Uwe Kamp

Pressesprecher

030-308693-11

03.12.2014

Deutsches Kinderhilfswerk und Engelhard Arzneimittel fördern Projekt der Kita Sonnenschein in Berlin-Neukölln mit 2.940 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk und Engelhard Arzneimittel fördern das Projekt „Lernförderung starke Kinder – Starke Schulen“ der Kita Sonnenschein in Berlin-Neukölln mit 2.940 Euro. Im Rahmen des Projekts führt eine erfahrene Evolutionspädagogin und Lernberaterin Förderprogramme mit ausgesuchten Vorschulkindern durch. Mit gezielten Übungen aus der praktischen Pädagogik und der Evolutionspädagogik werden motorische, soziale und emotionale Entwicklungsrückstände verringert und Potentiale hervorgehoben, um einen stressfreien und erfolgreichen Schuleintritt zu ermöglichen. Die zwölf Vorschulkinder stärken so nicht nur ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein, sondern auch ihre Bildungschancen in der schulischen Laufbahn. Parallel dazu, werden die Eltern für die Belange ihrer Kinder sensibilisiert und auf die pädagogischen Schwierigkeiten der Grundschulzeit vorbereitet.

„Immer öfter haben Kinder im Kindergartenalter und beim Übergang in die Schule mit Herausforderungen und schwierigen Situationen zu kämpfen. Mit dem Sonderfonds ‚isla® Kita-Fürsorge‘ haben wir darauf reagiert. Es ist wichtig, Kindern so früh wie möglich die richtigen Hilfsmittel an die Hand zu geben, um die eigene Widerstandsfähigkeit zu entwickeln und zu stärken. Wir haben hier ein tolles Projekt, das beispielgebend ist“, erklärt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Da die Evolutionspädagogik auch bei selektivem Mutismus große Erfolge erzielt, sind von der Kita Sonnenschein drei Kinder zur Förderung ausgesucht worden, die an selektivem Mutismus leiden, d.h. diese Kinder reden nur in bestimmten Situationen, meistens nur zuhause mit der Familie. Schon nach kurzer Zeit konnte die Sprechblockade der Kinder gegenüber der Evolutionspädagogin aufgelöst werden. Auch zu den anderen Kindern aus den Gruppen zeigten die Kinder schon ein aufgeschlossenes Verhalten, Neugierde und Lust wurden geweckt mit den anderen Kindern zu spielen und kommunizieren. Auch die Kommunikationsfähigkeit gegenüber den Erzieherinnen hat zugenommen.
Weitere Kinder wurden ausgesucht, die Probleme mit der Grob- und Feinmotorik und Stress auf der Schreibhand haben. Hier galt es mit die schon vorhandenen Blockaden gegenüber ‚Malen‘ und ‚Stift halten‘ aufzulösen. Ein anfängliches ‚Ich will nicht malen, malen ist schwer‘ der Kinder hat sich verändert in ‚Ich will malen, malen macht Spaß‘.
Die Eltern wurden mit ins Boot genommen und ihnen verschieden Übungen für zuhause gezeigt, und Anregungen gegeben, wie sie die Talente der Kinder auch zuhause fördern können. Mit dem besonderen Ansatz der Evolutionspädagogik kann mit diesem Projekt neben der Förderung durch die Kita, nochmals ein ganz anderer Anstoß für die Entwicklung der Kinder gegeben werden. Wir danken dem Deutschen Kinderhilfswerk sehr für die Möglichkeit, dieses Projekt umzusetzen“, sagt Ali Özsoy, Geschäftsführer der LebensWelt gGmbH.

Die Aktion „isla® Kita-Fürsorge“ ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes und Engelhard Arzneimittel. Im Zeitraum vom 30. November 2013 bis 31. März 2014 ging 1 Cent pro in der Apotheke verkaufter isla® Halspastille in einen Sonderfonds ein. Insgesamt kam dabei eine Spendensumme von 150.000 Euro zusammen. Die Aktion entstand aus der Idee heraus, das Thema Fürsorge und Resilienzförderung in Kindertagesstätten weiter zu stärken. In vielen Kindertagesstätten sind Arbeitsansätze zur Resilienzförderung oder zur Kinderbeteiligung bereits vorhanden. Mit dem Sonderfonds werden Kitas dabei unterstützt, ihre Ansätze zu erweitern, neue zu entwickeln oder bereits vorhandene Ansätze zur Resilienzförderung und Teilhabe stärker zu verankern. Gefördert werden beispielsweise Projekte, die im Rahmen von pädagogischen Konzepten die Widerstandsfähigkeit von Kindern stärken, aber auch Projekte, die bauliche Veränderungen der Kita mit sich bringen oder der Bewegungsförderung von Kindern dienen. Wichtig ist, dass die Kinder eine besondere Wertschätzung ihrer individuellen psychischen und körperlichen Fähigkeiten erfahren, sich dieser bewusst werden und so ihre Wirkungsmöglichkeiten erkennen.

 

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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