Luise Meergans

Bereichsleiterin Kinderrechte und Bildung

030 - 308693-19
Spenden-Kampagne zur Persönlichkeitsstärkung von Mädchen

Mehr Mut zum Ich 2015

150.000 Euro! 15 Projekte!

Mit der Spenden-Kampagne 2015 "Mehr Mut zum Ich" kann das Deutsche Kinderhilfswerk bereits zum dritten Mal Projekte für und mit Mädchen fördern, bei denen die Stärkung ihrer Persönlichkeit im Mittelpunkt steht. Denn gerade für Kinder und Jugendliche ist Selbstbewusstsein eine wichtige Eigenschaft, um ein selbstbestimmtes Leben führen und als Mitglied einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft mitbestimmen zu können. Dabei entwickeln Jungs und Mädchen unterschiedliche Bedürfnisse. Wir sehen es als unsere Aufgabe, auf diese Bedürfnisse einzugehen und Mädchen und Jungs in ihren individuellen Anliegen ernst zu nehmen und zu unterstützen - ohne dabei Geschlechterstereotype zu fördern.

Die Kampagne und die geförderten Projekte

Im Zeitraum der Kampagne "Mehr Mut zum Ich" gingen von jedem von Rossmann verkauften Dove-Produkt 10 Cent an das Deutsche Kinderhilfswerk. Das Ergebnis: eine Spendensumme von 141.680 Euro, die von Unilever Deutschland und Rossmann auf 150.000 Euro aufgerundet wurde!

Von den eingegangenen 100 Anträgen auf eine Förderung, wählte eine fünfköpfige Jury 15 Projekte aus. Worum es bei diesen geht, können Sie hier nachlesen:

Jetzt schreibe ich!

15.000 Euro, Berlin

Mädchen im Alter von 6-10 Jahre, die in Deutschland Diskriminierung aufgrund der ethischen Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Sprache erfahren müssten, schreiben ihr eigenes Kinderbuch.

Das Kinderbuch wird ihre eigenen Texte und Bilder enthalten und so genau das Kinderbuch sein, dass diese Mädchen selbst gerne lesen möchten. Häufig werden die Mädchen mit Migrationshintergrund mit Kinderbüchern konfrontiert, die frauenfeindliche, stereotype, sowie diskriminierende Sprache und Abbildungen beinhalten. Daher sollen die Geschichten selbstbestimmt, emanzipativ gestaltet werden und keinen Raum für Diskriminierung lassen. Parallel dazu wird es Termine geben, bei denen die Mütter unterstützt werden, das Selbstbewusstsein ihrer Töchter zu fördern und angemessen und nachhaltig mit den diskriminierenden Erfahrungen ihrer Töchter umzugehen. Das Buch wird publiziert und in ganz Deutschland vertrieben.

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DIY – be UNIQUE

1.185 Euro, Bremen

Der Jugendtreff Blockdiek plant für interessierte Mädchen ein eigenes Programm, welches die Stärkung ihres Selbstwertgefühles zum obersten Ziel hat. Die Besucherinnen des Jugendtreffs kommen meist aus Hintergründen, in denen finanzielle Probleme oder soziale Konflikte ihr Umfeld beherrschen.

So ist es umso wichtiger, dass die Mädchen außerhalb ihrer Familien einen Anlaufpunkt haben, an dem sie ernst genommen und gefördert werden. Gemeinsame Ausflüge und Workshops, die sich an den Interessen der Mädchen orientieren, dienen hier dem Vertrauensaufbau zu den Pädagog/innen ebenso wie zur Entdeckung und Entwicklung eigener Fähigkeiten und Talente. 

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Mädchen sein, Mädchen bleiben

13.000 Euro, Gelsenkirchen

Tradierte Frauenmuster spielen gerade in Romafamilien noch immer eine große Rolle. Mit kultureller Sensibilität richtet sich die Arbeit des Vereines an Roma-Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren, die von Zwangsverheiratung und in der Folge meist sehr frühen Schwangerschaften bedroht sind. 

So zielt das Projekt auf Aufklärung in vielseitigen Facetten ab: Welche Möglichkeiten bietet das deutsche Schulsystem? Welche Rechte habe ich als Kind, welche als Frau? Welche Perspektiven habe ich und wie kann ich mir Perspektiven auch selbst schaffen? Parallel dazu finden Workshops mit Müttern statt, die zum Ziel haben, Vorbildrollen zu entdecken und zu entwickeln.

