Luise Meergans

Bereichsleiterin Kinderrechte und Bildung

030 - 308693-19
Fortbildungsangebot in BAden-württemberg

Programm Kultur für Kinder

Mit dem neuen Fortbildungsangebot Kinder & Kultur unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk in Kooperation mit der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg Kommunen im Land beim Auf- und Ausbau kultureller Bildungsangebote für Kinder im Alter von 6-10 Jahren. In der Pilotphase, die im Februar 2018 startet, haben 10 Kommunen die Möglichkeit, eine Mit­ar­bei­te­rin bzw. einen Mitar­beiter zu dieser Fortbildung zu entsenden. Interessensbekundungen zur Teil­nah­me an der Fortbildung können ab sofort an andrealiebe@lkjbw.de gesendet wenden.

Das Fortbildungs-Curri­cu­lum wird von der Landesvereinigung Kulturelle Ju­gendbildung (LKJ) Baden-Württemberg im Auftrag der Stiftung Kinderland entwickelt und umge­setzt. Innerhalb von vier Modulen erlangen die Teil­neh­menden fundierte Kenntnisse, um als "Koordinator Kinder & Kultur" eigene Projekte zu ent­wickeln. Im Anschluss an die Fortbildung stellen die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg und das Deut­sche Kinderhilfswerk einen Förderfonds zur Finan­zie­rung und Umsetzung der geplanten Vorhaben in den Kommunen bereit.

Über das Programm

Kulturelle Bildung ist ein essentieller Bestandteil der positiven Entwicklung von Kin­dern. Ein zentraler Aspekt von Kultur ist Vielfalt. So wirken verschiedene kulturelle An­ge­bote wie Bildende Kunst und Musik über unterschiedliche sensorische Modalitäten. Diese Vielfalt aktiviert und regt an. Sie fördert die kognitive Entwicklung und Interessenbildung von Kindern. Gleichzeitig hat Kultur jedoch auch eine hohe integrative Funktion. Menschen vermitteln seit jeher über Kultur gemeinsame Werte und Weltanschauungen und entwickeln diese gemeinsam zu neuen Visionen und Zielen. Das Aneignen und Ken­nenlernen bestehender und Mitgestalten zukünftiger kultureller Angebote ist damit we­sentlicher Bestandteil ge­lungener Integration. Diese Mitgestaltung findet ihren Ausdruck in einer möglichst weitreichenden Mitbestimmung an entsprechenden Angeboten. Kul­tu­rel­le Bildung vor allem junger Kinder sichert somit nicht nur eine gelungene individuelle Entwicklung, sondern ermöglicht auch Teilhabe an gesell­schaft­lichen Prozessen. Diese Teil­habe ist eine notwendige Voraussetzung für Zu­frieden­heit und Selbstwirksamkeit im Erwachsenenalter.

Die Kinderland Stiftung hat daher ein Programm zur Förderung von Kulturangeboten für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren aufgelegt. Der Stiftungsrat der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg hat am 22. Februar 2017 ein Programmvolumen von 1 Mio. Euro bewilligt. Die Programmlaufzeit beträgt 3 Jahre.

Das Programm setzt niedrigschwellig an und soll es Kindern aller Bildungs- und Herkunfts­milieus ermöglichen, die kultu­rel­le Vielfalt ihrer Heimatkommune zu erkunden. Dabei wird der Fokus zunächst auf die unmittelbare Umgebung gelegt, um den integrativen Aspekt von Kultur im Bezug auf die lokale Gesellschaft besonders zu stärken. Gleichzeitig soll das Spektrum kultureller Ange­bo­te möglichst heterogen sein und Angebote wie Hei­mat­vereine, Musikangebote, die Feuer­wehr oder Gemeindeverwaltung berücksichtigen. Dadurch wird trotz lokalem Fokus eine inhaltliche Vielfalt der Angebote sichergestellt. Eine besondere Zielsetzung liegt in der Beteiligung benach­tei­ligter Kinder. Diese können durch ehrenamtliche Patinnen und Paten bei der Erschließung der kulturel­len Angebote individuell be­gleitet und unterstützt werden.

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Bewerbung

Bewerben können sich:

  • Mitarbeiter/innen der Kommune, z.B. des Kulturamts.
  • Mitarbeiter/innen von Kulturinstitutionen vor Ort, z.B. Jugendkunstschulen, Bibliotheken o.ä.
  • Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit der Kirchen.
  • Mitarbeiter/innen von Jugendhäusern o.ä. 
  • Kinderbeauftragte, Integrationsbeauftragte.
  • sonstige Mitarbeiter/innen, die durch ein Anstellungsverhältnis angebunden sind an eine gemein­nützige oder öffentlich-rechtliche Institution.

Die Bewerber/innen benötigen das Mandat der Kommune, in der sie tätig werden sollen.

Termine: 1. und 2. Februar 2018, 15. und 16. März 2018, 26. und 27. April 2018, 14. und 15. Juni 2018.

Die vier zweitägigen Module finden jeweils donnerstags und freitags in Stuttgart statt. Sämtliche Kosten für die Fortbildung (inkl. Übernachtung) werden von der Stiftung Kinderland über­nommen. Die Fahrtkosten tragen die Bewerber und Bewerberinnen bzw. Kommunen. Wenn Sie am Programm "Kinder & Kultur" teilzunehmen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit Frau Andrea Liebe (andrealiebe@lkjbw.de) auf, um sich für die Anmeldung zum Pilotprojekt vormerken zu lassen.

Kontakt:

Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg
Andrea Liebe
Tel.: 0711 / 95802819
Mail: andrealiebe@lkjbw.de 

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Hintergrund

Angebote der Kulturellen Bildung machen Kommunen attraktiv. Kulturelle Bildung bietet Kindern einen eigenkreativen Zugang zur Welt und legt ein wichtiges Fundament bei der Persönlichkeits­ent­wicklung sowie für die spätere gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe. Und: Gesellschaftliche und kulturelle Bildung ist Kinderrecht!

Viele Kommunen stehen aktuell vor der Frage, wie sie in diesem Bereich Angebote vor Ort ent­wickeln, ausbauen und nachhaltig implementieren können. Die Stiftung Kinderland und das Deutsche Kinderhilfswerk wollen diese Kommunen mit der vorliegen­den Fortbildung unterstützen.

Die Teilnehmenden werden hierbei befähigt, kulturelle Bildungsangebote für Kinder von 6 bis 10 Jah­ren zu entwickeln. Sie lernen Fakten zur qualitätsvollen kulturellen Bildung für Kinder kennen. Sie wer­den in Methoden ausgebildet, die ihnen bei der Entwicklung fundierter Konzepte und beim Auf- und Ausbau kommunaler Netzwerke für kulturelle Bildung helfen. Sie erhalten Einblicke in die The­men­bereiche Kommunikation, Projektmanagement, Fundraising sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Der Umgang mit haupt- und ehrenamtlichen Kooperationspartnern vor Ort findet ebenso Berück­sich­ti­gung wie das Thema Partizipation der Kinder. Wichtiger Baustein der Fortbildung ist die Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Kulturprojekts. Das Erlernte wird so in der Praxis erprobt und vor Ort in der Kommune umgesetzt.

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