Kinder und Jugendliche beteiligen, wenn es sie betrifft

"Es soll nicht über uns entschieden werden, sondern mit uns"

Demokratie beginnt nicht beim ersten Wahlzettel. Entscheidungen stehen ständig an, und zwar von Kindesbein an. Das ist nicht immer einfach: Vor- und Nachteile abwägen, sich eine Meinung bilden, diese formulieren, einen Konsens mit anderen finden...  Wer früh mitredet, lernt Stärke, Selbstbestimmung – und demokratische Prozesse. Und Kinder haben haben sogar ein Recht darauf: Das Recht auf Beteiligung ist in Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben.

Kinder und Jugendliche beteiligen, wenn es sie betrifft

"Nur wenn Kinder wissen, dass sie diese Rechte haben, können sie sie auch einfordern. Und nur dann können sie sich dafür einsetzen, dass sie für alle Kinder dieser Welt gelten. Auch alle Erwachsenen müssen wissen, dass es Kinderrechte gibt! Denn aus den Rechten der Kinder ergeben sich für sie Pflichten."
– Mathilda, 17 Jahre

Wortwörtlich steht in den UN-Kinderrechtskonvention, Artikel 12, Absatz 1: "Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife." (komplett nachzulesen hier)

Auf den Alltag in Deutschland bezogen, bedeutet das beispielsweise: Kinder und Jugendliche sollen einbezogen werden, wenn es darum geht, was es für einen guten Spielplatz oder Schulhof braucht, wie ein sicherer Schulweg aussehen kann oder was eine kinderfreundliche Stadt ausmacht.

Dazu fördert das Deutsche Kinderhilfswerk deutschlandweit Projekte, in denen Kinder und Jugendliche von Beginn bis Ende aktiv in Entscheidungen eingebunden sind, bietet Fortbildungen und Materialien für Fachkräfte an Schulen und außerschulischen Einrichtungen an und betreibt politische Lobbyarbeit, um die Beteiligung sowie die weiteren Kinderrechte immer wieder in den Fokus von Politikerinnen und Politikern zu rücken. Nicht zuletzt lebt das Deutsche Kinderhilfswerk die Partizipation von Kindern und Jugendlichen selbst, unter anderem durch den Kinder- und Jugendbeirat.

Kinder und Jugendliche beteiligen, wenn es sie betrifft

"Wir wollen mit unseren Ideen und Vorschlägen ernst genommen werden und vor allem beim Thema Klimaschutz wollen wir in die Diskussions- und Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden. Hier geht es um die Welt von morgen und diese wollen wir mitgestalten. Es soll nicht über uns entschieden werden, sondern mit uns, denn wir sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Wir fordern, dass das Mitreden und Mitentscheiden von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft selbstverständlich wird."
–Yola, 17 Jahre

Darüber hinaus hat sich das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit Unicef Deutschland zur Aufgabe gemacht, Orte und Städte kindgerechter zu gestalten. In dem gemeinsam gegründeten Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. entwickeln Kommunen unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen einen Aktionsplan mit verbindlichen Maßnahmen, für den sie nach erfolgreicher Umsetzung das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten.

Kinder und Jugendliche beteiligen, wenn es sie betrifft

"Unsere Interessen im täglichen Leben und im Handeln von Behörden und Verwaltungen werden vielfach übergangen, wie wir es in der Corona-Pandemie leider viel zu oft erleben müssen. Das muss sich ändern!"
Lidia, 17 Jahre

Kinder brauchen uns an ihrer Seite, um gehört zu werden. Bitte unterstützen Sie uns, damit wir Kindern und Jugendlichen in Deutschland eine Stimme geben können.


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