Folgen des Lockdowns - diese Gegenmittel will die Bevölkerung

Wie steht es um die Kinder in Corona-Zeiten?

Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag verändert. Besonders für Kinder: Schulen, Kitas, Spielplätze, Jugendzentren, Schwimmbäder und andere für sie wichtige Orte waren über Monate geschlossen. Freunde und Verwandte durften nur stark eingeschränkt getroffen werden. Gerechte Bildungsmöglichkeiten sind gesunken und die Kinderarmut ist gestiegen. Was sollte der Staat jetzt tun? Welche Maßnahmen befürwortet die Bevölkerung? Und was kann jeder Einzelne tun?

Jedes 5. Kind in Deutschland ist von Armut betroffen. Und Corona verschärft diesen Zustand, denn die Pandemie trifft Kinder aus benachteiligten Familien besonders hart. Ihre Eltern arbeiten häufiger in Teilzeit oder im Minijob und gehören zu der Gruppe, die als erste ihren Job verlieren oder kaum bzw. kein Kurzarbeitergeld erhalten.

Experten: Die Armut von Kindern und ihren Familien wird weiter ansteigen

In einer Umfrage, die das Deutsche Kinderhilfswerk Ende September veröffentlichte, glauben etwa zwei Drittel der Befragten (64 Prozent), dass die Kinderarmut während der Corona-Krise bislang etwas (43 Prozent) bzw. sogar stark (21 Prozent) gestiegen ist. Kinderrechtsexperte und Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes Thomas Krüger dazu: „Angesichts der Folgen der Corona-Krise ist damit zu rechnen, dass die Zahl weiter ansteigen wird. Das Deutsche Kinderhilfswerk hilft deutschlandweit hilfsbedürftigen Familien, um zu verhindern, dass die Kinder durch die jetzige Krise noch weiter abgehängt werden. Doch das löst nicht das Gesamtproblem. Es ist an der Zeit, die Bekämpfung der Kinderarmut strukturell über eine Gesamtstrategie anzugehen.“

Bildung, Bildung, Bildung
Kinder mit Förderbedarf nicht aus dem Blick verlieren

Bildungsbenachteiligung und Armut sind eng miteinander verbunden. Das sieht auch die Mehrheit der Befragten so: Ganze 81 Prozent sind der Meinung, dass die Bildungschancen von sozial benachteiligten Kindern durch die Pandemie etwas (28 Prozent) bzw. stark (53 Prozent) gesunken sind.

Krüger bestätigt diese Annahme: „Bundesweit berichteten uns Lehrkräfte, Kinderhäuser, Familienzentren und Eltern von den enormen Schwierigkeiten des Lernens zuhause. Das betrifft etwa Kinder aus armen Familien, die oftmals nicht über die technische Ausstattung oder andere Lernunterstützungsmöglichkeiten verfügen. Insbesondere sie dürfen jetzt nach Öffnung der Schulen nicht aus dem Blick verloren werden.“

Wie können Kinder gut durch die Corona-Zeit kommen? Das denkt die Mehrheit in Deutschland

Eine große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland (71 Prozent) ist der Meinung, dass die Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden sollten, damit die Bedürfnisse von Kindern bei politischen Entscheidungen stärker als bisher berücksichtigt werden. In dem Fall müssten Behörden und Gerichte die Belange von Kindern immer vorrangig behandeln.

für Kinder in Deutschland

Maßnahmen, die konkret helfen

Mittels Spenden unterstützt und fördert das Deutsche Kinderhilfswerk deutschlandweit Kinder und Jugendliche in verschiedenen Bereichen:

  • Bildungshilfen: Seit April 2020 unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk mit Corona-Bildungspaketen. Diese beinhalten Lernmaterialien, technische Ausstattung wie z.B. Computer für das Lernen zuhause, Nachhilfe und Lernausstattungen für Flüchtlingsunterkünfte. Darüber hinaus verteilt das Deutsche Kinderhilfswerk seit vielen Jahren zum Schulbeginn mehrere Tausend gefüllte Schulranzen an Kinder aus einkommensschwachen Familien.
  • Armutshilfe: Der Kindernothilfefonds hilft Kindern und ihren Familien schnell und unbürokratisch, wo staatliche Stellen zu lange brauchen, zum Beispiel mit einem Kinderbett oder einem Zuschuss zur Teilnahme an einer Klassenfahrt.
  • Erholung: Viele Kindern aus armen Familien haben keine Möglichkeit zu verreisen. Dabei brauchen gerade sie Auszeiten von ihrem schwierigen Alltag. Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert Ferienfahrten - für Erholung und Perspektivwechsel.
  • Gesundheit: Bundesweit unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk Kinderhäuser, in denen benachteiligte Kinder nach der Schule eine warme Mahlzeit bekommen und fördert Projekte, bei denen Kinder lernen, frische Lebensmittel zuzubereiten und gesund zu kochen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk ist eine politisch und konfessionell unabhängige Kinderrechtsorganisation und als gemeinnützig anerkannter Verein auf Spenden angewiesen. Neben direkten Hilfsmaßnahmen setzt sich der Verein auch politisch für die Belange von Kindern ein.

Ja, hier will ich helfen

Unser Spendenkonto:

SozialBank
IBAN:

DE27 3702 0500 0003 3311 11
BIC: BFSWDE33XXX
Konto: 333 11 11
BLZ: 100 205 00

Spendenquittung

Spenden an das Deutsche Kinderhilfswerk sind steuerlich absetzbar.

Haben Sie Fragen?

Isabel Regenaermel

Spendenservice

E-Mail:

Fon: 030 - 30 86 93-58

Sie möchten Kinder unterstützen und dies noch in diesem Jahr steuerlich geltend machen?

In diesem Fall können Sie Ihre Spende bis 30.12. per Kreditkarte oder PayPal tätigen oder direkt an uns überweisen. (Bitte beachten Sie die Bearbeitungszeiten Ihrer Bank.)

Lastschriftzusagen können wir aus betrieblichen Gründen erst Anfang 2023 wieder bearbeiten.

Wir danken für Ihr Verständnis – und vor allem für Ihre Unterstützung!

Jetzt Helfen