wir sind Verbände und Fachorganisationen, die die Lebenslagen der Betroffenen kennen und ihnen mit diesem Bericht eine Stimme geben wollen. Wir wissen, wovon wir reden und was Armut in Deutschland bedeutet. Es ist Zeit für eine Sozialpolitik, die wirklich alle Menschen mitnimmt und keinen zurück lässt. Es ist Zeit für einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um Armut zu bekämpfen und eine Verringerung sozialer Ungleichheit zu erreichen.“

Der komplette Bericht zum Download sowie das Statement des Präsidenten des Deutschen Kinderhilfswerks Thomas Krüger hier

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4.
Deutsches Kinderhilfswerk: Deutschland vernachlässigt die Rechte von Kindern in Gerichtsverfahren

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert einen verbesserten Zugang von Kindern zum deutschen Rechtssystem und die stärkere Einbeziehung kinderrechtlicher Aspekte in Gerichtsverfahren. Eine aktuelle Studie des Child Rights International Network listet Deutschland in diesem Bereich nur auf Platz 66 weltweit.

„Wenn Deutschland in diesem internationalen Ranking nur auf Platz 66 liegt, und damit hinter fast allen OECD-Staaten, lässt das große Defizite bei den Rechten von Kindern in Gerichtsverfahren erkennen, und ist ein mehr als deutliches Alarmsignal. Wir brauchen in Deutschland eine Stärkung der Kinderrechte auf vielen Ebenen. Dazu gehört auch das Justizsystem. Eine Studie des Deutschen Instituts für Menschenrechte hatte Mitte letzten Jahres ebenfalls eine stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Gerichtsverfahren angemahnt und festgestellt, dass deutsche Gerichtsverfahren weder den internationalen menschenrechtlichen Anforderungen noch den Vorgaben des Europarats zu kindgerechter Justiz entsprechen. Hier müssen Bund und Länder dringend Abhilfe schaffen, beispielsweise bei der Frage der Prozessfähigkeit oder der Prozesskostenbeihilfe. Kinder sollten selbst vor Gericht klagen können und eigenständig finanzielle Unterstützung erhalten. Außerdem wäre ein Verbandsklagerecht von Kinderrechtsorganisationen wünschenswert“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Mehr dazu in den Quellen: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 15.02.2016, das Ranking des Child Rights International Network und der ganze Bericht

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5.
Missbrauchsbeauftragter veröffentlicht „Expertise Häufigkeitsangaben“ und „Forderungskatalog Forschung“

Bisher fehlt es in Deutschland an validen Zahlen zur Häufigkeit von sexuellem Missbrauch oder zur Differenzierung nach Geschlecht. Ein Vergleich der vorliegenden Hell- und Dunkelfeldstudien ist aufgrund unterschiedlicher Definitionen und Studiendesigns kaum möglich, Entwicklungen und Tendenzen, ob Missbrauch zu- oder abnimmt und welche Faktoren hier möglicherweise eine Rolle spielen, sind so kaum zu benennen. Rörig hat deshalb Prof. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, und sein Team beauftragt, die aktuelle Datenlage für Deutschland im internationalen Vergleich darzustellen und Empfehlungen auszusprechen, wie eine verlässlichere Datenlage in Deutschland hergestellt werden kann.

Rörig: "Die Expertise zeigt die enorme Dimension von sexueller Gewalt an Kindern. Es ist wichtig, dass Politik und Gesellschaft dieses Ausmaß verstehen lernen, um entsprechende Schutz- und Hilfsmaßnahmen endlich flächendeckend zum gelebten Alltag werden zu lassen. (…)“

Mehr dazu in der Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 22.02.2016

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6.
Children‘s World-Studie: Wie empfinden Kinder ihr Leben?

