WEil Demokratie nicht früh genug gelebt werden kann

Beteiligung von Anfang an

Beteiligen sich Kinder und Jugendliche an sie betreffenden Angelegenheiten, lernen sie, sich eine Meinung zu bilden, sich für ihre Bedürfnisse einzusetzen und ihr Umfeld aktiv mitzugestalten. Das ist Demokratie. Aber was braucht es, damit Beteiligung von jungen Menschen funktioniert?

Obwohl das Recht auf Beteiligung eines der vier Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention ist, erfährt es wenig Bedeutung. Das sollte uns alle eigentlich wütend machen. Denn zum einen wird Kindern und Jugendlichen ein Recht, das ihnen zusteht, verwehrt. Zum anderen haben auch wir Erwachsene Nachteile, wenn wir junge Menschen zu Passivität verdonnern, indem wir sie nicht nach ihrer Meinung fragen. Und zwar aus folgenden Gründen:

Wie geschrieben, Beteiligung ist Demokratie. Und Demokratie bedeutet: Wir müssen uns mit anderen Meinungen auseinandersetzen und verschiedene Blickwinkel einnehmen. Wir erfahren, dass eine Entscheidung unterschiedliche Folgen nach sich zieht, die Menschen in unterschiedlichen Formen betreffen. Was für den einen gut ist, kann für die andere schlecht sein. Demokratie heißt also auch, abzuwägen und die schwachen Mitglieder der Gesellschaft immer mitzudenken, also Gerechtigkeit in den Vordergund zu stellen.

Wenn die Kinder von heute diese Prozesse von klein erlernen und verinnerlichen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie als zukünftige Erwachsene Demokratie und Gerechtigkeit als oberstes Gebot betrachten. Und das wird auch die Zukunft von uns Erwachsenen betreffen. Denn die Kinder von heute sind die maßgeblichen Entscheiderinnen und Entscheider von morgen.

"Die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland entsprechen nicht durchgängig den Standards, die nötig und möglich sind. Es liegt insofern ein eklatanter Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention vor."

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes

Wenn Menschen diese Prozesse von klein erlernen und verinnerlichen, steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Generation, die zukünftig die maßgeblichen Entscheidungen in Deutschland trifft, Demokratie und Gerechtigkeit als oberstes Gebot betrachtet. Und das wird auch die zukunft von uns Erwachsenen betreffen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich bereits seit vielen Jahren für Beteiligungsstrukturen in Deutschland ein, fördert Projekte und Programme, die den Fokus auf die Selbstbefähigung von Kindern und Jugendlichen setzen, hilft speziell Kinder aus armen und sozial schwierigen Familien, bildet pädagogische Fachkräfte fort und bietet eigene Publikationen für Kinder sowie für Erwachsene an. Und lebt Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den eigenen, unter anderem durch den Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes.

"Sich zu beteiligen ist ein Grundrecht, welches uns niemand vorenthalten darf. Auch für Erwachsene ist es ja ein Grundrecht. Oft geht es darum, wo ein neuer Spielplatz hinkommt oder was mit dem Jugendzentrum passiert, über das sich Anwohner beschweren. Oder wenn eine neue große Strasse gebaut wird und wir nicht mehr so gefahrlos zur Schule kommen. Dann ist das eine Sache, die uns wirklich etwas angeht, in unserem Alltag und in der Unbeschwertheit, mit der wir unsere Wege in der Stadt gehen oder mit dem Rad fahren können. (...)

Wenn wir mitentscheiden dürfen, dann hat das auch aus einem anderen Grund guten Einfluss: Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, ernst genommen zu werden. Es ist doch wichtig in der Demokratie, dass die Menschen miteinander sprechen und sich zuhören, sich ernst nehmen und dann etwas entscheiden, was klug ist und das für alle okay geht. Wir Kinder und Jugendliche wollen und sollen das auch können. Und wenn man uns ernst nimmt und uns dadurch respektiert, dann ist das beste Weg, Demokratie zu lernen."

Tim Bauer und Paula Fiedler, sie haben in ihrer Zeit als Mitglieder im Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerkes beschrieben, warum es ihnen wichtig ist, sich zu beteiligen*

Aus starken Kindern werden verantwortungsbewusste Erwachsene

Wenn Kinder von Anfang an lernen, dass ihre Meinung ernstgenommen wird und sie etwas bewirken können, verschafft ihnen das Stärke. Gleichzeitig lernen sie dabei demokratische Prozesse kennen. Bitte spenden Sie, damit wir unsere Arbeit dazu weiterführen können!

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* Aus der Broschüre "Absenkung des Wahlalters. Eine Auseinandersetzung mit Argumenten gegen eine Absenkung der Altersgrenzen bei politischen Wahlen", herausgegeben vom Deutschen Kinderhilfswerk

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