Folgen von aRmut und wie das Deutsche Kinderhilfswerk hilft

Kinderarmut in Deutschland überwinden

 

Ein Filmclip, der Armut in Deutschland aus Sicht der betroffenen Kinder zeigt: Das Deutsche Kinderhilfswerk war zur Weihnachtszeit im Berliner Familientreff „Buntes Haus“ und hat dort Kinder gefragt, was sie sich wünschen. Die Antworten waren rührend, traurig, aber auch lustig und sie alle berühren das Herz.


Ohne Frühstück in die Schule, bei Ferienerlebnissen nicht mitreden können und Geburtstagseinladungen absagen, weil kein Geld für Geschenke da ist: Rund 2,7 Millionen Kinder in Deutschland erleben Kinderarmut hautnah und ganz konkret. Das ist jedes 5. Kind in Deutschland. Und sie sind ihr Leben lang davon geprägt.

Kinder, die in Armut aufwachsen, sind in den allermeisten Fällen stark davon beeinträchtigt. Sie werden häufiger krank, leben meist beengt ohne Rückzugsraum und erleben nicht selten Kriminalität oder Gewalt in ihrem direkten Wohnumfeld. Insgesamt ist die gesellschaftliche Teilhabe dieser Kinder häufig stark eingeschränkt, das heißt: Ihnen fehlen Erfahrungen und Aktivitäten, die für andere Kinder im Alltag selbstverständlich sind, zum Beispiel ins Kino gehen, ein Musikinstrument erlernen oder Freunde zum Essen nach Hause einladen.

Armut ist Kindern sehr bewusst, mit deutlichen Folgen für ihre Entwicklung und ihre Zukunftschancen: Materielle Benachteiligung, das Erleben ausgeschlossen zu sein sowie allgemein das Gefühl, nicht mithalten zu können, führen oft zu weniger Selbstvertrauen, zu Scham und zu Mutlosigkeit. Dies spiegelt sich häufig auch in den Bildungsverläufen armutsbetroffener Kinder wider.

Ramona Zander, Leiterin des Kinderhauses Weimar, das vom Deutschen Kinderhilfswerk gefördert wird

„Es sind eigentlich ganz normale Kinder. Aber die Bedingungen, unter denen sie aufwachsen, sind sehr schwierig. Armut lässt sich an vielem beschreiben. Zum Beispiel, wenn ein 13-jähriger Junge mit der Hose seines Opas ins Kinderhaus kommt. Er wird ausgelacht und natürlich gefragt, was das für eine Hose ist. Oder im Herbst, wenn Kinder in Sandalen, manchmal sogar ohne Strümpfe, ins Kinderhaus kommen. Das zieht sich meistens sogar bis in den Winter hinein. Oftmals ist in den Familien ein hoher Alkoholmissbrauch, aber auch das komplette Spektrum von Gewalt.“

Ramona Zander, Leiterin des Kinderhauses Weimar, das vom Deutschen Kinderhilfswerk gefördert wird

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich auf verschiedenen Wegen gegen Kinderarmut ein:

  • Schnelle Hilfe: Der Kindernothilfefonds hilft Kindern und ihren Familien schnell und unbürokratisch, wo staatliche Stellen zu lange brauchen. So kann akut die schlimmste Not gelindert werden, zum Beispiel mit Lernmaterialien oder einem Kinderbett.
  • Bildung: Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilt jedes Jahr zum Schulbeginn kostenlos rund 2.000 gut gefüllte Schulranzen an Kinder aus einkommensschwachen Familien. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für einen chancengleichen Bildungsstart und ermöglichen es den Kindern, mit derselben Ausstattung wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ins Schulleben zu starten.
  • Erholung: Mit dem Projekt "Ferienglück für alle Kinder" können Kinder aus armen Familien an Ferienfahrten teilnehmen. Zusammen mit anderen Kindern sammeln sie so neue Erfahrungen, lernen andere Orte kennen, haben eine Auszeit von ihrem schwierigen Alltag – kurz: sie können unbeschwert Kind sein.
  • Gesundheit: Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert bundesweit Kinderhäuser, in denen Kinder aus armen Familien nach der Schule unter anderem eine warme Mahlzeit bekommen. Außerdem unterstützen wir Projekte, bei denen Kinder lernen, frische Lebensmittel zuzubereiten und gesund zu kochen.
  • Politische Lobbyarbeit: Mit Gesprächen, politischen Forderungen, einem Aktionsplan sowie wissenschaftlichen Studien zu Kinderarmut rücken wir immer wieder den Fokus von politischen Entscheidungstragenden auf Kinderarmut in Deutschland und den damit einhergehenden Folgen. Darüber hinaus entwickeln wir gemeinsam mit Kommunen Strategien, um Kinderarmut vor Ort zu bekämpfen und langfristig zu verhindern.

Tun wir etwas!

Alle sind aufgefordert mitzuhelfen, Kinderarmut endlich in Deutschland zu beseitigen. Denn ohne wirksame Maßnahmen für ein kinderfreundliches Deutschland riskieren wir nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Helfen Sie mit!

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