Uwe Kamp

Pressesprecher

030-308693-11

29.08.2018

Neuer Förderfonds zur Kinder- und Jugendbeteiligung - Deutsches Kinderhilfswerk und Familienbehörde rufen zu Bewerbungen auf

Mit dem neuen Förderfonds „Rechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“ unterstützen das Deutsche Kinderhilfswerk und die Freie und Hansestadt Hamburg Maßnahmen und Projekte, die die Beteiligung und die demokratische Mitbestimmung von jungen Menschen verbessern. Mit dem Länderfonds werden vorrangig solche Projekte gefördert, bei denen junge Menschen an Planungen und Vorhaben beteiligt werden, sowie solche, die sich für die Verankerung von Rechten von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Auch der Ausgleich sozialer Benachteiligungen sowie die Integration junger Menschen durch verbesserte Teilhabe und ihre gesellschaftliche Mitbestimmung bilden Förderschwerpunkte. Dafür stellen das Deutsche Kinderhilfswerk und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Fördermittel in Höhe von 40.000 Euro bereit.

„Seit Jahren setzt sich der Hamburger Senat für die Stärkung von Kinderrechten ein. Ich freue mich, dass es uns auf Bundesebene gelungen ist, ihre Verankerung im Grundgesetz weiter voranzutreiben. Die neue Kooperation Hamburgs mit dem Deutschen Kinderhilfswerk ist ein weiterer Baustein, um Jugendliche zum Engagement zu motivieren. Mit dem Förderfonds wollen wir Projekte fördern, die junge Menschen konkret ermutigen und bei der Gestaltung ihrer Zukunft unterstützen. Mir ist wichtig, dass sie ihre Interessen vertreten und ihre Ideen einbringen. Zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk stärken wir die Beteiligungsmöglichkeiten und ich bin sehr dankbar, dass wir diese Kooperation haben“, erklärt Senatorin Melanie Leonhard.

"Kinder haben ein Recht darauf, sich an den sie betreffenden Fragen zu beteiligen. Schließlich sind sie Expertinnen und Experten in eigener Sache. Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ist demokratische Bildung, sie erzeugt Selbstbewusstsein und schafft Stärke. Damit ist sie eine wesentliche Grundlage für ein gutes Aufwachsen. Und sie kann sogar einen Weg aus der Armut bilden. Mit dem neuen Förderfonds möchten wir gemeinsam mit der Hansestadt Hamburg Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, das in Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebene Recht auf Beteiligung stärker als bisher umzusetzen“, betont Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Initiativen junger Menschen, aber auch Jugendverbände sowie Träger der freien Jugendhilfe können für Projekte, die die alters- und entwicklungsgemäße Teilhabe und Beteiligung von Mädchen und Jungen fördern, finanzielle Unterstützung erhalten. Dabei werden insbesondere Maßnahmen für junge Menschen gefördert, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen auf Unterstützung angewiesen sind. Hierbei ist ihre Beteiligung an Entscheidungsprozessen von großer Bedeutung, ebenso wie die Mitwirkung im Rahmen von Projekten und im pädagogischen Alltag.

Unterstützt werden außerdem Maßnahmen, die das Bewusstsein für die UN-Kinderrechtskonvention und die darin festgeschriebenen Rechte vermitteln und ihre Umsetzung befördern. Zudem sind Projekte erwünscht, die zur Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund beitragen. Ziel ist es, alle jungen Menschen zu mobilisieren und einzubeziehen, damit sie praktisch erfahren, welche Möglichkeiten der Einflussnahme bestehen. Sie sollen Freude an gesellschaftlicher Einmischung sowie Anerkennung erleben und im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe lernen, ihre Chancen aktiv zu nutzen.

Gefördert werden Projekte in Höhe von bis zu 5.000 Euro. In besonders begründeten Fällen, ist eine Förderung mit bis zu 10.000 Euro möglich. Projektanträge können fortlaufend an das Deutsche Kinderhilfswerk gerichtet werden. Weitere Informationen zur Antragstellung und Förderrichtlinien unter www.dkhw.de/foerderfonds/hamburg.

Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.