Kinder sind Expertinnen und Experten in eigener Sache

Wer mitbestimmt, denkt mit

Leon* setzt seinen roten Klebepunkt mit Bedacht und Stolz. Es wird abgestimmt, welches neue Spielgerät für seine Kita angeschafft werden soll. Die Kinder haben mehrere Ideen mit ihrer Erzieherin besprochen und auf ein großes Plakat gemalt. Nun klebt jedes Kind einen Sticker unter das Bild seines favorisierten Spielgerätes. Leon stimmt für den Kaufmannsladen.

Auch Sofia*, die in die 7. Klasse geht, bereitet sich gerade auf etwas Wichtiges vor. Die Stadtverwaltung plant, mehrere Verkehrswege umzubauen. Davon ist auch der Weg zu Sofias Schule betroffen, der nach den Plänen der Stadtverwaltung über eine große Kreuzung führen würde. Die zuständige Stadträtin hat Schülerinnen und Schüler von Sofias Schule eingeladen, um über die Pläne zu diskutieren. Dazu wurden in der Schule zunächst Gruppen gebildet, die untereinander Argumente austauschten, Pro und Contra abwogen und schließlich Vertreterinnen und Vertreter wählten, die die Aufgabe hatten, mit der Stadträtin über die Verkehrspläne zu diskutieren. Sofia war stolz und auch aufgeregt, als Vertreterin gewählt worden zu sein und nun aktiv bei den Plänen zum neuen Schulweg mitbestimmen zu können.

Kinder- und Jugendbeteiligung klingt für viele abstrakt – und ist eigentlich ganz einfach: Bei allem, was Kinder und Jugendliche betrifft, sollen sie dabei mitbestimmen können. Ganz nach ihren Fähigkeiten und ihrer Entwicklung.

Kinder wissen in ihren Angelegenheiten meist besser Bescheid

Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten in eigener Sache und haben auf viele Situationen eine "fachlichere" Sichtweise als Erwachsene: Kein Erwachsener kann so gut wie ein Kind einschätzen, welche Spielgeräte auf einem Spielplatz besonders viel Spaß machen. Kein Erwachsener weiß so gut wie ein Jugendlicher, was ein Jugendzentrum ausmacht oder eine gute Skaterbahn.

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, und Petra Pau, Bundestagsvizepräsidentin, bei der Vorstellung des Kinderreports Deutschland 2017.

Kinderreport Deutschland 2017

Wie groß ist das Vertrauen von Erwachsenen in die nachfolgende Generation, Verantwortung für den Erhalt der Demokratie zu übernehmen? Und wie kann demokratische Bildung gefördert werden? Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in seinem Kinderreport Deutschland 2017 Kinder und Erwachsene zum Thema Demokratie und Kinderrechte befragt.

So fördern wir Beteiligung und Demokratiebildung

Beteiligung ist somit nicht nur geltendes Recht in Deutschland (Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention) sondern auch hilfreich für Erwachsene, die von dem kindlichen "Insiderwissen" profitieren können. Ein Schwerpunkt des Deutschen Kinderhilfswerkes ist es, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und die jungen Mitbestimmerinnen und Mitbestimmer so zu stärken, dass sie sich für diese Aufgabe gewappnet fühlen. Das bedeutet konkret:

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Wer mitbestimmt, entwickelt Selbstbewusstsein und demokratisches Verständnis. Ihre Spende hilft, Kindern eine Stimme zu geben. Unterstützen Sie uns dabei, Kinder und Jugendliche zu stärken und zu beteiligen.

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* Alle Namen sind von der Redaktion geändert.

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