05.09.2019

Deutsches Kinderhilfswerk unterstützt Projekt für geflüchtete Kinder in Stockach mit 4.592 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt den Verein Kulturbrücke Stockach bei seinem Projekt „Zukunft! Das sind wir!“ mit 4.592 Euro. Bei dem Projekt treffen sich geflüchtete Kinder und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund, um Grundregeln demokratischer Prozesse einzuüben. Die Kinder bearbeiten in Workshops selbst ausgewählte Themen, erfahren, wie eine Redaktionskonferenz abläuft, schreiben Texte und fotografieren. In einer Zukunftswerkstatt werten sie ihre Ergebnisse aus und präsentieren diese anschließend der Öffentlichkeit.

Dazu erklärt Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Es ist ein wichtiges Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes, geflüchtete Mädchen und Jungen bei ihrer Integration zu unterstützen. Denn Kinder und Jugendliche, die eine neue Heimat bei uns suchen, brauchen unsere besondere Hilfe. Das ist ein tolles Projekt, das zur Nachahmung auffordert.“

Christiane Pieper, Mitarbeiterin der Kulturbrücke Stockach, fügt hinzu: „Es war unserem Team Ute Kohlmann, Sonia Steidle und mir wichtig, die jugendlichen Geflüchteten in Stockach auf ihrem Weg des ‚Ankommens‘ in ihre neue Heimat wahrzunehmen und aktiv zu begleiten. Ziel unseres gemeinschaftlichen Projekts ‚Zukunft! Das sind wir!‘ war, sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Mit dem Einüben demokratischer Prozesse und den damit verbundenen Workshops in Fotografie und Video, Malerei und Schreiben konnten wir deutlich machen, wie es in einer offenen Gesellschaft möglich ist, sich gegenseitig mit Respekt und Toleranz zu begegnen. Der Weg zu einem fairen und vertrauensvollen Miteinander - als Grundvoraussetzung für gelungene Integration.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.983 Projekte mit insgesamt rund 6.116.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.