04.02.2019

Deutsches Kinderhilfswerk unterstützt den Verein SuB Kultur in Berlin mit 9.000 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt den SuB Kultur e.V. bei seinem Projekt „Exchange through walls – Tanz, Poesie, Zukunft“ mit 9.000 Euro. Ziel des interdisziplinären Kunstprojektes ist es, dass junge weibliche Inhaftierte der JVA für Frauen in Berlin-Lichtenberg und weibliche Berliner Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren mittels Tanz, Text und Film eine abendfüllende Tanzproduktion und eine Ausstellung kreieren.

Dazu erklärt Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Es ist ein wichtiges Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes, dass insbesondere junge Frauen ermutigt werden, sich mit ihren individuellen Wünschen, Fragen und Ängsten auseinanderzusetzen.  Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht auf kulturelle Bildung. Kreativität, Phantasie und Neugier nach Unbekanntem stecken in jedem Jugendlichen. Es gilt, diese Impulse aufzugreifen, zu fördern und zu entwickeln. Das ist nicht nur sinnvoll für die geistige und soziale Entwicklung von Jugendlichen, sondern bringt ihnen auch Spaß. Das ist ein tolles Projekt, das zur Nachahmung auffordert.“

Camilla Przystawski und Johanna Jörns, Choreografinnen, fügen hinzu: „Unser Projekt verfolgt das Ziel, alle Teilnehmerinnen zu ermutigen, sich mit individuellen Fragen, Wünschen, Ängsten und Zukunftsvisionen auseinanderzusetzen. Weibliche Strafgefangene machen einen verschwindend geringen Anteil der in Deutschland Inhaftierten aus, dementsprechend klein ist die mediale und künstlerische Aufmerksamkeit, die dieser Randgruppe zuteil wird. Durch die Medien Tanz, Film und Text findet ihre Sichtweise Ausdruck und wird der Öffentlichkeit präsentiert.“

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.983 Projekte mit insgesamt rund 6.116.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.