trotz 30 Jahre Kinderrechte

Kinderarmut in Deutschland weiterhin hoch

Jana* lernt Gitarre in einer Musikschule in Dortmund. Sie spielt mit Begeisterung. Zurzeit übt sie täglich für das nächste Konzert der Musikschule. Doch ihre bisherige Gitarre entspricht nicht mehr ihrer Größe. Sie benötigt ein größeres Instrument in entsprechender Qualität, um besser spielen zu können. Ihre Mutter ist alleinerziehend und arbeitet im Niedriglohnsektor. Ihr Verdienst reicht nicht, um ihrer Tochter eine neue Gitarre finanzieren.

Jana lebt in Armut. So wie jedes 5. Kind in Deutschland. Sie sind in fast allen Lebensbereichen benachteiligter als Kinder aus finanziell abgesicherten Familien. Sie werden häufiger krank, leben meist beengt ohne Rückzugsraum und erleben nicht selten Kriminalität oder Gewalt in ihrem direkten Wohnumfeld.

Dazu kommt seelischer Stress: Haben sie erst einmal begriffen, dass sie anders leben als viele ihrer Altersgenossen, versuchen die meisten, ihre Armut zu verbergen. Scham wird zum Alltagsgefühl. Sowie das Gefühl ausgegrenzt zu sein. Denn gemeinschaftliche Aktivitäten wie Geburtstagsfeiern, Schwimmbadbesuche, Klassenausflüge oder – so wie bei Jana – das Ausüben von Hobbies sind nur selten möglich. Die Folge: Ihre Talente bleiben auf der Strecke. Ihr Selbstbewusstsein schwindet. Soziale Kontakte leiden oder beschränken sich ausschließlich auf Kinder, die in ähnlichen Situationen leben.

Ramona Zander, Leiterin des Kinderhauses Weimar, das vom Deutschen Kinderhilfswerk gefördert wird

„Es sind eigentlich ganz normale Kinder. Aber die Bedingungen, unter denen sie aufwachsen, sind sehr schwierig. Armut lässt sich an vielem beschreiben. Zum Beispiel, wenn ein 13-jähriger Junge mit der Hose seines Opas ins Kinderhaus kommt. Er wird ausgelacht und natürlich gefragt, was das für eine Hose ist. Oder im Herbst, wenn Kinder in Sandalen, manchmal sogar ohne Strümpfe, ins Kinderhaus kommen. Das zieht sich meistens sogar bis in den Winter hinein. Oftmals ist in den Familien ein hoher Alkoholmissbrauch, aber auch das komplette Spektrum von Gewalt.“

Ramona Zander, Leiterin des Kinderhauses Weimar, das vom Deutschen Kinderhilfswerk gefördert wird

Die schöne Nachricht: Janas Mutter hat einen Antrag beim Deutschen Kinderhilfswerk gestellt und bekam einen finanziellen Zuschuss, sodass Jana weiter Unterricht nehmen kann.

Die schlechte Nachricht: Kinderarmut in Deutschland steigt trotz Wirtschaftswachstum und Rückgang der Arbeitslosenquote seit Jahren kontinuierlich an. Wir bitten Sie eindringlich um Spenden, damit wir Familien in Notsituationen helfen sowie Kinderarmut in Deutschland strukturell bekämpfen können!

Das Recht der Kinder auf ein gutes Aufwachsen

Die Kinderrechte garantieren Kindern unter anderem Chancengleichheit, Förderung und ein gesundes Aufwachsen. Das und noch mehr erfahren arme Kinder jedoch nicht. Auch 30 Jahre nach Inkrafttreten der Kinderrechte lebt jedes 5. Kind in Deutschland in Armut. Ihre Spende hilft!

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* Name von der Redaktion geändert.

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