09.05.2016

Deutsches Kinderhilfswerk unterstützt Straße der Kinderrechte in Nürnberg mit 5.000 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt die Straße der Kinderrechte im Nürnberger Stadtpark mit 5.000 Euro. Heute wird die neunte Station der Straße zum Artikel 22 der UN-Kinderrechtskonvention „Rechte von Flüchtlingskindern“ eingeweiht. Seit Oktober 2013 haben sich Schülerinnen und Schüler der Berufsschule 11 mit dem Artikel 22 der UN-Kinderrechtskonvention auseinandergesetzt. Unter der Regie der Nürnberger Kinderkommission haben sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften, dem Jugendamt und dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum am Ausbau der Straße der Kinderrechte gearbeitet. Entstanden ist eine bespielbare Skulptur, die auf unterschiedlichen Karten die Situation von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verdeutlicht, die ihre Heimat verlassen mussten.

Dazu erklärt Sebastian Schiller, Experte für Kinder- und Jugendbeteiligung des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt sehr gerne die Nürnberger Straße der Kinderrechte. Mehr als 25 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention sind wir in Deutschland noch weit davon entfernt, die darin verankerten Kinderrechte umzusetzen. Gerade Kinder, die vor Krieg, Unterdrückung und Verfolgung zu uns flüchten, brauchen den besonderen Schutz und die Unterstützung von Staat und Gesellschaft. Deshalb ist die heute eingeweihte neunte Station zu Rechten von Flüchtlingskindern besonders wichtig. Und auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an diesem Projekt ist vorbildlich und nachahmenswert.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.740 Projekte mit insgesamt rund 5.276.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, Chancengerechtigkeit und fairer Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunder Ernährung oder kinder- und jugendfreundlicher Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, im Kita-Außengelände oder bei Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkt.