04.04.2016

Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderrechte in Rheinland-Pfalz ausbauen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert angesichts der Koalitionsgespräche in Rheinland-Pfalz eine deutliche Ausrichtung der Verhandlungen an der UN-Kinderrechtskonvention. In Schreiben an Ministerpräsidentin Malu Dreyer, den FDP-Landesvorsitzenden Volker Wissing und die Grünen-Landesvorsitzende Katharina Binz hat das Deutsche Kinderhilfswerk dazu eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Diese betreffen Fragen der Landesverfassung und der Wahlaltersgrenze ebenso wie verbindliche Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in der Kommune, in Kindertageseinrichtungen und in Schulen.

„Bei der Umsetzung von Kinderrechten gibt es auch in Rheinland-Pfalz noch viel Luft nach oben. Die Politik hat maßgeblichen Anteil an einer kinderfreundlichen Gesellschaft, da sie wesentliche Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern setzt. Deshalb gehören Kinderrechte ins Zentrum der Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz. Denn die Gestaltung der Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche wird über die Zukunftsfähigkeit des Landes Rheinland-Pfalz mitentscheiden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Zur Stärkung der Kinderrechte hat das Deutsche Kinderhilfswerk einen Forderungskatalog mit elf konkreten Handlungsvorschlägen für eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kinder- und Jugendbeteiligung in Rheinland-Pfalz vorgelegt. Diese betreffen den Ausbau der Kinderrechte in der Landesverfassung und Fragen der direkten Kinderinteressensvertretungen ebenso wie Verbesserungen der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in der Kommune, in Kindertageseinrichtungen und in Schulen“, so Hofmann weiter. „Grundsätzlich brauchen wir in Fragen der Beteiligung einen tief greifenden Wandel im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern. Kinder und Jugendliche sind eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten. Ihre Beteiligung ist der Schlüssel zu einer demokratischen Gesellschaft. Diese Maxime sollte das Leitbild sowohl für das staatliche als auch das gesellschaftliche Handeln in Rheinland-Pfalz sein.“