11.10.2017

Halbzeitgespräch zur Umsetzung des Aktionsplans „Kinderfreundliche Kommunen“ der Gemeinde Algermissen

Heute treffen sich in Algermissen Vertreterinnen und Vertreter des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“, der Gemeindeverwaltung sowie Kinder und Jugendliche zum Halbzeitgespräch über die Umsetzung der Kinderrechte in der Gemeinde. Im Vordergrund des Gesprächs stehen Kinder und Jugendliche, die von der Gemeinde Algermissen bei unterschiedlichen Gelegenheiten und Aktionen im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans beteiligt wurden. Jetzt werden sie gezielt nach ihren Erfahrungen gefragt.

„Wir haben so viele gute Ideen von Kindern und Jugendlichen bekommen, die sich in ihrer Heimat wohlfühlen und sich engagieren. Dafür bin ich sehr dankbar“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Moegerle anlässlich der Überprüfung des Programms Kinderfreundliche Kommune.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. und des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. Der Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ zeichnet Städte und Gemeinden aus, die für die lokale Umsetzung der Kinderrechte – unter Beteiligung der in der Kommune lebenden Kinder und Jugendlichen – verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln.

Jürgen Brodbeck, Sachverständiger der Vereins „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“, zeigt sich erfreut über die positiven Ergebnisse: „Als Planer freue ich mich insbesondere über die vielen schon erfolgreich durchgeführten Beteiligungsaktionen mit Kindern und Jugendlichen, vor allem für das Naherholungsgebiet „Bördeglück“. Und auch beim geplanten Freizeitpark an der Alpe wird die Gemeinde junge Menschen aktiv einbeziehen. Sie setzt damit vorbildlich Kinder- und Jugendpartizipation als zentrales Kinderrecht um.“

Auch Stefan Bräunling, ebenfalls Sachverständiger des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“, schätzt die bisherige Leistung in Algermissen positiv ein: „Es ist beeindruckend zu beobachten, wie hier unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen langfristige Strategien, beispielsweise zum gesunden Aufwachsen, erarbeitet werden. Das Leitbild der Gemeinde wird Schritt für Schritt mit Leben gefüllt.“

Nach einem Beschluss des Gemeinderates hatte sich Algermissen Ende 2014 für das vom Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ vergebene gleichnamige Siegel beworben, um das Thema „Kinderfreundlichkeit“ noch stärker in den Fokus zu rücken und die Rechte von Kindern auf Schutz, Förderung und Beteiligung nach der UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene umzusetzen. Daraufhin erarbeitete die Gemeinde einen umfangreichen Aktionsplan mit Maßnahmen zur Steigerung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit, der im Dezember 2015 vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Am 10. Februar 2016 wurde der Gemeinde Algermissen das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ verliehen.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.