Eine Stadt - getrennte Welten?

Kinder in deutschen Städten

Wie ein Kind in einer Großstadt aufwächst, hängt auch stark davon ab, wo es dort wohnt.* Marcel (Name geändert) zum Beispiel wohnt mit seinen Eltern und zwei Geschwistern im Berliner Stadtteil Wedding. Grünflächen oder Spielplätze gibt es dort weniger - in Coronazeiten wiegt das natürlich besonders schwer.

Die größte Benachteiligung: eine höhere Umweltbelastung

Auch der Lärmpegel ist durch die großen Industrie- und Gewerbeflächen in ärmeren Vierteln höher als in besser gestellten Gegenden. Doch die wohl größte Benachteiligung liegt in der erhöhten Umweltbelastung: Marcel beispielsweise atmet nonstop schmutzige Luft ein. Die jährlichen Stickstoffdioxid-Werte der vierspurigen Strasse unweit seiner Wohnung sind mehr als doppelt so hoch wie gesetzlich erlaubt. Ernsthafte Gesundheitsprobleme sind wahrscheinlich.

Nicht nur das: In Stadtteilen mit einem höheren Anteil von Hartz-IV-Beziehenden gibt es weniger Platz zum Spielen, ist die Quote der Kita-Betreuung niedriger, gehen weniger Kinder nach der Grundschule auf das Gymnasium, sind Kariesbefall und Übergewicht weiter verbreitet und werden Vorsorgeuntersuchungen weniger besucht.

Immerhin kann Marcel den Sportplatz für sein Fußballtraining zu Fuß erreichen. Allerdings muss er dazu zwei große, schwer einsehbare Kreuzungen überqueren. Das aktuell pandemiebedingte Online-Training kann er nur selten wahrnehmen, da die Familie unzureichendes WLAN hat. Auch das zeigt: Ausschließlich räumliche Nähe reicht nicht, damit ärmere Kinder Zugang zu Sport, Kultur und ärztlicher Versorgung haben. Viele weitere Faktoren, wie zum Beispiel die kindgerechte Struktur des Umfeldes oder auch der Einsatz der Eltern spielen eine Rolle.

Was braucht es an Hilfe?

Es wird deutlich: Armutsbetroffene Kinder brauchen eine Infrastruktur, die sie stärkt und ihnen unter die Arme greift. Und sie brauchen individuelle Unterstützung, um ihnen aus ihren ganz persönlichen Notlagen heraus zu helfen. Das Deutsche Kinderhilfswerk begleitet und berät Stadt- und Bezirksverwaltungen, um Orte und Infrastrukturen kinderfreundlicher zu gestalten. Auch persönliche Hilfe leistet das Deutsche Kinderhilfswerk für Kinder und ihre Familien, z.B. mit Nachhilfe,  Zuschüssen für Klassenfahrten oder WLAN für den Unterricht zuhause.

Als gemeinnütziger Verein brauchen wir für diese Arbeit Ihre Unterstützung. Ihre Spende hilft uns zu helfen. Spenden Sie direkt für Kinderarmutoder zweckfrei für Kinder. In dem Fall können wir Ihre wichtige Unterstützung konkret dort einsetzen können, wo sie gerade am dringendsten gebraucht wird. Jeder Euro hilft.

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Mit individueller Hilfe für Kinder und ihre Familien, kostenlosen Schulranzen, der Förderung von Kinderhäusern und enger Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk Kinder in ihren verschiedenen Lebensbereichen. Ihre Spende hilft uns zu helfen.

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* Quelle: Studie "Eine Stadt – getrennte Welten?" des Deutsches Kinderhilfswerkes, der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Hier wurde das Leben von Kindern in sieben deutschen Großstädten ( Berlin, Dortmund, Erfurt, Hamburg, Leipzig, Nürnberg und Saarbrücken) untersucht und in der Studie "Eine Stadt – getrennte Welten?" zusammengefasst.

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