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Selbst_bewusst_stil_sicher

12.000 Euro, Hamburg / Berlin

Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren wird durch ein offenes, Bedürfnis- und Interessenorientiertes Freizeitangebot die Möglichkeit geboten, Strukturen zu finden, Mut zu zeigen und die eigene Zukunft aktiv zu bestimmen und zu gestalten. Dabei richtet sich das Angebot gezielt an Mädchen, die besondere Probleme zu bewältigen haben. 

Schuldistanzierte Mädchen werden in außerunterrichtlicher Projektarbeit angesprochen, ein offenes Nachmittagsangebot verschafft Zugang für alle interessierten Mädchen aus dem Umfeld der Einrichtung. In unterschiedlichen Workshops wird es darum gehen, einen Blick in die eigene Familie zu werfen, Mütter und Großmütter mit einzubeziehen, sich kreativ mit weiblichen Identifikationsbildern auseinanderzusetzen, oder auch Tanztheater-, Wendo- oder Designkurse zu besuchen. 

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Mutter sein – mutig sein

3.330 Euro, Radebeul

Das Angebot richtet sich an junge Mütter ab 13 Jahre, die gemeinsam mit ihrem Kind stationär untergebracht sind. Häufig stehen ein verzerrtes Selbstbild, wenig Selbstvertrauen oder Erlebnisse aus der eigenen Kindheit diesen jungen Müttern im Weg, wenn es darum geht, ihr eigenes Mutter-Sein zu entdecken. 

Primäres Ziel ist es, die jungen Mütter in einer schwierigen Lebenslage zu unterstützen, ihre eigene elterliche Rolle und Lebenslage zu reflektieren und ihre eigenen Bedürfnisse mit denen ihres Kindes in Einklang zu bringen. Dazu werden unterschiedliche therapeutische, kreativ-künstlerische oder wissensvermittelnde Workshops angeboten. 

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Phoenix aus der Asche

8.000 Euro, Berlin

„Phönix aus der Asche“ ist ein interdisziplinäres Tanzprojekt für und mit Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Das Angebot richtet sich an Mädchen, die in Berlin geboren sind, zum Teil mit Migrationshintergrund, und an Mädchen, deren Familien derzeit auf Asylsuche sind. 

Primäres Ziel ist die Erarbeitung einer gemeinsamen Tanzproduktion, die auf den Gedanken, Erfahrungen und Geschichten der Mädchen basiert und vor einem Publikum präsentiert wird – in Berlin und beim Rampenlichter Festival in München.

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MädchenTreff im Kinderhaus Weimar

7.500 Euro, Weimar

Mädchen und ihre Mütter erhalten im Kinderhaus Weimar die Gelegenheit, gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen. Die Mädchen, die den Mädchentreff des Hauses regelmäßig besuchen, weisen häufig Defizite im Bereich kognitiver, sozialer und emotionaler Kompetenzen auf und kommen aus einem von Armut, Vernachlässigung und permanenter Stigmatisierung geprägten Umfeld. 

In unterschiedlichen Workshopformaten  erhalten Mütter und Töchter Einsichten in die jeweiligen Lebenswelten zu erhalten. Neben sozialer und biografischer Rollenarbeit im Rahmen von künstlerischen Workshops wie Malen, Tanz, Rhythmik, in denen das Körpergefühl und -bewusstsein im Fokus steht, werden auch Themen wie Gewalt, Sexualpädagogik und Medienkultur berührt. Die Ergebnisse des Prozesses münden letztlich in einer Theaterproduktion.

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Was uns bewegt

13.000 Euro, Halle/Saale

Das Vorhaben richtet sich vorrangig an arabisch-sprachige Mädchen, die als Flüchtlinge in Halle leben. Ihr Lebensalltag zeichnet sich oft aus Durch Passivität und Zurückgezogenheit. Durch das Projekt erhalten sie eine Plattform, die einen Ausbruch aus dem Alltag ermöglicht und gleichzeitig Ausdrucksmöglichkeiten und -räume schafft, die dann auch auf gesellschaftlicher wie politischer Ebene wahrgenommen werden. 

Mittel dazu sind miteinander verbundene und künstlerisch angeleitete Workshops im Bereich Ausdruckstanz und Reliefkunst. Ziel ist es, mit künstlerischen Mitteln schwere Themen wie Heimweh, Fluchterfahrung, Selbstfindung in einem fremden Land oder Rollenwahrnehmung, zu bearbeiten und spielerisch, künstlerisch zum Ausdruck zu bringen. Neben einer öffentlichen Präsentation der Tanzproduktion steht am Ende des Projektes eine Collage, die zusammen mit einer Fotoreportage in einer Wanderausstellung präsentiert wird.

