Uwe Kamp

Pressesprecher

030-308693-11

23.02.2011

Deutsches Kinderhilfswerk: Reale Bedarfe von Kindern spielen weiterhin keine Rolle

Zum Ergebnis des Vermittlungssausschusses bei den Gesprächen über Hartz IV erklärte der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, Thomas Krüger: „In den Gesprächen am Wochenende haben Regierung und SPD endlich einen Durchbruch erzielt. Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt ausdrücklich das Bildungspaket. Die Finanzierung eines warmen Mittagessens, auch außerhalb von Schulen in Horte, vergrößert die Gruppe der Kinder, die davon profitieren können. Allerdings drückt sich die Regierung weiterhin darum, die spezifischen Bedarfe der Heranwachsenden eigenständig zu berechnen. Kinder und Jugendliche sind keine 60%tigen bzw. 80%tigen Erwachsenen. Jeder weiß, dass Kleinkinder teure Windeln brauchen und Jugendliche mehr essen wie mancher Erwachsener. Wir schlagen vor, fünf Stufen einzuführen, in denen der Regelsatz gesondert berechnet wird und den besonderen Bedürfnissen in der jeweiligen Altersgruppe Rechnung trägt. Die Diskussion wird weitergehen, solange die Berechnungen nicht transparent und nachvollziehbar sind.

Bei Rückfragen: Michael Kruse, Pressesprecher und Leiter Information und Öffentlichkeitsarbeit


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 35 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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