15.08.2018

Grundschule Wippra in Sangerhausen nimmt am Modellprojekt „Kinderrechteschule“ des Deutschen Kinderhilfswerkes teil

Die Grundschule Wippra in Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz) ist zum Schuljahr 2018/2019 in das Modellprojekt „Kinderrechteschule“ des Deutschen Kinderhilfswerkes aufgenommen worden. Die Grundschule ist die zweite Bildungseinrichtung in Sachsen-Anhalt, die an diesem Projekt teilnimmt. Die teilnehmenden Schulen werden bei der Vermittlung und Umsetzung von Kinderrechten fachlich begleitet und unterstützt. Zentrale Zielstellung ist, die Kinderrechte zu einem Leitgedanken der gesamten Bildungseinrichtung zu machen sowie die Mitbestimmung von Kindern nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Wichtig ist dabei vor allem, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte mit den Schülerinnen und Schülern nicht nur abstrakt zu diskutieren, sondern ihnen zugleich einen konkreten Alltagsbezug zu vermitteln und sie in Schule und Unterricht zu verwirklichen. Die Teilnahme am Modellprojekt „Kinderrechteschule“ ist für die Bildungseinrichtungen kostenlos.

„Mehr als 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland müssen die Kinderrechte in allen Lebensbereichen verwirklicht werden. Natürlich ist die Diskussion über Kinderrechte im Unterricht wichtig, zentral ist für uns aber ebenso die Umsetzung im Lebensumfeld der Kinder. Leider werden hier die Kinderrechte im Alltag an vielen Stellen missachtet. Durch die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler wollen wir dazu anregen, dass die Kinder und Jugendlichen auch über die Schule hinaus für ihre Rechte eintreten und ihre Lebenswelt so kinderfreundlicher machen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Eine Kultur der Menschenrechte bzw. Kinderrechte durchzusetzen, das hieß für uns bisher jedes Kind anzuerkennen und wertzuschätzen, aber vor allem die Kinder Demokratie in jeder Jahrgangsstufe erleben zu lassen, beispielsweise bei Klassensprecherwahlen, klasseninternen Abstimmungen oder Streitschlichterprogrammen. Zudem haben wir das Thema Kinderrechte lehrplanorientiert in die Fächer Sachunterricht und Ethik eingebettet. Jetzt möchten wir uns als gesamte Schulgemeinschaft auf den Weg machen, eine fächerübergreifende Kultur der Kinderrechte aufzubauen und zu leben, um die Kinder für ihre Rechte stärker zu machen und für ihre Rechte einzutreten, im privaten wie im schulischen Bereich. Dadurch können wir eine gemeinsame schulische Identifikation herstellen und alle an Schule Beteiligten zum Thema Kinderrechte miteinander vernetzen. Wir freuen uns daher über die Teilnahme an dem Modellprojekt und die Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerkes“, sagt Birgit Franke, Schulleiterin der Grundschule Wippra in Sangerhausen.

Neben der fachlichen Beratung durch das Deutsche Kinderhilfswerk bietet die Teilnahme am Projekt Grundschulen die Möglichkeit, sich in einem bundesweiten Netzwerk mit anderen Bildungseinrichtungen regelmäßig auszutauschen, vielfältige themenbezogene Praxismaterialien zu erhalten sowie verschiedene Qualifizierungsangebote wahrzunehmen. Nach erfolgreicher Projektumsetzung erhalten die teilnehmenden Einrichtungen vom Deutschen Kinderhilfswerk die Auszeichnung „Kinderrechteschule“.

Das Projekt „Kinderrechteschule“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Kultusministerkonferenz unterstützt. Bisher sind im Rahmen des Modellprojektes zehn Schulen in Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz als Kinderrechteschulen ausgezeichnet worden.

Weitere Informationen zum Modellprojekt „Kinderrechteschule“ unter www.dkhw.de/kinderrechteschulen.

Sie möchten Kinder unterstützen und dies noch in diesem Jahr steuerlich geltend machen?

In diesem Fall können Sie Ihre Spende bis 30.12. per Kreditkarte oder PayPal tätigen oder direkt an uns überweisen. (Bitte beachten Sie die Bearbeitungszeiten Ihrer Bank.)

Lastschriftzusagen können wir aus betrieblichen Gründen erst Anfang 2023 wieder bearbeiten.

Wir danken für Ihr Verständnis – und vor allem für Ihre Unterstützung!

Jetzt Helfen