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Von Gewalt betroffene Mädchen stärken

8.000 Euro, Kassel

Fast jedes Kind, das im Frauenhaus lebt, hat Gewalt zu Hause erlebt. Bei der Verarbeitung des Erlebten und dem Zurechtfinden in der neuen Umgebung und Lebenssituation spielt besonders die Mutter die Rolle der wichtigsten und vertrautesten Bezugsperson. Aber auch die Mutter, oft selbst geprägt von Gewalterfahrung und Desorganisation ihres Lebens, steht nun vor vielen Herausforderungen und braucht Unterstützung. 

Im Rahmen des Projektes erhalten Mütter-Tochter Paare in Zusammenarbeit mit einem Reiterhof die Gelegenheit, im gemeinsamen Umgang mit Pferden die Möglichkeit, wieder Vertrauen zueinander und zu Fremden aufzubauen, gegenseitige Verlässlichkeiten zu spüren und gemeinsam Aufgaben zu bewältigen. Parallel dazu finden regelmäßige Mütter-Workshops statt, die die Themen Gewalt gegen Kinder, Sexualität und Erziehung behandeln.

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Your Turn - Du bist dran! Leadership-Power für Girls

13.000 Euro, Leipzig

30 Schülerinnen im Alter von 13 bis 15 Jahre erhalten die Gelegenheit, begleitet von Referentinnen und Mentorinnen, sich im Rahmen von Partizipationsprojekten in ihrem sozialen Umfeld (Schule, Stadtteil) einzubringen, indem sie eigene Vorhaben aktiv voranbringen und dafür Veränderungen anstoßen. 

Im Rahmen von Workshops entwickeln die Mädchen Projektideen, suchen sich selbstständig Partner und bekommen das notwendige Know-How vermittelt, um ihre eigenen Projekte umsetzen zu können. Dabei werden sie von Mentorinnen begleitet, bekommen Einblicke in Netzwerke und werden letztlich ermutigt, durch eigenes Handeln und Verantwortungsübernahme ihr Umfeld aktiv selbst mit zu gestalten.

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Auf die Bühne Mädchen, fertig, los!

7.500 Euro, Bamberg

Im Rahmen eines einjährigen theaterpädagogischen Projektes bringt eine Gruppe Mädchen ein selbst entwickeltes Theaterstück auf die Bühne. Ein intergenerativer Ansatz bindet Mütter und Großmütter in die Produktion ein. 

Unter Leitung einer Theaterpädagogin arbeiten die Mädchen über viele Monate gemeinsam an ihrem eigenen Stück, schlüpfen in verschiedene Rollen, probieren sich aus, und bringen zum Abschluss des Projektes das Stück in drei öffentlichen Aufführungen auf die Bühne.

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<coding> Girls

11.000, Leipzig

Im Fokus des Projektes steht das Ziel, Mädchen das Programmieren und die Informatik zugänglicher zu machen und Begeisterung für die männlich dominierten Bereiche der Technik und IT zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei, interessenorientiert, das Smartphone und Apps.

Die Mädchen werden von Rezipientinnen zu Entwicklerinnen und befähigt, eine App ganz nach ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen zu programmieren. Das Projekt ist als Peer-to-Peer-Projekt angelegt: Nach erfolgreichem Abschluss des Workshops übernehmen die Mädchen selbst die Rolle als Expertinnen, indem sie Mädchen der nachfolgenden Klassenstufen das Programmieren zugänglicher machen. Ihre „neue Rolle“ stärkt das Selbstvertrauen und den Glauben an die eigenen Kompetenzen.

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glamour girls together

11.000 Euro, Potsdam

In Diskos oder auf Partys kennen die Mädchen sich eher in der Rolle der Konsumentinnen oder auch als „schmückendes Beiwerk“ der männlichen Akteure. Ziel des Projektes ist es, dass Mädchen sich selbst als Akteurinnen einer Partykultur erleben, die sonst eher männlich besetz ist. Mit der Kunst des DJ-ing und VJ-ing treten sie als Macherinnen auf. 

