15.06.2016

Deutsches Kinderhilfswerk hilft 20 Flüchtlingskindern in Stendal

Das Deutsche Kinderhilfswerk verschenkt heute 20 Schulranzen an Flüchtlingskinder in Stendal. Damit soll gezielt im Bildungsbereich geholfen werden. Die Schulranzen sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften, Schulheften und einem Sportbeutel.

„Viele Flüchtlingsfamilien sind mit den finanziellen Belastungen, die durch den Schulbesuch ihrer Kinder entstehen, überfordert“, so Michael Kruse, Regionale Koordination des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung fängt das nicht vollständig auf, trotzdem ist es wichtig, dass Eltern diese Leistung für ihre Kinder beantragen. In Stendal leben viele Flüchtlingskinder, deren Eltern kein oder nur ein geringes Einkommen haben. Auch diese Kinder haben ein Recht auf Chancengleichheit. Und Kinder, die vor Krieg, Unterdrückung und Verfolgung zu uns flüchten, brauchen den besonderen Schutz und die Unterstützung von Staat und Gesellschaft. Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Bund, Länder und Kommunen dazu auf, diesen Kindern mehr als bisher zu helfen und sie besser als bisher zu unterstützen.“

Klaus Schmotz, Oberbürgermeister der Hansestadt Stendal, fügt hinzu: „Von Chancengleichheit in der Schule sind wir noch ein Stück weit entfernt. Das liegt auch an den unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Familien. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, an bedürftige Familien zu appellieren, die Möglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepaketes für ihre Kinder zu nutzen. Noch lange nicht alle Berechtigten machen Gebrauch von den Leistungen, die beispielsweise beim Jobcenter beantragt werden können.“

Soziale Sicherheit für Kinder und Bildungsgerechtigkeit sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen Jahren anders aus. In Deutschland ist jedes fünfte Kind von Armut betroffen und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, aber auch durch unbürokratische Hilfe, wie mit seiner jährlichen Schulranzenaktion. Dabei wurden bisher über 15.000 Schulranzen im Wert von mehr als zwei Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt.

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