Sophie Pohle

Koordinierungsstelle Kinderrechte

030 - 30 86 93-67
MEDIEN WIRKEN. EIN LEBEN LANG.

Begleiten Sie Ihr Kind in der digitalen Welt

Digitale Medien sind alltägliche Begleiter beim Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Bereits in den ersten Lebensjahren machen Kinder ihre ersten Erfahrungen mit Medien – und das in der Regel in der Familie.

Wie Kinder die Welt sehen, was ihnen wichtig ist, wie sie sich verhalten, wird durch das, was tagtäglich um sie herum geschieht, beeinflusst. Sei es in der Familie, im Freundeskreis, im Kindergarten, in der Schule – und eben auch durch Medieninhalte.

Kurz und knapp: Medien in der Familie

  • Kinder haben Rechte – auch in der digitalen Welt.
  • Kinder müssen von Anfang an bei der Mediennutzung begleitet werden.
  • Begleiten heißt nicht Kontrolle oder Verbote, sondern vielmehr Vertrauen schaffen, zusammen die Medienwelt entdecken, miteinander im Gespräch bleiben und gemeinsame Regeln aufstellen

Mit gutem Beispiel vorangehen

Als Eltern oder Erziehende sind Sie nicht nur generell Vorbilder für Ihre Kinder, sondern beeinflussen auch deren Umgang mit Medien. Dementsprechend wichtig ist es, dass Sie bei ihrer eigenen Mediennutzung mit gutem Beispiel vorangehen. Denn je jünger die Kinder sind, desto mehr orientieren sie sich am Verhalten und Handeln der Eltern. Überdenken Sie Ihre eigene Mediennutzung: Welche Rolle spielen Medien bei Ihnen im Alltag? Wann, wie oft und in welchen Situationen nutzen Sie im Familienalltag Medien?

Kinder von Anfang an bei der Mediennutzung begleiten

Eltern haben eine wichtige Orientierungsfunktion für ihre Kinder, um Sie auf dem Weg zu einer sicheren, verantwortungsbewussten und kreativen Mediennutzung zu begleiten. Das ist nicht immer einfach und führt nicht selten zu Auseinandersetzungen in der Familie. Vor allem bedeutet es, permanent am Ball zu bleiben – was bei der rasanten Entwicklung neuer Technologien, Medienformaten und -angeboten nicht immer leicht fällt. Was heißt es nun aber, Kinder bei der Mediennutzung zu begleiten? Muss ich mein Kind ständig kontrollieren, um es vor negativen Erfahrungen zu schützen? Sind Verbote der richtige Weg? Und woher weiß ich, was gut für mein Kind ist?

Ziel der Kampagne "MEDIEN WIRKEN."

Die Medienwelt unserer Kinder ist für uns Erwachsene manchmal schwer zu verstehen. Viel zu schnell ändern sich Angebote, viel zu schnell ist die nächste App oder das nächste Computerspiel angesagt, viel zu oft erschließt sich der Sinn hinter dem Medienverhalten der Kinder uns nicht. Mit unserer Kampagne „MEDIEN WIRKEN.“ wollen wir Eltern ermutigen, hinzuschauen; wir wollen zeigen, wie Erwachsene Kinder darin unterstützen können, zu verantwortungsvollen, kritischen Mediennutzerinnen und -nutzern zu werden. Wir glauben, dass Medien Kindern tolle Chancen und Möglichkeiten eröffnen, es ist aber Aufgabe der Erwachsenen, sie beim Entdecken nicht allein zu lassen. Medien wirken. Ein Leben lang. Und die gute Nachricht ist: Medien wirken auch positiv. Deshalb: Begleiten Sie ihr Kind im Medienkonsum.

Lesen Sie dazu auch unsere politischen Forderungen.

Sich informieren

Grundlegend ist es empfehlenswert, sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und Themen der Mediennutzung von Kindern zu informieren. Es gibt viele Angebote, die Eltern und Erziehende dazu auf dem Laufenden halten:

  • Der Online-Internetguide für Eltern hilft Eltern, ihre Kinder bei der Nutzung von Apps, Spielen, Websites und sozialen Netzwerken kompetent zu begleiten.
  • Der Medienratgeber für Familien SCHAU HIN! hilft Eltern und Erziehenden bei der Medienerziehung, informiert über aktuelle Entwicklungen und gibt zahlreiche Tipps.
  • klicksafe für Eltern unterstützt Sie dabei, Ihr Kind Schritt für Schritt an Internet, PC-Spiele, Smartphone und Apps heranzuführen.
  • Die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien unterstützt Eltern und pädagogische Fachkräfte bei ihrer Erziehungsverantwortung im digitalen Zeitalter.
  • Auf surfen-ohne-risiko.net finden Eltern vielfältige Informationen und Tipps, um Ihre Kinder beim Surfen im Internet, Chatten und Online-Spielen zu begleiten.

Mit Kindern gemeinsam Medien nutzen und darüber sprechen

Nehmen Sie sich die Zeit und entdecken Sie die Medienwelt gemeinsam mit ihrem Kind. Auch das hilft Ihnen, sich über die Medienwelt von Kindern zu informieren und zu verstehen, was Ihr Kind daran fasziniert. Surfen Sie zusammen auf den Lieblingsseiten Ihres Kindes, spielen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind sein neuestes Lieblingsspiel, schauen Sie sich zusammen die Lieblingsserie oder das neueste angesagte YouTube-Video an. So kommen Sie ins Gespräch über Medienthemen und Medienerlebnisse und können sich über Chancen und Risiken austauschen.

Vertrauensvoller Ansprechpartner sein

Gemeinsame Gespräche über Medienthemen und über Erfahrungen, die Ihr Kind macht – ohne diese zu verurteilen – stärken das Vertrauen ineinander. Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit und das Gefühl, jederzeit Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner zu sein, falls es mit unangenehmen Erfahrungen oder Problemen in der Medienwelt konfrontiert ist.

Gemeinsame Regeln aufstellen

Ein Patentrezept für die Lösung von Konflikten beim Medienumgang in der Familie gibt es nicht. Verbote allein bringen jedoch nichts. Vielmehr empfiehlt es sich, mit allen Familienmitgliedern gemeinsam klare und verständliche Regeln aufzustellen, bei denen das Kind auch mitentscheiden darf. Hier finden Sie eine tolle Vorlage dafür.

Kinder haben ein Recht auf ein gutes Aufwachsen mit Medien

Kinder haben Rechte – auch in der digitalen Welt. Kinder haben ein Recht auf Medien: um sich zu informieren, ihre Meinung auszudrücken, sich auszutauschen und Spaß zu haben. Kinder haben aber auch ein Recht auf Sicherheit und Schutz und Sicherheit in der digitalen Welt: Schutz vor Missbrauch, vor Ausbeutung, vor ängstigenden oder schlimmen Inhalten sowie Schutz der eigenen Privatsphäre. Mehr zum Thema Kinderrechte in der digitalen Welt finden Sie hier.

Hier können Sie die fünf animierten Kampagnen-Motive herunterladen

Motiv Youtube
Motiv Games
Motiv Schönheitsideal
Motiv Geschlechterrolle
Motiv Werbung

Die Facebook-Kampagne erfolgt im Rahmen eines Projektes der Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerkes. Diese wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.