Uwe Kamp

Pressesprecher

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07.01.2009

Deutsches Kinderhilfswerk: Ministerpräsidenten müssen bundesweit Rauchverbot an Schulen und auf Kinderspielplätzen durchsetzen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Ministerpräsidenten der Länder auf, wirksame Maßnahmen für einen besseren Schutz von Kindern vor den Gefahren des Rauchens zu vereinbaren. „Dazu gehört für uns ein einheitliches Rauchverbot an Schulen in ganz Deutschland und vor allem ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen“, betont Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Kinder müssen immer und überall vor den Gefahren des Rauchens geschützt werden. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat deshalb mit einem Schreiben die Ministerpräsidenten gebeten, für entsprechende gesetzliche Bestimmungen zu sorgen.

Das generelle Rauchverbot an Schulen muss endlich in allen Bundesländern eingeführt werden. Die Erfahrungen zeigen eindrucksvoll die Wirksamkeit. Ein rauchfreies Schulgelände ist ein Schlüsselelement, um den Einstieg in den Tabakkonsum zu verhindern und den Tabakkonsum bei Jugendlichen zu reduzieren. Dagegen sind begrenzte Rauchverbote, die älteren Schülern sowie Lehrern das Rauchen in ausgewiesenen Bereichen gestatten, unwirksam. Rauchverbote auf dem Schulgelände sollten gleichermaßen für Schüler, Lehrer, das gesamte Schulpersonal und für Besucher gelten, ebenfalls bei schulischen Veranstaltungen außerhalb des Schulgeländes.

Auch wenn es auf vielen Spielplätzen inzwischen eine Selbstverständlichkeit ist, dort nicht zu rauchen, gibt es immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht genügend Rücksicht nehmen. Hier muss der Schutz der Kinder an erster Stelle stehen. Beobachtungen auf Kinderspielplätzen zeigen immer wieder, dass Kleinkinder weggeworfene Zigarettenstummel aufsammeln, in den Mund stecken und verschlucken. Gefährdet sind insbesondere Kinder im Krabbelalter, die sehr stark oral ihre Umwelt begreifen lernen. Zigarettenstummel sind giftig und stellen für die Kinder eine gesundheitliche Gefährdung dar.


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