12.04.2019

Deutsches Kinderhilfswerk zeichnet Grundschule am Jakobsberg in Ockenheim als Kinderrechteschule aus

Das Deutsche Kinderhilfswerk zeichnet heute die Grundschule am Jakobsberg in Ockenheim als Kinderrechteschule aus. In diesem Projekt werden ausgewählte Grundschulen in Deutschland bei der Vermittlung und Umsetzung von Kinderrechten fachlich begleitet und unterstützt. Zentrale Zielstellung ist, die Kinderrechte zu einem Leitgedanken ihrer Einrichtung zu machen sowie die Mitbestimmung von Kindern nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Wichtig ist dabei vor allem, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte mit den Schülerinnen und Schülern nicht nur abstrakt zu diskutieren, sondern sie konkret auf ihre eigene Lebenswelt zu beziehen und die Kinderrechte im Schulalltag gemeinsam zu verwirklichen.

Neben der fachlichen Beratung durch das Deutsche Kinderhilfswerk bietet die Teilnahme am Projekt den Grundschulen die Möglichkeit, sich in einem bundesweiten Netzwerk mit anderen Bildungseinrichtungen regelmäßig auszutauschen, vielfältige themenbezogene Praxismaterialien zu erhalten sowie verschiedene Qualifizierungsangebote wahrzunehmen. Die Auszeichnung wird im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Modellprojektes „Kinderrechteschule“ verliehen. Die fachliche Begleitung der Grundschule am Jakobsberg wurde in Kooperation mit dem Verein Makista e.V. mit Sitz in Frankfurt durchgeführt.

„Am 20. November 2019 feiert die UN-Konvention über die Rechte des Kindes ihren 30. Geburtstag. Auch deshalb müssen die Kinderrechte jetzt endlich in allen Lebensbereichen verwirklicht werden. Natürlich ist die Diskussion über Kinderrechte im Unterricht wichtig, zentral ist für uns aber ebenso die Umsetzung im Lebensumfeld der Kinder. Das betrifft die Schule genauso wie ihr Zuhause. Leider werden die Kinderrechte im Alltag an vielen Stellen missachtet. Durch die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler wollen wir dazu anregen, dass die Kinder auch über die Schule hinaus für ihre Rechte eintreten und ihre Lebenswelt so kinderfreundlicher machen“, betont Kai Hanke, stellvertretender Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Ich finde es toll, dass wir jetzt eine Kinderrechteschule sind. Die Kinderrechte sollen überall beachtet werden – auch in anderen Ländern!“, sagt Julian, 7 Jahre. „Kinderrechte sind gut, damit die Erwachsenen wissen, dass wir besondere Rechte haben“, ergänzt der 7-jährige Tizian. „Ich finde es toll, dass wir eine Kinderrechteschule sind! Denn es ist wichtig, dass auch Kinder schon Rechte haben und nicht nur die Erwachsenen“, betont Zeynep, 9 Jahre. Und die 10-jährige Monique sagt: „Ich finde Kinderrechte wichtig, weil es so viele Kinder auf der Welt gibt und die sind die ZUKUNFT!“

„Als Schule wollen wir dafür sorgen, dass die Kinderrechte insgesamt bekannter werden und im (Schul-)Alltag gelebt werden. Dabei ist es uns wichtig, dass Kinder schon in der Grundschule demokratische Strukturen erleben und demokratische Prozesse ausprobieren dürfen. Auf dem Weg zur Kinderrechteschule hatten und haben wir mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und Makista ein starkes Team an unserer Seite, das uns immer engagiert und kompetent unterstützt. Auch der Austausch im Netzwerk der Kinderrechteschulen ist eine große Bereicherung und liefert uns wichtige Impulse für unsere Vorhaben“, sagt Kerstin Perrey, Rektorin der Grundschule am Jakobsberg.

Das Projekt „Kinderrechteschule“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Kultusministerkonferenz unterstützt. Bisher sind im Rahmen des Modellprojektes zehn Schulen in Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz als Kinderrechteschulen ausgezeichnet worden.

Weitere Informationen zum Modellprojekt Kinderrechteschule unter www.kinderrechte.de/kinderrechteschulen

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