Uwe Kamp

Pressesprecher

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09.03.2017

Deutsches Kinderhilfswerk: Tempo 30 vor Kitas und Schulen muss die Regel sein

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt anlässlich der morgigen Bundesratsdebatte zur Straßenverkehrsordnung die Bestrebungen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, dass Tempo 30 vor Kitas und Schulen der Regelfall wird. „Es ist längst belegt, dass Tempo 30 die Verkehrssicherheit erhöht und Leben rettet. Gerade vor Kitas und Schulen, aber auch vor anderen sozialen Einrichtungen muss überall in Deutschland Tempo 30 gelten. Die jetzt vorgelegten Änderungsvorschläge des Verkehrs- und des Innenausschusses des Bundesrates weisen hier den falschen Weg. Wir brauchen Tempo 30 vor Kitas und Schulen als Regelfall, Ausnahmen davon sollten im Einzelfall straßenverkehrsrechtlich begründet werden müssen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Tempo 30 vor Schulen, Kindertagesstätten, Kliniken sowie Alten- und Pflegeheimen stellt aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes aber nur den ersten Schritt dar. Nach Ansicht des Verbandes sollte darüber hinaus Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit in den Kommunen verankert werden. Denn Tempo 30 kann erst vollständig wirksam werden, wenn die bisherige Ausnahme flächendeckend zur Regel wird. „Kinder und Jugendliche sind im gesamten städtischen Raum und nicht nur 50 bis 100 Meter vor und hinter einer Schule oder Kita unterwegs. Wir brauchen Tempo 30 als Basis innerorts. Und die Kommunen, die die Bedingungen vor Ort am besten kennen, sollten entscheiden können, wo Tempo 50 möglich ist, weil es dort notwendig und sicher ist“, so Hofmann weiter.

Tempo 30 senkt zudem den Lärmpegel des Straßenverkehrs erheblich: 50 Autos, die mit Tempo 50 unterwegs sind, machen so viel Lärm wie 100 Autos die Tempo 30 fahren. Positive Effekte werden auch durch einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss erzeugt. Ist es weniger laut und hektisch, können nicht nur Straßen sicherer gequert werden, auch die Lebensqualität wird verbessert. Das Deutsche Kinderhilfswerk engagiert sich bereits seit vielen Jahren für Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit innerorts. Der Verband unterstützt beispielsweise die erste Europäische Bürgerinitiative „30km/h – macht die Straßen lebenswert!“ aus der das gleichnamige Netzwerk mit über 70 Organisationen aus 18 europäischen Ländern hervorging.

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