25.09.2018

Weilerswist wird 20. Kommune im Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“

Die Gemeinde Weilerswist verpflichtet sich als 20. Kommune in Deutschland, die UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene umzusetzen. Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst hat dazu gemeinsam mit der Vorstandsvorsitzenden des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., Anne Lütkes, heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird die Gemeinde einen Aktionsplan erstellen, um junge Menschen in Weilerswist besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen.

Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechte an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Gemeinde und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet den gesamten Prozess.

Weilerswist liegt in direkter Nachbarschaft zur Metropole Köln, die bereits das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ trägt. Nach Köln, Dormagen und Kürten ist die Gemeinde nun die vierte nordrhein-westfälische Kommune im Verfahren.

Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst sagte: „Die Gemeinde Weilerswist hat mit ihrem konsequenten Ausbau von Kindertagesstätten und Schulen bereits eine wichtige Basis für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für eine familienfreundliche Kommune geschaffen. Als Kinderfreundliche Kommune möchte ich erreichen, dass insbesondere Kinder mit ihren Familien gerne in Weilerswist leben. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Ideen einbringen und in die Entscheidungen zu ihren Belangen einbezogen werden. Ich unterstütze das Vorhaben, weil es eine Querschnittsaufgabe durch alle Aufgabenbereiche der Gemeindeverwaltung ist.“

Anne Lütkes betonte, „dass es gut ist, wenn sich Weilerswist dem anspruchsvollen Programm der Kinderfreundlichen Kommunen stellt. Im Ergebnis werden sich die Bedingungen für alle Einwohnerinnen und Einwohner in Weilerswist verändern, weil eine Kinderfreundliche Kommune eine lebenswerte Kommune für alle ist. Den Kindern und Jugendlichen wird dabei besondere Aufmerksamkeit zuteil und ihre Mitwirkung steht im Mittelpunkt des Vorhabens. Der Verein unterstützt die Gemeinde während des gesamten Prozesses und freut sich auf die Erfahrungen aus Weilerswist.“

Das Verfahren „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch den Gemeinderat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative (CFCI). Diese hat ein weltweit anwendbares Rahmenwerk für die Verwirklichung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene erarbeitet. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

www.kinderfreundliche-kommunen.de

www.childfriendlycities.org

 

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