konkrete Hilfe für Kinder in Armut

Was tun, wenn ein Schulranzen zu teuer ist?

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der TV-Sender RTL II kooperieren zum Thema Kinderarmut. Die Zusammenarbeit umfasst das vierteilige Special „Armes Deutschland – Deine Kinder“ sowie neue Folgen von „Hartz und herzlich“. Das Deutsche Kinderhilfswerk tritt in Kontakt mit den gezeigten Familien und bietet bei Bedarf Unterstützung an wie beispielsweise psychologische Hilfe oder Förderprogramme für Kinder. Zudem informiert die Kinderrechtsorganisation im Folgenden über das Thema und und stellt die eigenen Hilfsangebote und Lösungsansätze dar.

Kindern aus von Armut betroffenen Familien bleibt vieles verwehrt, was Basis für ein gutes Aufwachsen ist. Benny* zum Beispiel kann keine Geburtstagseinladungen annehmen; es fehlt das Geld für ein Geschenk. Alina* kann nur sehr selten bei gemeinsamen Unternehmungen ihrer Klassenfreunde dabei sein; Kino oder Bowling ist zu teuer. Und Jessis* Zähne bedürfen einer kieferorthopädischen Behandlung, für die ein zu hoher Eigenanteil fällig ist. Die Folgen von Armut wiegen bei Kindern und Jugendlichen besonders schwer: Ausgrenzung, geringere Bildungschancen, schlechtere Gesundheit, Scham, wenig Selbstwertgefühl, wenig Zukunftsperspektive.

Wie können Sie selbst Kindern in Armut helfen?

Sie können dem Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes spenden, damit wir auch weiterhin Hilfe leisten können:

Das kann Ihre Spende bewirken:

  • 30 Euro: eine warme Bettdecke
  • 85 Euro: ein Set warme Jacke, Hose und Winterstiefel
  • 100 Euro: ein ergonomischer Schreibtischstuhl, auf dem in gesunder Sitzposition Hausaufgaben gemacht werden können
  • 145 Euro: ein Schulranzen, gefüllt mit Heften und Schreibmaterial
  • 300 Euro: eine Kinderzimmerausstattung mit Bett, Kleiderschrank und Schreibtisch

Mehr Informationen zum Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Konkrete Hilfe für Kinder in Armut

Kindern und ihren Familien in Notsituationen zu helfen ist ein Schwerpunkt des Deutschen Kinderhilfswerkes:

  • Schneller Einsatz in Notsituationen: Wo staatliche Stellen zu lange brauchen, springt das Deutsche Kinderhilfswerk ein. Zum Beispiel mit finanzieller Unterstützung für medizinische Hilfen, Lernmaterialien oder für eine gute Matratze. Seit 1993 konnten wir in Not geratenen Familien mit mehr als zwei Millionen Euro helfen.
  • Gleiche Chancen beim Bildungsstart: Jedes Jahr zum Schulbeginn verteilen wir gefüllte Schulranzen an Kinder, deren Eltern das Geld dafür nicht aufbringen können. Rund 20.000 Schulranzen im Wert von mehr als drei Millionen Euro wanderten bisher an junge Schulstarterinnen und -starter.
  • Kinderhäuser und Projekte: Kinderhäuser sind wichtige Anlaufstellen für Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen. Sie finden dort ein offenes Ohr, können ihre Hausaufgaben machen und bekommen eine warme Mahlzeit. Wir fördern deutschlandweit Kinderhäuser und Projekte, die Kinder stark machen. In den letzten fünf Jahren mit insgesamt mehr als sechs Millionen Euro.

Neben dieser schnellen und unbürokratischen Hilfe für Kinder und ihre Familien betreiben wir auch politische Lobbyarbeit. Denn um nachhaltig bessere Rahmenbedingungen für Familien zu schaffen, ist es notwendig auf die Gesetzgebung Einfluss zu nehmen sowie Politikerinnen, Politiker und die Öffentlichkeit über Hintergründe und Lösungsansätze zu Kinderarmut in Deutschland zu informieren.

Gründe für Kinderarmut – und unsere Lösungsansätze

Gründe für die Kinderarmut in Deutschland gibt es viele, beispielsweise Arbeitslosigkeit der Eltern, schlecht bezahlte Jobs, fehlende Kinderbetreuung für Alleinerziehende oder mehrere Kinder im Haushalt, so dass das Einkommen nicht für alle reicht. Es fehlt aber auch am politischen Willen, endlich Geld für arme Familien in die Hand zu nehmen. Die finanziellen Spielräume angesichts sprudelnder Steuereinnahmen werden nicht konsequent zugunsten armer Kinder und Jugendlicher in Deutschland genutzt. Deshalb brauchen wir ein Bundesweites Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut, das ressortübergreifend ansetzt: bei der Beschäftigungspolitik, der Bildungspolitik oder der Wohnungsbaupolitik.

Das sollen Sie über uns wissen: Das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert sich vor allem durch private Spenderinnen und Spender und Fördermitglieder. Durch diese privaten Mittel können wir politisch unabhängig bleiben. Wir wissen jede einzelne Spende zu schätzen und sorgen dafür, dass die uns anvertrauten Gelder genau dort ankommen, wo sie hin sollen.

Holger Hofmann, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes

Warum wir mit RTL II kooperieren

"Obwohl viele Familien und ihre Kinder von Armut betroffen sind, wissen noch immer viele Menschen nicht, was es bedeutet, arm zu sein, insbesondere was es für Kinder bedeutet in Armut aufzuwachsen. ‚Armes Deutschland – Deine Kinder‘ und ‚Hartz und herzlich‘ zeigen die Realität, vor der wir nur allzu gern und zu oft die Augen verschließen.Keine Frage: Es ist gewöhnungsbedürftig, wenn RTL II die Kamera direkt und ungeschminkt auf den Alltag der Familien richtet. Letztlich ist jedoch auch hier nichts gestellt oder erkauft, sondern schlicht die Realität, welche wir vor Augen geführt bekommen. Gleichzeitig ist uns wichtig, diese Sendungen durch eine Fachkraft für das Thema Kinderschutz zu begleiten. Dadurch wollen wir sicherstellen, dass Kinder der mit der Fernsehaufnahme verbundenen Situation gewachsen sind. Zudem bieten wir auf unserer Website rund um das Thema Informationen an, die das Thema gewissenhaft beleuchten."
Holger Hofmann, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes

Weitere Informationen

Sie möchten sich weiter zum Thema Kinderarmut informieren? Wir haben Ihnen hier einige Links zusammengestellt:

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Markus Senft

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Fon: 030 - 30 86 93-58

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