Uwe Kamp

Pressesprecher

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26.11.2008

Fünf Jahre nach New Yorker UN-Kindergipfel: Deutsches Kinderhilfswerk fordert mehr Initiative der Bundesregierung für ein kinderfreundliches Deutschland

Fünf Jahre nach Beginn des UN-Kindergipfels in New York stellt das Deutsche Kinderhilfswerk heute fest, dass sich trotz zahlreicher Versprechungen wenig in Richtung eines kinderfreundlichen Deutschlands getan hat.

„Deshalb fordere ich die Bundesregierung auf, zügig ihre Verpflichtungen aus dem Nationalen Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland zu erfüllen.
Denn insbesondere auf den Handlungsfeldern Chancengerechtigkeit durch Bildung, Förderung eines gesunden Lebens und gesunder Umweltbedingungen, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Entwicklung eines angemessenen Lebensstandards für alle Kinder sind bis heute kaum messbare Fortschritte erkennbar. Im Gegenteil: Bei der Kinderarmut hat sich die Situation drastisch verschärft, heute leben mittlerweile 2,5 Millionen Kinder unter 18 Jahren in Armut, und das in einem der reichsten Länder der Erde“, betont Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes heute in Berlin.

„Vor fünf Jahren sind wir mit großem Enthusiasmus nach New York gefahren. Wir durften vor den Politikern reden, und sie hörten uns auch zu. Doch leider ist dieser Gipfel zumindest für die Kinder in Deutschland folgenlos geblieben. Sinnvoll wäre sicher ein neuer Kindergipfel, wobei ich mir generell mehr Mitbestimmung wünschen würde“ betont Marian Brehmer (15 Jahre), einer der 400 Teilnehmer des Kindergipfels in New York.

Von Chancengerechtigkeit in der Bildung sind wir meilenweit entfernt, wie die PISA-Studien und der Munoz-Bericht leider eindrucksvoll darlegen. Auch um die Gesundheit unserer Kinder steht es nicht zum Besten: Unsere Jüngsten werden immer dicker und leben immer ungesünder. Die verschiedenen Aktionsprogramme der Bundesregierung laufen oft ins Leere, weil Kinder und Jugendliche nicht an der Entwicklung solcher Programme beteiligt werden! Deutschland ist seinem selbst gesteckten Ziel eines kinderfreundlichen Landes in den letzten Jahren keinen Schritt näher gekommen. Deshalb muss die Bundesregierung ihre Bemühungen in dieser Hinsicht so schnell wie möglich intensivieren.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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