In einem mehrtägigen Workshop lernen die Mädchen die Kunst des DJ-ings bzw. des VJ-ings. Gemeinsame Partys und Partyreihen werden selbstständig geplant und durchgeführt und stets ausgewertet und reflektiert. So werden die Mädchen darin zu unterstützen, sich selbst zu definieren, eigene Zugänge und Räume zu verschaffen, die ihre Lebensrealität betreffen.

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Stark & selbstbewusst durch MINT!

10.000 Euro, Berlin

Mädchen haben trotz besserer Schul- und Studienabschlüsse immer noch schlechtere Berufschancen als ihre männlichen Mitschüler. Zudem hat sich auch am Berufswahlverhalten nichts Wesentliches geändert: nach wie vor konzentrieren sich dabei insbesondere Frauen auf wenige Berufe, in der Regel klassische Frauenberufe mit geringen Verdienstmöglichkeiten und Karrierechancen.

Neben der Unkenntnis von Berufsbildern, wenig motivierendem naturwissenschaftlichem Unterricht sind das mangelnde Selbstvertrauen in die eigene Stärke, die Angst, in klassischen Männerdomänen zu versagen oder sich zu blamieren – Hauptgründe dafür, dass Mädchen so selten den Weg in gewerblich-technische Berufe finden. Über den Zeitraum von einem Jahr sollen Schülerinnen aus zwei Schulen im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick in monatlich stattfindenden Workshops technische Berufe kennenlernen und sie praktisch ausprobieren können.

Somit wird das Interesse der Mädchen an Technik geweckt. Sie können ihre Stärken im Umgang mit Technik erleben und damit ihr Selbstbewusstsein stärken. Dabei sollen die Mädchen nicht nur für das Thema Chancengleichheit in der Arbeitswelt sensibilisiert werden, sondern ihnen wird die Möglichkeit geboten, Unternehmen kennenzulernen und sich praktisch in verschiedenen Berufsfeldern auszuprobieren. Unterstützend wirken dabei weibliche Vorbilder in den Unternehmen. Geführte Betriebsbesichtigungen durch Mitarbeiterinnen oder weibliche Auszubildende, praktisches Ausprobieren unter weiblicher Anleitung etc. können Hemmungen abbauen helfen. Abgerundet wird das Projekt durch begleitende Workshops in Kinder- und Frauenrechten sowie regelmäßigen Elternkursen. 

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schlau, stark, schön

4.400 Euro, Hamburg

Wie werde ich die, die ich bin? Unter der Begleitung einer Philosophin, einer Filmfachfrau sowie einer Kulturwissenschaftlerin wird eine freiwillige Mädchengruppe der Jahrgänge 7 bis 10 einen Projekttag lang „Selbstbilder“ erstellen, die von der philosophischen Idee des „Erkenne Dich selbst“ ausgehend, die Frage danach aufwirft, was das eigene „Ich“ auszeichnet und worin der Mut besteht, dieses „Ich“ für sich zu entfalten. 

Im ersten Modul wird auf philosophische Grundgedanken zurückgegriffen, die in Übungen konkretisiert und in einen persönlichen Bezug gesetzt werden. Welche äußerlichen Merkmale zeichnen mich aus? Welche inneren Fähigkeiten, Überzeugungen gehören zu mir? In welchem Umfeld bewegt sich mein „Ich“? Welche Menschen, Erfahrungen, Umgebungen haben mich geprägt, bilden den Rahmen für mein „Ich“? Die Ergebnisse werden im zweiten Modul in Bezug zu gängigen Vorstellungen eines Weiblichkeitsideals gesetzt, das sich stark über äußerliche und damit vergleich- und bewertbare Merkmale definiert. Im dritten Modul werden die unterschiedlichen Bereiche, in denen sich Weiblichkeitsideale verstärkt manifestieren, mit den alltäglichen Praktiken der Schülerinnen ins Verhältnis gesetzt: Dabei geht es um den Wandel von Schönheitsidealen, die Frage nach dem Verhältnis von Leistung und Erfolg und der Überlegung, welche Form von „Nahrung“ das eigene Ich braucht, um „mutig“ sein zu können. Die Medien Film und Fotografie werden aktiv und passiv in den Tagesablauf einbezogen.

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Ein herzliches Dankeschön an alle Käuferinnen und Käufer, durch die diese Spendensumme ermöglicht wurde!

Die Förderung der Projekte wird ermöglicht durch die Spendenaktion „Mehr Mut zum Ich“, einer gemeinsamen Aktion von Unilever Deutschland GmbH und der Dirk Rossmann GmbH. Auch an sie ein herzliches Dankeschön.

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