Elisa Bönisch

Leiterin Fachstelle Kinderrechtebildung

030 - 308693-28
Frühkindliche Bildung

Politische Forderungen

Neben der Unterstütung von Kitaprojekten stellt das Deutsche Kinderhilfswerk auch Forderungen an Bund und Länder zum Thema frühkindliche Bildung. So machen wir uns für Qualitätsstandards in Kindertageseinrichtungen und für genügend Außenflächen in den Betreuungsstätten stark.

Aufruf an Bund und Länder: Qualitätsstandards an Kitas

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert gemeinsam mit 29 Verbänden und Nichtregierungsorganisationen in einem gemeinsamen Aufruf die Einführung bundeseinheitlicher Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen.

Diese Standards müssen folgende Qualitätsaspekte thematisieren:

  • Zugang zu Kitas: Öffnungs- und Schließzeiten, Ganztagsangebote und Kosten für die Familien
  • Qualifikation der Fachkräfte einschließlich bundeseinheitlicher Regelungen zur Ausbildung
  • Fachkraft-Kind-Relation und Gruppengröße: Fachkraft-Kind-Relation für pädagogisch qualifizierte Fachkräfte sowie Festlegung einer maximalen Gruppengröße entsprechend den Bedürfnissen und des Alters der Kinder
  • Leitlinien der pädagogischen Arbeit unter Berücksichtigung der in der UN-Kinderrechtskonvention normierten Kinderrechte, die z.B. durch das Recht auf Spiel, Bildung, Beteiligung und Selbstentfaltung einen inhaltlichen Rahmen setzen
  • Verantwortungsbewusste Erziehungs- und Bildungspartnerschaft: Verhältnis Kind, Eltern, Fachkraft mit dem Kindeswohl im Zentrum

„Wir können unsere deutschlandweite Arbeit für Kinder nur dank unserer Vereinsmitglieder, zahlreicher Einzelspenderinnen und -spender und Fördererinnen und Förder durchführen. Es ist Grundlage unserer Arbeit, umfassend offen zu legen, wofür wir die uns anvertrauten Mittel verwenden.“

„Trotz der leichten Verbesserungen in den letzten Jahren sind wir beim Personalschlüssel noch immer weit von den wissenschaftlich empfohlenen Standards entfernt. Um die Qualität in Kitas zu steigern, spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk für ein Investitionsprogramm in Höhe von fünf Milliarden Euro jährlich für die nächsten Jahre aus. Aber auch die Mitbestimmung von Kindern in Kindertageseinrichtungen sollte als Qualitätsfaktor ins Zentrum der Arbeit rücken“

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes

Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk haben u.a. der Deutsche Familienverband, der Familienbund der Katholiken, die evangelische arbeitsgemeinschaft familie, die Arbeiterwohlfahrt und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den Aufruf unterzeichnet.

Hier geht es zur ausführlichen Pressemitteilung

Hier können Sie sich den Aufruf mit allen Unterzeichnenden herunterladen.

Keine Kita ohne Außenfläche

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert gemeinsam mit seinen Partnern im Beirat für das "Bündnis Recht auf Spiel" und der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz, dass bei Kitaneubauten immer ein ausreichend großes Außengelände eingeplant wird.

Freiflächen und Spielplätze sind für Kindertageseinrichtungen eine wichtige Grundlage – insbesondere in mittleren bis großen Städte, deren Gebiete stark verdichtet sind. Doch es werden immer mehr Kitas ohne eigene Außenanlage gebaut. So sind die Kinder und Erzieher/innen gezwungen, auf den Spielplatz zu gehen, was oft mit einem großen Aufwand verbunden ist.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert gemeinsam mit seinem Partner „Bündnis Recht auf Spiel“, dass bei Kitaneubauten immer eine ausreichend große Außenfläche eingeplant wird.

Höhlen, Büsche, Kletterbäume

Draußen spielen zu können ist für Kinder eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Aufwachsen: Hier wird die Fantasie angeregt, die weiten Bewegungsmöglichkeiten sind gut für Körper und Seele und das Immunsystem wird gestärkt. Beim Draußenspielen lernen Kinder, sich im Leben zurecht zu finden. 

Mehr Informationen zu unserer Forderung "Keine Kita ohne Außenfläche" finden Sie hier.