Mehr als 17.000 achtjährige Kinder in 16 Ländern auf vier Kontinenten wurden zu ihren Erfahrungen und Ansichten über ihr Leben befragt. Studien über diese Altersgruppe liegen bislang nicht vor. Der zweite Bericht der „Children's World“-Studie, der heute veröffentlicht wurde, zeigt wichtige Ergebnisse auf, die verwendet werden können, um das Leben von Kindern auf der ganzen Welt zu verbessern. Die in Zürich ansässige Jacobs Foundation hat die Forschungsarbeit, die diesem Bericht zugrunde liegt, finanziert und angekündigt, dass sie eine Fortsetzung der Studie unterstützt. Die erneute Erhebung bei acht bis zwölfjährigen Kindern wird 2017 beginnen und wird erneut eine größere Anzahl an Ländern umfassen.

Selten sind die Ansichten junger Kinder Forschungsgegenstand. Die „Children's World“-Studie hat diese Lücke geschlossen. Die Umfrage hat Kinder zu allen wichtigen Aspekten ihres Lebens, inklusive Familien- und Privatleben, Freundschaften, Geld und Besitz, Schulleben, Sozialraum, Zeiteinteilung, ihrem persönlichen Wohlbefinden, Blick auf Kinderrechte und ihre allgemeine Zufriedenheit, befragt. „Wir haben jetzt erstmals die Gelegenheit, Kinderleben so umfassend aus der Sicht der Sicht von Kindern selbst zu vergleichen“, sagt eine der Studienleiterinnen, Sabine Andresen, von der Goethe-Universität Frankfurt. „Kinder nehmen die Welt um sich herum genau wahr und wir können sehen, wer sich in welchen Bereichen beeinträchtigt fühlt.“

Der vollständige Bericht, eine Zusammenfassung und Begleitmaterialien hier

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7.
Schule und Familie haben den größten Einfluss auf das Wohlbefinden der Kinder: Aktuelles LBS-Kinderbarometer auf der didacta vorgestellt

Den meisten Kindern in Deutschland geht es gut. Auf einer Skala von 1 bis 7 sehen die in Deutschland lebenden Kinder ihr allgemeines Wohlbefinden bei 5,6. Knapp zwei Drittel der Neun- bis 14-Jährigen fühlen sich meistens 'gut' oder 'sehr gut', ein Drittel 'mittelmäßig' oder 'eher gut'. Allerdings sehen sich auch 6 Prozent der Kinder bei 'eher schlecht' bis 'sehr schlecht'. Das sind erste Ergebnisse des aktuellen LBS-Kinderbarometers, die am Mittwoch auf der didacta in Köln vorgestellt wurden.

Am wohlsten fühlen sich Kinder demnach in ihrem Freundeskreis (Mittelwert 6,4 auf einer 7er-Skala), in der Familie (6,0) und im Wohnumfeld (6,2). In der Schule liegt der Wert bei 5,2, hier geht es 13 Prozent eher schlecht' bis 'sehr schlecht'.

Den größten Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden unserer Kinder haben die Schule und die Familie, sagen die Wissenschaftler des PROSOZ Instituts für Sozialforschung. Projektleiterin Dr. Kathrin Müthing: "Erfreulich ist, dass das Wohlbefinden der Kinder in Deutschland insgesamt deutlich im positiven Bereich liegt. Jedoch bleibt zu beachten, dass sich am Anteil der Kinder, denen es in Deutschland nicht gut geht, in den letzten Jahren nichts verändert hat. Hier besteht weiter Handlungsbedarf - und das LBS-Kinderbarometer liefert Politik und Gesellschaft Ideen für mögliche Ansatzpunkte."

Die Ergebnisse der Studie hier

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8.
Deutsches Kinderhilfswerk: Schließzeiten von öffentlichen Spielplätzen in Berlin an aktuelle Gesetzeslage anpassen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Berliner Bezirke auf, mögliche Schließzeiten von öffentlichen Spielplätzen an die aktuelle Gesetzeslage anzupassen. „Seit den Änderungen im Bundesimmissionsschutzgesetz ist klar, dass Kinderlärm grundsätzlich zu tolerieren ist. Deshalb müssen die Bezirke hier unzulässige Einschränkungen von Spielzeiten an Werktagen oder sogar die komplette Schließung an Sonntagen zurücknehmen. Das wäre auch im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention, die seit 1992 in Deutschland geltendes Recht ist und eine Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Kindern betreffenden Entscheidungen normiert“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes anlässlich der aktuellen Debatte um Schließzeiten von öffentlichen Spielplätzen in Steglitz-Zehlendorf.

