08.06.2016

Deutsches Kinderhilfswerk unterstützt Projekt für Flüchtlingskinder in Berlin-Wedding mit 5.000 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt das Projekt „…damit meine Geschichte ein gutes Ende findet“ in Berlin-Wedding mit 5.000 Euro. Jugendliche der Weddinger Willkommensklasse der Albert-Gutzmann-Schule erarbeiten dabei unter Anleitung einer professionellen Erzählerin Geschichten, die ihre eigenen Realitätserfahrungen mit fiktiven Elementen verbinden. Diese werden als Porträts der Jugendlichen aufgezeichnet und über YouTube verbreitet.

Dazu erklärt Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Es ist ein besonderes Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes, Flüchtlingskinder in Deutschland willkommen zu heißen. Deshalb unterstützen wir das Projekt ‚…damit meine Geschichte ein gutes Ende findet‘ sehr gerne. Kinder, die vor Krieg, Unterdrückung und Verfolgung zu uns flüchten, brauchen den besonderen Schutz und die Unterstützung von Staat und Gesellschaft. Durch das Erzählen können die Jugendlichen ihre Fluchterfahrungen verarbeiten, gleichzeitig wird ihre kulturelle Identität gefördert. So wird ihr Ankommen in Deutschland und ihre Integration erleichtert.“

Prof. Dr. Kristin Wardetzky, Vorsitzende des Vereins „Erzählkunst“, fügt hinzu: „Erzählen und Zuhören sind die beiden Seiten der gleichen Münze. Diese Münze ist ein unersetzbares humanes Kapital, über das wir alle verfügen – ob Flüchtling oder Alteingesessener. Mit dieser Münze können wir spielen, uns gegenseitig beschenken, Neugier wecken und Vertrauen schaffen. Wenn man erlebt, wie geflüchtete Jugendliche in einer ihnen unvertrauten Sprache beginnen zu erzählen und wie sie zuhören, auch wenn ihnen viele Worte unverständlich bleiben, dann weiß man: Erzählen ist eine magische Kraft!“

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.740 Projekte mit insgesamt rund 5.276.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, Chancengerechtigkeit und fairer Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunder Ernährung oder kinder- und jugendfreundlicher Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, im Kita-Außengelände oder bei Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkt.

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