Uwe Kamp

Pressesprecher

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07.05.2019

Siegel verlängert – Hanau bleibt „Kinderfreundliche Kommune“

Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. verlängert heute das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für die Stadt Hanau um weitere drei Jahre. Damit würdigt er den zweiten Aktionsplan, mit dem die Stadt die nachhaltige Verankerung der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Verwaltung sowie auf der gesamten lokalen Ebene fortsetzt. Die Stadt nimmt bereits seit 2012 am Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ teil. Der Verein zeichnete Hanau am 4. Juni 2014 als erste Kommune in Deutschland mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ aus. Das Siegel erkennt den Willen der Stadt zur Umsetzung der UN-Kinderrechte an. Dieser drückte sich bereits in den Maßnahmen des ersten Aktionsplans aus, die in den vergangen vier Jahren umgesetzt wurden. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. begleitet weiterhin den gesamten Prozess.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky und die Vorsitzende des Präventionsrats, Anne-Dorothea Stübing, luden heute zur Feier der Siegelverlängerung ins Historische Museum Hanau ein. Als Zeichen der weiteren Zusammenarbeit und Auszeichnung der Stadt überreichte Ann-Kathrin Linsenhoff von Kinderfreundliche Kommunen e.V. die entsprechende Urkunde.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky sagte: „Die Stadt Hanau hat in den letzten vier Jahren sehr viel Positives erreichen können, das Kinder- und Jugendbüro ist jetzt an zentraler Stelle im Rathaus verortet, jeder Spielplatz oder Bolzplatz wird mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen geplant. Sie werden bei uns in allen Dingen, die sie betreffen, beteiligt. Ohne das Siegel wären wir lange nicht so weit. Wir freuen uns auf die nächsten drei Jahre und auf die Herausforderungen des neuen Aktionsplanes.“

Dominik Bär, Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. betonte: „Hanau hat als eine Pilotkommune unseres Programmes bereits viel geleistet. Dazu gehören neu geschaffene Strukturen in der Stadt, wie das Kinder- und Jugendbüro, oder die Weiterbildung zu Kinderrechten von Verwaltungsangestellten und Lehrkräften sowie Kindern und Jugendlichen. Nicht zuletzt ist Hanau mit seiner erworbenen Expertise in der lokalen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ein wichtiger Bestandteil unseres Netzwerks der ‚Kinderfreundlichen Kommunen‘ in Deutschland.“

Nach Abschluss des ersten Aktionsplans wurden in einer Zukunftswerkstatt, Fortbildungen und Beratungsgesprächen mit Kinderfreundliche Kommunen e.V. weiterführende Maßnahmen für den aktuellen Aktionsplan erarbeitet, wobei Kinder und Jugendliche selbst ihre Anliegen einbrachten. In den nächsten drei Jahren der Umsetzung wird jetzt einerseits die bisherige Arbeit vertieft, indem zum Beispiel weiterhin Verwaltungsfachkräfte zu Kinderrechten geschult werden oder Kinder und Jugendliche an der Stadtentwicklung mitwirken. Anderseits werden auch neue Anliegen der jungen Hanauer, wie das Thema „Klimaschutz, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Umwelt“ aufgegriffen.

Das Verfahren „Kinderfreundliche Kommune“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird durch eine Bestandsaufnahme und Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach der Bestätigung des Aktionsplans durch die Stadtverordnetenversammlung prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.

Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative (CFCI). Diese hat ein weltweit anwendbares Rahmenwerk für die Verwirklichung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene erarbeitet. In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg.

Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

www.kinderfreundliche-kommunen.de

www.childfriendlycities.org

Ansprechpartner/innen:
Kinderfreundliche Kommunen e.V.
Geschäftsführer Dominik Bär,
Telefon 030 / 20911-601 und -624
E-Mail info@kinderfreundliche-kommunen.de

Stadt Hanau
Andrea Pillmann, Stabsstelle Prävention
Telefon 06181 / 29 51 951
E-Mail andre-a.pillmann@hanau.de

UNICEF Deutschland
Christine Kahmann
Telefon 030 / 2758079-11
E-Mail presse@unicef.de

Deutsches Kinderhilfswerk
Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon 030 / 308693-11
E-Mail presse@dkhw.de

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