Mehr dazu in der Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 22.02.2016, weiterführend dieser Presseartikel

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9.
GEW und Terre des Hommes kritisieren die einseitige Nachwuchswerbung der Bundeswehr bei Kindern und Jugendlichen

Beachvolleyball im Bikini und Lagerfeuer am Strand: So buhlt die unter Nachwuchsmangel leidende Bundeswehr um junge Menschen. Krieg und Sterben seien aber "nicht sexy", betonen die GEW und das Kinderhilfswerk Terre des Hommes in ihrer gemeinsamen Zeitung "Kinder im Visier".

Kinder und Jugendliche sind für die Bundeswehr eine attraktive Zielgruppe. Sie sind relativ gutgläubig, abenteuerlustig, risikofreudig und deswegen leichter für den Soldatenberuf zu begeistern als Erwachsene oder gar Mütter oder Väter mit Familie. Viele sind technikbegeistert und lassen sich auch mit Schnellfeuergewehren oder Panzern locken.

Offiziere, die an Schulen gehen und dort über die Arbeit der Bundeswehr informieren und dabei indirekt Nachwuchs werben, erzählen jedoch kaum etwas von den Schattenseiten der Militäreinsätze – und dass die Soldaten im Einsatz ihr Leben riskieren. "Die Interessen der Bundeswehr sind offensichtlich wichtiger als das Wohl der Kinder. Dies ist eine Verletzung des Grundprinzips der UN-Kinderrechtskonvention, gemäß der das Wohl aller Personen unter 18 Jahren Vorrang haben muss", betonen GEW und Terre des Hommes.

Der GEW-Gewerkschaftstag hat einen Beschluss gegen die Präsenz der Bundeswehr im Bildungssystem gefasst. Darin heißt es unter anderem, die GEW setze sich "für die ersatzlose Aufkündigung von Kooperationen zwischen Bundeswehr und Schulministerien sowie für Zivilklauseln an Hochschulen, anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und in Hochschulgesetzen ein“.

Mehr dazu in der Quelle: Meldung der GEW vom 16.02.2016

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10.
Deutsches Kinderhilfswerk fordert Absenkung des Wahlalters in Berlin

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an alle Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus, das Wahlalter für die Abgeordnetenhauswahlen auf 16 Jahre abzusenken. „Wir müssen Kinder und Jugendliche ernster nehmen und ihnen auf Augenhöhe begegnen. Auch Minderjährige verfolgen gesellschaftliche Prozesse aufmerksam, fühlen sich jedoch zu einem großen Teil von den politischen Parteien nicht vertreten. Berlin sollte bei der Altersgrenze zur Abgeordnetenhauswahl dem guten Beispiel der Länder Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein folgen, in denen die Altersgrenze bei Wahlen auf Landesebene bereits auf 16 Jahre abgesenkt wurde. Diesem wichtigen Schritt sollten weitere, hin zu einer generellen Wahlaltersgrenze 14, folgen“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes und ehemaliger Jugendsenator von Berlin.

Um die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, tritt das Deutsche Kinderhilfswerk dafür ein, die Wahlaltersgrenze auf allen Ebenen (also von den Europa- bis zu den Kommunalwahlen bzw. Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen) zunächst auf 16 Jahre und in einem zweiten Schritt auf 14 Jahre abzusenken. Eine solche Senkung trägt nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes auch dem veränderten Altersaufbau der Gesellschaft Rechnung. Seit einigen Jahren gibt es mehr Rentner als Kinder und Jugendliche. Mit dieser veränderten Struktur sind die Möglichkeiten der jungen Bevölkerung gesunken, ihre Interessen wahrzunehmen und durchzusetzen.

