Drei beispiele, wo wir helfen konnten

Fluthilfe für Kinder – Ihre Spende hilft weiterhin!

Die Flut im Juli 2021 hat viele Regionen in Deutschland unerwartet und schwer getroffen. Auch Kinder- und Jugendeinrichtungen, Spielplätze und Freizeitflächen wurden zerstört. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte daraufhin kurzfristig den Sonderfonds „Fluthilfe für Kinder“ eingerichtet und konnte so schnell und unbürokratisch an verschiedenen betroffenen Orten helfen. Mit den folgenden Beispielen möchten wir Ihnen verdeutlichen, welche Hilfen gebraucht werden und wo wir unterstützen konnten.

Und unsere Hilfe geht weiter. Noch immer herrscht bei den Betroffenen große Not und ein Ende ist nachwievor nicht in Sicht. Die Infrastruktur ist nachhaltig beschädigt, Strom und Internet sind in weiten Gebieten weiterhin ausgefallen oder nur eingeschränkt verfügbar, Familien leben nach wie vor bei Verwandten oder in Notunterkünften. Der Wiederaufbau geht nur schleppend voran.

Kordel, Rheinland-Pfalz

Herrichtung der Schule als Kita-Ersatz

Die Kindertagesstätte St. Amandus ist so stark beschädigt, dass sie nicht genutzt werden kann. Das Gebäude muss komplett neu aufgebaut werden. Um die Kinder nicht auf verschiedene Standorte in den Nachbargemeinden aufteilen zu müssen, wurde die Grundschule im Ort zur Verfügung gestellt. Aber: Diese musste zunächst noch für den Kindergartenbetrieb hergerichtet werden. Mit Hilfe des Deutschen Kinderhilfswerkes konnte eine Fluchttreppe gebaut, Absicherungen installiert und Anpassungen im Sanitärbereich vorgenommen werden. Hinzu kamen Malerarbeiten in den Innenräumen.

Ahrweiler, Rheinland-Pfalz

Kleidung und Möbel für Familie B.

Die Familie B. wurde vom Hochwasser sehr stark betroffen. Für den jüngsten Sohn war die Nacht der Katastrophe besonders traumatisierend. Der gesamte Hausrat wurde zerstört. Das Wasser ist bis zu drei Stufen vor dem Obergeschoss geflossen. Nur zwei Zimmer einer Ferienwohnung blieben erhalten. Die Familie ist nicht elementar versichert. Der Schaden beläuft sich auf fast 500.000,00 EUR. Für die Kinder ist es nur schwer zu verstehen, dass das ganze Hab und Gut weggespült wurde. Das Deutsche Kinderhilfswerk konnte hier mit Möbeln und Bekleidung unterstützen.

Pützfeld, Rheinland-Pfalz

Neuanschaffung von Noten und Instrumenten

Instrumente, Notenständer, Instrumentenständer sowie Elektronikequipment des Jugendorchesters sind komplett weggespült worden und das Musikhaus mit ihrem Proberaum musste mittlerweile abgerissen werden. Musikkurse der Eltern-Kind-Gruppen, die musikalische Früherziehung der 3-6 Jährigen, die Bläserklasse der Jugendlichen können nicht stattfinden. Mit der Förderung des Deutschen Kinderhilfswerkes können Kinder und Jugendliche neue Instrumente und die dazugehörige Ausrüstung kaufen und ein Teil des Wiederaufbaus des Musikhauses kann abgedeckt werden.

Ahrweiler, Rheinland-Pfalz

Neue Fahrräder für neue Schulwege

Da viele Schulen überflutet wurden, mussten die Schülerinnen und Schüler auf andere Schulen verteilt werden. Das bedeutet andere und meist längere Schulwege. Gleichzeitig sind viele Fahrräder, mit denen sonst die Schulwege zurückgelegt wurden, in den Fluten mitgerissen worden. Daher war die Freude hierüber riesig: Das Deutsche Kinderhilfswerk konnte mit Puky-Fahrrädern aushelfen, mit denen die Kinder nun wieder zur Schule radeln können.

Die Lage ist noch immer katastrophal

Ohne finanzielle Hilfe werden viele gemeinnützige Träger und Vereine der Kinder- und Jugendarbeit nur schwer wieder auf die Beine kommen. Nach wie vor haben viele Orte nur unzureichend Strom, Internet und fließendes Wasser. Wichtige Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche wie Jugendhilfezentren, Sportplätze oder Spielplätze liegen noch immer brach oder mussten abgerissen werden. Mit bis zu 25.000 Euro Unterstützung hilft das Deutsche Kinderhilfswerk beim Wiederaufbau von diesen Orten für Kinder und Jugendliche.

Helfen Sie uns dabei, Kindern in den betroffenen Regionen wieder eine Perspektive zu bieten.


Sonderfonds "Fluthilfe für Kinder"

Sie sind betroffen? Hier können Sie Hilfe beantragen

Mit dem Sonderfonds "Fluthilfe für Kinder" werden Träger und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe mit bis zu 25.000 Euro dabei unterstützt, Kindern und Jugendlichen wieder Spielflächen und Freizeitangebote vor Ort zu ermöglichen. Das Förderangebot ist niedrigschwellig, unbürokratisch und ergänzt staatliche Wiederaufbauhilfen an den Stellen, wo diese kurz- und langfristige Bedarfe von Kindern und Jugendlichen nicht bedienen. Zudem leisten wir auch individuelle Hilfe für Kinder und ihre Familien, die durch das Hochwasser in Not geraten sind.

Wer kann einen Antrag stellen?

  1. Gemeinnützige Vereine, operative Stiftungen, gemeinnützige Gesellschaften, kommunale Einrichtungen, freie Träger sowie Bürgerinitiativen.
  2. Familien. Da die Bedarfe der Kinder je nach Kind sehr unterschiedlich sind, prüfen wir gemeinsam mit Familiendiensten vor Ort die individuelle Situation der Familie, ob und in welcher Höhe Hilfe gewährleistet wird.

Was wird gefördert?

  1. Sachkosten (inkl. Honorarkosten) zur Wiederherstellung von durch die Flut zerstörter Spiel- und Freizeitangebote für Kinder, wie zum Beispiel Spielplätze in einer Kita-Außenfläche, Aufenthaltsräume eines Jugendhilfezentrums, die Wiederherstellung von Sportplätzen und Spielgeräten.
  2. Bei einzelner Hilfe für Kinder und ihre Familien fördern wir entsprechend der Bedarfe der Kinder.

Wo kann der Antrag gestellt werden?

  1. Einrichtungen finden hier das Antragsformular und weitere Informationen: www.dkhw.de/sonderfonds-fluthilfe
  2. Familien und Einzelpersonen können hier einen Antrag auf individuelle Hilfe stellen: www.dkhw.de/einzelfall-fluthilfe

Ja, hier will ich helfen

Unser Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:

DE23 1002 0500 0003 3311 11
BIC: BFSWDE33BER
Konto: 333 11 11
BLZ: 100 205 00

Spendenquittung

Spenden an das Deutsche Kinderhilfswerk sind steuerlich absetzbar.

Haben Sie Fragen?

Isabel Regenaermel

Spendenservice

E-Mail:

Fon: 030 - 30 86 93-58