02.03.2017

Deutsches Kinderhilfswerk und das Land Brandenburg unterstützen Schulprojekt in Petershagen mit 2.000 Euro

Der Gemeinschaftsfonds „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Demokratie und Wahlen“ des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Landes Brandenburg unterstützt das Projekt „Konflikte selber lösen“ des Humanistischen Regionalverbands MOL e.V. mit 2.000 Euro. Im Rahmen dieses Schulmediationsprojektes lernen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Am Dorfanger in Petershagen, auftauchende Konflikte selbständig und ohne Gewalt zu lösen. Täglich bieten zwei Streitschlichter in den Hofpausen ihre Unterstützung an. Streitfälle, die unmittelbar auf dem Schulhof vorfallen, können in einem separaten Raum direkt geschlichtet werden.

Die fünf Phasen der Mediation bilden die Grundlage des Mediationsverfahrens. Ziel ist es nach der Konflikterhellung und dem Perspektivwechsel, die Kontrahenten zu befragen, ob sie bereit sind, den Konflikt zu klären. Bei der Vereinbarung erarbeiten die Streitenden Lösungen, die sie verschriftlichen, und stellen darüber und über Nachtermine eine Verbindlichkeit her. Dabei arbeiten die Streitschlichter nach strengen Regeln: sie sind allparteiisch, sie geben keine Lösungen vor, sondern unterstützten die Streitenden bei deren Erarbeitung von Lösungsvorschlägen. Die Streitschlichter sind nur für den Prozess verantwortlich, die Streitenden für die inhaltlichen Themen.

Dazu erklärt Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Es ist ein wichtiges Anliegen des Deutschen Kinderhilfswerkes, dass Schülerinnen und Schüler lernen, Konflikte gewaltfrei lösen. Hier leistet der Humanistische Regionalverband einen wichtigen Beitrag zur Gewaltfreiheit in unserer Gesellschaft. Deshalb unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne, denn so lernen die Beteiligten, gewaltfrei miteinander umzugehen und so das soziale Klima der Schule positiv zu beeinflussen. Das ist ein gesellschaftlich bedeutendes Projekt, das zur Nachahmung auffordert.“

Elke Blumberg vom Humanistischen Verband fügt hinzu: „Das Nachvollziehen der anderen Position, die Einsicht in eigene Konfliktanteile und die Erfahrung einer Lösung, die beiden genügt, erhöht die Bereitschaft, andere Meinungen zu tolerieren und zu respektieren. Demokratie wird hier reflektierend erlernt und prozesshaft mit dem Ziel, nachhaltig für eine Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen.“

Der Förderfonds „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Demokratie und Wahlen“ unterstützt Maßnahmen, die die altersgemäße politische Mitwirkung von Mädchen und Jungen fördern und sie dadurch auch auf zukünftige politische Teilhabe vorbereiten. Hierbei sind die Beteiligung an Entscheidungsprozessen von ebenso großer Bedeutung wie die Mitwirkung im Rahmen von Projekten sowie Mitwirkungsformen im pädagogischen Alltag. Der Förderfonds unterstützt außerdem Projekte, die insbesondere die Beteiligung und Teilhabe der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen. Ziel ist es, diese Kinder und Jugendlichen zu mobilisieren und einzubeziehen, damit sie praktisch erfahren, dass sie nicht am Rande stehen. Dabei geht es um Beteiligung in Bereichen wie der Entwicklung demokratischer Lebensformen und Umweltbewusstsein, Veränderungen in Stadt und Dorf oder in der Schule.

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