Wer sich beteiligt, lernt Demokratie und übernimmt Verantwortung

Kinder und Jugendliche haben was zu sagen!

Klara trifft sich gleich mit mehreren Mitschülerinnen und -schülern und Lehrkräften. Die 16-und 17-Jährigen sind genervt von dem morgendlichen Verkehrschaos vor ihrem Schuleingang und haben das zur Sprache gebracht. Gemeinsam wollen sie nun überlegen, wie dieses Problem gelöst werden kann.

Leon hat gerade etwas ganz anderes vor: Er klebt einen roten Punkt mit Bedacht auf das Feld ganz links, tritt etwas zurück, betrachtet die Tafel – und ist stolz. Denn der Vierjährige hat gerade in seiner Kita darüber abgestimmt, welches neue Spielgerät für den Garten angeschafft werden soll. Leon hat sich für eine Sandkiste entschieden und gegen ein Spielhaus und eine Kletterwand. Ob seine Freundinnen und Freunde wohl der gleichen Meinung sind?

Spenden Sie für die Demokratie

Diskutieren, die eigene Meinung formulieren, sich in andere Positionen hinzuversetzen - wenn Kinder von Anfang an lernen, dass sie mitbestimmen können und ihre Meinung ernstgenommen wird, erfahren sie Stärke und lernen demokratische Prozesse.

Jetzt helfen

Warum ist Mitbestimmung denn so wichtig?

Die beiden Beispiele zeigen, wie Mitbestimmung bzw. Beteiligung in verschiedenen Altersgruppen funktionieren kann. Denn das Recht auf Beteiligung (Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention) ist geltendes Recht in Deutschland. Doch warum ist es überhaupt so wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich an den sie betreffenden Angelegenheiten beteiligen? Aus vielerlei Gründen. Wer als Kind mitdiskutieren und eigene Ideen einbringen kann,

  • lernt, Verantwortung zu übernehmen
  • erfährt Selbstbewusstsein und Stärke
  • sieht, dass das eigene Handeln etwas bewirken kann
  • lernt Pro und Contra abzuwägen, sich eine fundierte Meinung zu bilden und diese auch zu formulieren
  • wird befähigt, sich in Personen mit anderen Meinungen hineinzuversetzen
  • übt eine demokratische Diskussionskultur
  • und nicht zuletzt: wird sich mit höherer Wahrscheinlichkeit später als Erwachsener verantwortungsvoll in gesellschaftliche Prozesse einbringen.

Beteiligung gehört zu unseren Schwerpunkten

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich dafür ein, dass Kinder sich ganz nach ihren Fähigkeiten an den sie betreffenden Angelegenheiten beteiligen können - und zwar von Anfang an. Dazu fördern wir bundesweit Projekte. Wir betreiben politische Lobbyarbeit, um das Recht auf Beteiligung strukturell zu verankern. Und setzen auch in unserer eigenen Arbeit auf Beteiligung: Unser Kinder- und Jugendbeirat, bestehend aus 12 Mädchen und Jungen, berät uns bei Projekten, prüft, wie diese auf Kinder und Jugendliche wirken und unterbreitet Vorschläge, wie die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker berücksichtig werden können.

Beispiel eines geförderten Projekts

Was wünsche ich mir für meinen Stadtteil?

Im ehemaligen Arbeiterviertel Dresden-Neustadt treffen alle soziale Schichten und verschiedene Kulturen aufeinander. Welche Ideen und Wünsche haben die dort lebenden Kinder und Jugendlichen für ihren Stadtteil? Eine Befragung ergab beeindruckende Ergebnisse: Es entstanden Videos, Fotos, Bilder, Landkarten und konkrete Wünsche, wie zum Beispiel weniger Autos, mehr und breitere Radwege, mehr Grün und mehr Tiere in der Stadt, ein Fußballplatz, eine schönerer Alaunplatz, mehr Geld für soziale Projekte und mehr Engagement für Obdachlose im Stadtteil. Zu diesen Themen wurden im Anschluss Paten aus Verwaltung und Politik gesucht und sind größtenteils auch schon gefunden. Kinder, Jugendliche sowie die erwachsenen Paten prüfen nun gemeinsam, was und in welcher Form von den vielen Ideen umgesetzt werden kann. Wir sind schon sehr gespannt!

Das Projekt der Treberhilfe Dresden e.V. wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk mit 4.300 Euro gefördert.

Kindern eine Stimme geben!

Klara hat übrigens mit anderen Schülerinnen und Schülern einen Plan für den Einsatz von Schülerlotsen entwickelt, die mithelfen sollen, den Verkehr zu regeln. Außerdem werden sie Schilder aufstellen, wo geparkt werden darf und die Lehrkräfte wollen das Thema beim nächsten Elternabend zur Sprache bringen.

Und die Kita von Leon hat eine Kletterwand angeschafft. Inzwischen findet Leon das gar nicht mehr schlimm, denn die meisten Kinder haben für dieses Spielgerät gestimmt. Daher ist es nur gerecht, dass es jetzt im Garten steht.

Sich einbringen zu können und Ideen zu entwickeln, bestärkt Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und gibt ihnen eine Stimme. Dafür setzen wir uns ein. Ihre Spende hilft uns dabei.

Ja, hier will ich helfen

Haben Sie Fragen?

Markus Senft

Spendenservice

E-Mail:

Fon: 030 - 30 86 93-58

Wir sind Mitglied im Deutschen Spendenrat, unsere Verpflichtung für Sparsamkeit und Transparenz.

Unser Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:

DE23 1002 0500 0003 3311 11
BIC: BFSWDE33BER
Konto: 333 11 11
BLZ: 100 205 00

Spendenquittung

Spenden an das Deutsche Kinderhilfswerk sind steuerlich absetzbar.