20.09.2022

Hemmoor erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Die Stadt Hemmoor wird heute mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat. Mit dem Erhalt des Siegels bekennt sich Hemmoor dazu, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und stellt sich zugleich einem regelmäßigen Prüfverfahren.

Das Siegel vergibt der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen. Es ist Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt zu mehr Kinderfreundlichkeit und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.

Die Stadt Hemmoor ist nach Algermissen, Bad Pyrmont, Harsum, Wedemark und Wolfsburg die sechste niedersächsische Kommune, die das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhält.

Bürgermeisterin Sabine Wist freute sich, das Siegel entgegennehmen zu dürfen: „Kinder und Jugendliche brauchen auf ihrem Weg zur freien Entfaltung Perspektiven. Es ist uns in der Stadt eine Herzenssache ihnen Möglichkeiten hierzu zu bieten. Ich freue mich, dass wir gemeinsam in Hemmoor mit vielen engagierten Akteuren aus den Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit und dem Rat der Stadt unseren Aktionsplan zur Reife bringen konnten. Die Verleihung des Siegels ist der bedeutsame Start für die nächsten Jahre zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt. Die Planungen zur altersgerechten Beteiligung von Kindern und Jugendlichen werden strukturiert in unseren Handlungen zukünftig einbezogen.“

Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, beglückwünschte die Stadt Hemmoor zur Verleihung des Siegels und sagte im Namen des Vereins: „Hemmoors Wille zur vollumfänglichen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene zeigt sich eindrücklich in ihrem Aktionsplan. 2023 soll beispielsweise ein Beteiligungs- und Partizipationskonzept verfasst werden, das Stufen der Partizipation und die Verankerung künftiger Beteiligungsverfahren für Kinder und Jugendliche erfasst und diese auf die kommunalen Gegebenheiten in Hemmoor auslegt. Weiterhin wird ein_e hauptamtliche_r Kinder- und Jugendbeauftragte_r benannt, der_die als Bindeglied zwischen Kindern, Jugendlichen, der Verwaltung und Politik fungiert und sich für die Interessen von jungen Menschen einsetzt. Einmal jährlich soll zudem mit den Kindern der Klassenstufe 1 ein Workshop zum Thema Kinderrechte und Partizipation stattfinden, sodass sie bereits im jungen Alter über ihre Rechte und Teilhabemöglichkeiten informiert sind und als Mitgestalter_innen ihrer Kommune aktiv werden können. Wir sind gespannt auf die nächsten Jahre und gratulieren Hemmoor zum Erhalt des Siegels.“

„Kinder und Jugendliche in Hemmoor können gespannt sein auf die Umsetzung des Aktionsplans, der eine reiche Vielfalt an Interessen widerspiegelt und nun an unterschiedlichen Stellen in die aktive Umsetzung geht. Einen langen Atem hat die Kommune bis zur Siegelübergabe gezeigt: Trotz Corona-Pandemie, Wechsel im Bürgermeisteramt und Wechsel der Ratsbeauftragten für Kinder- und Jugendbeteiligung hielt Hemmoor unermüdlich am Ziel fest, um die Kinderrechte vor Ort Wirklichkeit werden zu lassen und die Vielzahl von Ideen mit Leben zu füllen. Wir gratulieren der Stadt zur Siegelübergabe und wünschen ihr viel Erfolg bei der Umsetzung ihres Aktionsplans!“, sagten die Sachverständigen Ulrike Kulenkampff und Henrike Wesseler.

Das Programm „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Seit zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention ist seit 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Über 40 Kommunen, die Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Wolfsburg, Hanau und Senftenberg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Digitale Pressemappe zur Siegelübergabe in Hemmoor:

https://www.kinderfreundliche-kommunen.de/digitale-pressemappe-hemmoor/

www.kinderfreundliche-kommunen.de

www.childfriendlycities.org

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