Projekt Kindercash

Wertebildung in der Grundschule

Sich in der heutigen Gesellschaft zurechtzufinden ist nicht immer einfach. Das gilt auch schon für die Jüngsten. Projekt KinderCash möchte Kinder von klein auf daher mit der Vermittlung von Werte- und Finanzkompetenzen unterstützen.

Schon in der Grundschule werden Kinder im Klassenverbund mit unterschiedliche Vorstellungen und Meinungen sowie auseinandergehende Wertesysteme konfrontiert. Projekt KinderCash hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder in ihren Fähigkeiten so zu stärken, dass sie selbstbewusst und sicher Entscheidungen für sich treffen können und dabei trotzdem respektvoll und wertschätzend mit ihrem Gegenüber umgehen.

Den Umgang mit Geld üben

Kinder, die wissen, was wichtig und wertvoll für sie ist, und die reflektiert handeln, haben die besten Voraussetzungen verantwortungsvoll zu agieren – auch in finanzieller Hinsicht. Bereits in der ersten Klasse verstehen Kinder, dass man für Geld arbeiten muss. Damit man sich auch einmal größere Wünsche erfüllen kann, ohne sich gleich zu verschulden, muss man sein Geld gut einteilen können.

Bei Werbung und Konsum den Überblick behalten

Mit dem eigenen Geld gut zu haushalten, will jedoch gelernt sein. Denn die Tricks der Werbung verleiten oft zum Kauf. Werbestrategien zu verstehen und zu hinterfragen, ist deshalb ein wichtiger Aspekt bei Projekt KinderCash. Mit dem ersten Taschengeld können Kinder den Umgang mit Geld üben, damit sie als Erwachsene sicher finanzielle Entscheidungen treffen.

Kostenlose Unterrichtsmaterialien für die Schule

Lehrerinnen und Lehrer können Projekt KinderCash einfach in ihren regulären Schulunterricht integrieren. Dazu werden alle teilnehmenden Schulen mit kostenlosen fächerübergreifenden Unterrichtsmaterialien ausgestattet. KinderCash informiert die Pädagoginnen, Pädagogen und Eltern vorab in Workshops über Inhalte und Details zum Projekt.

Das Projekt KinderCash trägt dazu bei, dass Kinder lernen, verantwortungsvoll mit Geld, Konsumdruck und Werbung umgehen zu können.

Bunte Sparschweinen helfen beim Üben

Jedes Kind bekommt zudem ein spezielles KinderCash-Sparschwein. Die Sparschweine sind transparent, damit der Inhalt stets im Blick bleibt. Zudem haben sie vier getrennte Fächer: "Ausgeben", "Sparen", "Investieren" und "gute Tat". Jedes Fach lässt sich separat öffnen. Nach dem Üben in der Schule können die Kinder ihr eigenes Sparschwein mit nach Hause nehmen. Dort kann es weiter mit Wünschen, Ideen und dem eigenen Taschengeld befüllt werden.

Gemeinschaftssinn von Kindern fördern

Das Sparschwein-Fach „Gute Tat“ nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Es erinnert daran, dass man Geld nicht nur für sich ausgeben, sondern sich damit auch für andere Menschen oder Anliegen (z.B. Umweltschutz) einsetzen kann. Dabei ist es nicht nur Geld, das seinen Platz im Fach „Gute Tat“ findet. Kinder können sich auch mit ihrer Zeit für die Gemeinschaft engagieren: Zum Beispiel indem sie einen Tag mit der Großmutter verbringen oder in der Klasse den Tafeldienst übernehmen.

Auf diese Weise entwickeln Kinder ein gutes Selbstwertgefühl und reifen zu Erwachsenen heran, die die Gesellschaft nach ihren eigenen Vorstellungen mitgestalten.

Das Deutsche Kinderhilfswerk begleitet die öffentliche und fachliche Weiterentwicklung von Projekt KinderCash und übernimmt die Verwaltung der Spendengelder.

„Wir können unsere deutschlandweite Arbeit für Kinder nur dank unserer Vereinsmitglieder, zahlreicher Einzelspenderinnen und -spender und Fördererinnen und Förder durchführen. Es ist Grundlage unserer Arbeit, umfassend offen zu legen, wofür wir die uns anvertrauten Mittel verwenden.“

"Kinder stark zu machen, ihnen zu helfen, tägliche Herausforderungen besser zu meistern, ist uns beim Deutschen Kinderhilfswerk wichtig. Diese Zielstellung sehen wir auch mit dem Projekt KinderCash verwirklicht und freuen uns, Partner einer Aktion zu sein, die Kindern den bewussten Umgang mit Geld, Konsum und Werbung nahebringt. Besonders die Herangehensweise des Projekts, dies über die Vermittlung von Wertekompetenzen zu fördern und der Anspruch, den Gedanken der "guten Tat" an Kinder weiterzugeben, hat uns gutgefallen."

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes