05.04.2016

Deutsches Kinderhilfswerk unterstützt Projekt „Gärtnern mit Flüchtlingskindern“ in Magdeburg mit 3.500 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt das Projekt „Gärtnern mit Flüchtlingskindern“ des Spielwagen e.V. in Magdeburg mit 3.500 Euro. Dabei pflanzen Flüchtlingskinder, die zu neuen Bewohnerinnen und Bewohnern Magdeburgs werden, einen Garten an, um auf diese Art und Weise „Wurzeln zu schlagen“. Initiiert und koordiniert wird das Projekt von Ralf Weigt, der als Leiter des Kinder- & Familienzentrums „EMMA“ einen guten Kontakt zu einheimischen und zugewanderten Kindern, Eltern und Familien hat. Verteilt über die Stadt Magdeburg, entstehen Beete an allen Gemeinschaftsunterkünften und auch im kleinen Vorgarten der „EMMA“. Das Projekt wird von zahlreichen Ehrenamtlichen in den Willkommensbündnissen unterstützt.

Dazu erklärt Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt sehr gerne das Projekt ‚Gärtnern mit Flüchtlingskindern‘. So wird den geflüchteten Kindern ein wichtiges Willkommenssignal gegeben. Denn Kinder, die vor Krieg, Unterdrückung und Verfolgung zu uns flüchten, brauchen den besonderen Schutz und die Unterstützung von Staat und Gesellschaft, ein bedeutendes Projekt, das zur Nachahmung auffordert.“

Liane Kanter, Geschäftsführerin des Spielwagen e.V. erklärt: „Es ist herrlich zu sehen, welchen Spaß die Kinder beim Buddeln in der Erde haben. Und wie neugierig sie im Umgang mit Werkzeugen, Geräten und Pflanzgut sind. Uns als Träger ist es wichtig, sie dabei kontinuierlich begleiten zu können, und dadurch nachhaltige Wirkungen auf vielen Ebenen zu erzielen – Integration, Ökologie, Ernährung, Gesundheit.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.740 Projekte mit insgesamt rund 5.276.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, Chancengerechtigkeit und fairer Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunder Ernährung oder kinder- und jugendfreundlicher Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, im Kita-Außengelände oder bei Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkt.