Warum wir für die Absenkung des Wahlalters sind

Kindern eine Stimme geben!

In wenigen Tagen wählen Millionen Bürgerinnen und Bürger einen neuen Bundestag. Sie alle werden an die Wahlurnen strömen und die Zukunft Deutschlands mitentscheiden. Doch eine Gruppe darf nicht mitwählen und mitbestimmen – wieder einmal nicht. Es sind die Kinder und Jugendlichen. Denn zur Bundestagswahl ist nur zugelassen, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. Das ist paradox, sind sie doch diejenigen, die am längsten mit den jetzt getroffenen Entscheidungen des Gesetzgebers leben müssen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk macht sich stark für die Absenkung des Wahlalters. Denn die frühe Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den sie betreffenden Angelegenheiten – so wie es die UN-Kinderrechtskonvention vorsieht – zeigt ihnen, wie Teilhabe und Engagement funktionieren und wie man eigene Bedürfnisse äußert. Mitbestimmung ist demokratische Bildung, erzeugt Selbstbewusstsein und schafft Stärke.

Die mündige Bürgerin oder der mündige Bürger entpuppt sich nämlich nicht an seinem 18. Geburtstag aus einem Kokon, sondern entwickelt sich nach und nach, und das auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu zählt vor allem die Erfahrung von Beteiligung. Deswegen fördert das Deutsche Kinderhilfswerk die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Wir unterstützen die U-18-Wahlen, fördern Projekte mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendbeteiligung, initiieren Workshops in Sachen Mitbestimmung, erstellen Praxis- und Infomaterialien und geben konkrete Handlungsvorschläge an die Politik. Das alles kostet jedoch Geld. Deshalb sind wir auf Ihre Spende angewiesen! Einiges haben wir bereits erreicht. So dürfen Jugendliche in Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein ab 16 Jahren an den Landtagswahlen teilnehmen. In diesen vier sowie sieben weiteren Bundesländern liegt das Wahlalter bei den Kommunalwahlen bei 16 Jahren.

Viele Gründe für eine Absenkung des Wahlalters

Es gibt gute Gründe für einen Absenkung des Wahlalters: Viele Jugendliche beginnen mit 15 oder 16 Jahren eine Ausbildung und zahlen Steuern und Sozialabgaben. Hier wird ihnen eine verantwortungsvolle Tätigkeit zugetraut, ein Wahlrecht aber nicht. Jugendliche sind mit 14 Jahren religions- und strafmündig – wählen dürfen sie aber nicht. Während die Diagnose Altersdemenz ausdrücklich kein Grund für den Entzug des Wahlrechts ist, wird jungen aufgeweckten Menschen unter 18 Jahren dieses Recht verwehrt.

Knapp 200.000 Kinder und Jugendliche haben beim letzten Kinder- und Jugendwahlprojekt U18 mitgemacht und nicht nur ihre Stimme abgegeben, sondern waren auch häufig an der Organisation und Durchführung beteiligt. Von der angeblichen Politikverdrossenheit unter Jugendlichen also keine Spur. Ein Wahlrecht für Jugendliche würde außerdem einen stärkeren generationsübergreifenden Interessenausgleich erwirken und Politikerinnen und Politiker in den "Jugendthemen" mehr fordern. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Wahlen kann auch als Chance gesehen werden, Themengebiete von den Parteien verständlich aufzubereiten. Davon profitieren nicht nur die neuen Jungwählerinnen und Jungwähler, sondern auch viele Erwachsene.

Es ist wichtig für Kinder und Jugendliche, dass sie sich ernstgenommen fühlen. Eine Altersgrenze, ab der die Meinung des Kindes zählt, gibt es nicht. Dafür setzen wir uns ein. Jeden Tag. Unterstützen Sie uns dabei!

Für mehr Mitbestimmung!

Wir machen uns stark für die Beteiligung von Kindern und eine Absenkung des Wahlalters. Damit Kinder und Jugendliche von Anfang an mitbestimmen können und zu verantwortungsvollen und mündigen Personen heranwachsen.

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Markus Senft

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