Nina Ohlmeier

Bereichsleiterin Politische Kommunikation

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Neuausrichtung der Kinder- und Jugendpolitik

Kernforderungen an die neue Bundesregierung

Deutschland hat einen neuen Bundestag gewählt. Daran schließt in den nächsten Wochen und Monaten die Abstimmung einer neuen bundespolitischen Agenda für die kommenden vier Jahre an. Dies ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes der richtige Zeitpunkt, um die Kinder- und Jugendpolitik in Deutschland endlich konsequent am Kindeswohl auszurichten.

Die neue Bundesregierung muss nun die Weichen für eine Politik stellen, die das Wohl, den Schutz und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nicht nur in den Blick nimmt, sondern ins Zentrum ihrer Bemühungen rückt. Denn eine Politik die entsprechende Rahmenbedingungen für eine kinder- und jugendgerechte Gesellschaft schafft, ist zukunftsgerichtet und bildet die Grundlage für eine gerechtere und lebenswertere Gesellschaft für alle.

Es ist an der Zeit, die Kinder- und Jugendpolitik nicht nur als Aufgabe eines einzelnen Ressorts zu betrachten, sondern vielmehr als Querschnittsthema, das darüber entscheidet, wie sich unsere Gesellschaft in der Zukunft entwickeln soll und wird.

Auf dieser Grundlage stellt das Deutsche Kinderhilfswerk in seinem Papier fünf Handlungsbereiche mit politischen Handlungsempfehlungen auf, die erste Schritte für eine Wende hin zu einer kinder- und jugendgerechteren Gesellschaft darstellen:

  • Erstens, ein Grundgesetz, das das Kindeswohl und die Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention berücksichtigt,
  • zweitens, eine Garantie für die Teilhabe armer Kinder an unserer Gesellschaft,
  • drittens, ein Bildungssystem, das den Anforderungen gleicher Chancen für alle Kinder gerecht wird,
  • viertens, der Schutz und das Wohl von Kindern ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die in unserem Land leben und
  • fünftens, Bedingungen für ein sicheres und selbstbestimmtes Aufwachsen mit digitalen Medien.