Mehr dazu in der Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 18.02.2016, Antrag der Piratenfraktion „Wahlrecht ohne Altersbegrenzung I : Gesetz zur Änderung der Verfassung von Berlin“

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11.
„Kinderzeit – Zeitpolitik für Kinder“ - Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk vom 11. bis 12.04.2016

Was tun Kinder mit ihrer Zeit? Die simple Frage rührt am Kern von Kindheit überhaupt, denn so wie Kinder heute ihre Zeit verbringen, wie sie aufwachsen, das legt den Grundstein für unsere Gesellschaft­ von morgen.

Seit dem PISA-Schock vor rund 15 Jahren ist eine gravierende Zunahme von Bildungsansprüchen in der Schule und selbst schon im Vorschulalter festzustellen. Gleichzeitig wünschen und brauchen Eltern immer mehr ganztägige Unterbringung ihrer Kinder. Aber ist Schule der einzige Bildungsort für Kinder? Musik-, Sport- und Freizeitangebote, Vereine oder gar selbstorganisierte Treffpunkte geraten immer mehr ins Hintertreffen im Alltag der Kinder. Der öffentliche Raum steht in Gefahr, seine Rolle als „dritter Pädagoge“ völlig zu verlieren. Trotz des verbreiteten Wissens in Expertenkreisen um die Notwendigkeit einer vielfältigen Bildungslandschaft nehmen die öffentlichen Aufwendungen für Schule und Kindertageseinrichtungen zu und demgegenüber für alle anderen Bildungsorte ab.

In der Tagung fragen wir, was Experten und Politik tun müssen, um Zeit für die Kinder zurückzugewinnen. Und ist das überhaupt notwendig und sinnvoll? Oder droht „Zeitverschwendung“ – schon angesichts der ständigen Verführung, die Zeit beim digitalen Spiel zu „verdaddeln“?

Fragen, auf die wir im Austausch der Disziplinen und mit unterschiedlichen institutionellen Hintergründen Antworten suchen. Wir laden Sie herzlich in die Evangelische Akademie Tutzing ein!

Die Beschreibung, der Tagungsflyer und Anmeldung hier

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12.
Umfrage zur vorläufigen Inobhutnahme und Verteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen - BumF

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge führt eine Umfrage durch, um den aktuellen Stand der Umsetzung des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Betreuung und Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu erheben. Damit sollen frühzeitig bestehende Probleme und gute Praxis identifiziert werden.

Das Ausfüllen des Fragebogens wird voraussichtlich 20 Minuten dauern. Die Antworten werden anonym ausgewertet, die Daten nicht an Dritte weitergegeben und nur für den angegebenen Zweck verwenden. Die Ergebnisse werden ausgewertet, veröffentlicht und zugänglich gemacht.

Für Teilnahme hier klicken

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13.
Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag vom 24.04.2016 bis 30.04.2016 – Eine andere Heimat

Für medieninteressierte Jugendliche aus allen Bundesländern, die sich für politische und journalistische Themen begeistern. In einem Bewerbungsverfahren werden dreißig Teilnehmende zwischen 16 und 20 Jahren ausgewählt.

Während der siebentägigen Veranstaltung treffen die jungen Medienschaffenden auf Abgeordnete des Deutschen Bundestages, erfahrene Hauptstadtjournalistinnen und -journalisten sowie Fachleute zum Workshopthema. Diese Treffen bilden die Recherchegrundlage für den Inhalt einer Ausgabe der politikorange.

Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren können sich ab sofort mit einem journalistischen Artikel, Audio-/Videobeitrag oder Fotoarbeiten zum Thema "Eine andere Heimat" bewerben. Der Text sollte maximal 3.000 Zeichen haben (inklusive Leerzeichen). Audio- und Videobeiträge sollten nicht länger als drei Minuten dauern. Auch Fotoprojekte werden gerne berücksichtigt.

Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2016.

Zur Anmeldung hier

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