Damit Integration gelingt

Flüchtlingskinder brauchen Freunde

Es gibt eine Formel, wie Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Deutschland gelingen kann. Sie brauchen Freunde. Denn Kontakte zu Einheimischen bedeuten, im gegenseitigen Austausch neue Kulturen und Gepflogenheiten kennenzulernen und sich so leichter einleben zu können.

Seit Anfang des Jahres 2015 sind über 270.000 Kinder und Jugendliche vor Krieg und Vertreibung aus ihren Heimatländern geflohen, um Schutz in Deutschland zu finden.* Diesen Menschen dabei zu helfen, sich gut einzuleben und zu engagierten Mitgliedern unserer demokratischen Gesellschaft zu werden, bleibt eine der wichtigsten Herausforderung unserer Zeit.

Begegnungen zwischen geflüchteten und einheimischen Kindern und Jugendlichen bewirken hierbei kleine Wunder: Die Geflüchteten üben Deutsch zu sprechen. Sie erfahren „aus erster Hand“, wie das Leben in Deutschland ist und wie man es mitgestalten kann. Sie lernen Land und Leute kennen und können sich so besser orientieren. Und auch umgekehrt erweitern einheimische Kinder und Jugendliche durch das Kennenlernen anderer Kulturkreise ihren Horizont und lernen, ein aufgeschlossenes und friedliches Miteinander zu leben.

Ihre Hilfe für eine gelungene Integration

Sie haben sicherlich schon einmal selbst erlebt, wie beflügelnd positive Erfahrungen wirken können. Für geflüchtete Kinder und Jugendliche sind diese besonders wichtig. Durch die Fluchterfahrungen sind sie oft traumatisiert und verunsichert, während sich gleichzeitig die Persönlichkeit in dieser Altersphase am stärksten entwickelt. Kraft und Anerkennung durch Freundschaften geben ihnen wichtige Zuversicht.

Jetzt helfen

Ist man nicht zufällig zusammen in einer Klasse, bestehen wenige Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens. Und selbst wenn gemeinsam die Schulbank gedrückt wird, bedeutet das nicht, dass sich automatisch Freundschaften aufbauen. Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert bundesweit Integrationsmaßnahmen und -projekte für Flüchtlingskinder und in diesem Rahmen auch Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens von geflüchteten und einheimischen Kindern und Jugendlichen.

Eingliederung in die Gesellschaft – von Anfang an

Zum Beispiel beim Projekt „Gemeinsam entdecken“, das im Sommer 2016 stattfand: 26 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren haben mit erwachsenen Betreuerinnen und Betreuern eine achttägige Radtour durch Brandenburg gemacht. Die eine Hälfte der Kinder lebt schon immer oder schon länger in Berlin, die anderen Kinder sind aus Syrien geflüchtet und werden ab jetzt in Berlin leben. Das Programm neben dem Fahrradfahren wurde im Vorfeld gemeinsam von den Kindern geplant: Theater, Zirkusübungen, Malen mit Aquarellfarben und selber kochen. Besonders schön: Die ersten Tage wurden abwechselnd mit Spielen, Liedern und Gerichten aus Deutschland und aus Syrien gestaltet, später fiel diese Länderaufteilung weg und es wurde sich demokratisch geeinigt. Kurz: ein Startpunkt für ungezwungenen Umgang ohne Berührungsängste.

Übrigens: Eine Übersicht der geförderten Projekte mit Flüchtlingskindern sowie zu anderen Projekten finden Sie hier auf unserer Deutschlandkarte!

Auch das Patenschaftsprojekt, bei dem das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit der Initiative Huckepack erwachsene Paten an geflüchtete Kinder und Jugendliche in Berlin vermittelt, hilft den Kindern, sich schnell einzuleben: Zoobesuche, Deutsch üben, Fahrradfahren lernen oder gemeinsame Stadterkundungen sind wichtige Bausteine, die dazu beitragen, dass die Kinder und Jugendlichen aktiv am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilnehmen – und dieses langfristig engagiert mitgestalten wollen und können.

Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen und hier bleiben möchten, müssen in die hiesige Gesellschaft eingegliedert werden. Das gilt für Kinder und Jugendliche genauso wie für Erwachsene. Freundschaften und Begegnungen zu Einheimischen sind entscheidende Zukunftsweiser.
Helfen Sie mit, diese Begegnungen zu fördern. Spenden sie dem Deutschen Kinderhilfswerk.

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