06.12.2019

Deutsches Kinderhilfswerk unterstützt ein Medienprojekt zur Gewaltprävention im Internet in Berlin-Charlottenburg mit 5.000 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt das Medienprojekt „Respekt im Netz“ an der Nehring-Grundschule in Berlin-Charlottenburg mit 5.000 Euro. In dem Projekt werden die Schülerinnen und Schüler einer 5. Klasse über Erscheinungsformen, Umfänge und Auswirkungen von Cyber-Mobbing aufgeklärt und zugleich emotional gestärkt, sich aktiv für einen respektvollen Umgang im Internet einzusetzen und dieses durch eine selbst erarbeitete Selbstverpflichtungserklärung zum respektvollem Umgang im Internet zu dokumentieren. Denn Cyber-Mobbing ist längst zu einem Alltagsphänomen für viele Kinder und Jugendliche geworden, und stellt zugleich eine neue Herausforderung für Eltern und Lehrer dar. Ziel des Projektes ist es darüber hinaus, alle am Schulleben beteiligten Personen für ein respektvolles Miteinander im Netz zu motivieren und gemeinsam im Dialog pädagogische Maßnahmen der Prävention und Intervention bei Vorfällen von Cyber-Mobbing zu entwickeln und im System der Schule nachhaltig zu verankern.

Dazu erklärt Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt sehr gerne das Medienprojekt in Berlin-Charlottenburg. Denn es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche möglichst frühzeitig Medienkompetenzen erwerben. Außerdem begrüßen wir es, dass die Kinder sich für ein respektvolles Miteinander im Internet einsetzen und die Regeln dafür selbstständig erarbeiten und aufstellen. Ein tolles Projekt, das zur Nachahmung auffordert.“

Antje Minhoff, Vorstand von „Du bist smart! e.V.“ fügt hinzu: „Ein respektvolles Miteinander (nicht nur) im Internet sollte gerade im Zuge des DigitalPakts an jeder Schule absolute Priorität haben!“

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.983 Projekte mit insgesamt rund 6.116.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.