22.11.2019

Taunusstein wird „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Taunusstein erhält heute das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Taunusstein dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren. Bürgermeister Sandro Zehner nahm das Siegel von Anne Lütkes, der Vorstandsvorsitzenden des Vereins, entgegen.

Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Taunusstein ist die dritte hessische Kommune, die das Siegel erhält.

Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, sagte: „Taunusstein hat bereits einiges für das Wohl von Kindern und Jugendlichen unternommen. Besonders positiv ist, dass die Kinder- und Jugendbeteiligung durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung bereits verankert ist. Mit dem Aktionsplan macht sich die Stadt nun auf den Weg, die Partizipation von jungen Bewohner_innen weiter konsequent umzusetzen und in den gesamtstädtischen Beteiligungsprozess zu integrieren. Die mit Verabschiedung des Aktionsplans neu geschaffene Stelle einer oder eines Kinder- und Jugendbeauftragten wird diesen Prozess tatkräftig unterstützen und die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene weiter vorantreiben. Wir sind sicher, dass die Verwirklichung des Aktionsplans zu noch mehr Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Taunusstein führen wird.“

„Ich freue mich, dass sich die Stadt Taunusstein mit dem Erhalt des Siegels ‚Kinderfreundliche Kommune‘ und dem damit verbundenen Aktionsplan, auf den Weg begibt, die Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am gesellschaftlichen Prozess in ihrer ‚Stadt‘ festzuschreiben. Kinder und Jugendliche sollen sich in ihrer ‚Stadt‘ wohlfühlen und diese von Beginn an mit gestalten können. Der gemeinsame Weg von Verwaltung, Politik, Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen soll am Ende nicht nur zu einer kinderfreundlichen Stadt führen sondern zu einer menschenfreundlicheren Stadt in der sich alle wohl fühlen. Wir blicken gespannt und freudig auf die kommenden drei Jahre“, betonte der Bürgermeister der Stadt Taunusstein, Sandro Zehner.

Die Sachverständigen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., Gerd Engels, Yvonne Göckemeyer und Ina Schubert, zeigten sich vom Potential des Aktionsplans überzeugt: „Die insgesamt 22 Maßnahmen machen deutlich, dass die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention als wichtige kommunale Querschnittsaufgabe betrachtet wird. Wir begrüßen es sehr, dass Taunusstein ihre jungen Bewohner_innen kinder- und jugendnah, zum Beispiel durch die Verwendung von Apps, einbinden will. Mit dem Aktionsplan zeigt die Stadt Taunusstein deutlich, dass ihr die Anliegen von Kindern und Jugendlichen am Herzen liegen. Denn eines ist klar: Von der Stärkung der Kinder- und Jugendrechte profitieren alle Generationen, egal ob jung oder alt.“

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die Stadtverordnetenversammlung prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative. Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen dem Programm angeschlossen – darunter Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

www.kinderfreundliche-kommunen.de 

www.childfriendlycities.org