Uwe Kamp

Pressesprecher

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19.10.2012

Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderrechte müssen in Sachsen-Anhalt in schulischen Lehrplänen und Bildungsplänen von Kindertageseinrichtungen festgeschrieben werden

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Landesregierung und den Landtag in Sachsen-Anhalt auf, die Kinderrechte in den Lehrplänen und Rahmenrichtlinien von Schulen und den Bildungsplänen von Kindertageseinrichtungen zu verankern. „Bislang sind die Kinderrechte in Sachsen-Anhalt oftmals erst in den Sekundarschulen oder Gymnasien ein Thema. Damit werden die Kinderrechte thematisiert, wenn die Kinder schon einen sehr großen Teil ihrer Kindheit hinter sich haben. Es ist aber sinnvoll und möglich, die Kinderrechte schon deutlich früher, nämlich in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen zu thematisieren und kindgerecht mit den Kindern zu bearbeiten“, erklärt der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann, anlässlich der heutigen Debatte im Landtag zum Kinderrechte-Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.Nach Erfahrungen des Deutschen Kinderhilfswerkes hängt die Thematisierung von Kinderrechten in Kindertageseinrichtungen und Schulen oftmals davon ab, ob die Lehrer oder Erzieher das Thema persönlich für wichtig erachten. Und auch dann werden Kinderrechte ausschließlich als Schutzrechte oder Versorgungsrechte vermittelt. Dahinter verbirgt sich das traditionelle Bild des Kindes als schutzbedürftiges Wesen, dessen Interessen wesentlich Erwachsene zu vertreten haben. Stattdessen brauchen wir eine Vermittlung der Rechte aus der UN-Kinderrechtskonvention, die das kompetente Kind in den Mittelpunkt stellen. Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten, die mit ihrer Kreativität und Kompetenz unsere Gesellschaft mitgestalten können.Allerdings darf das Thema Kinderrechte nicht mit der reinen Wissensvermittlung erledigt sein. Die Kinderrechte, so beispielsweise das Recht auf Beteiligung, müssen in Kindertageseinrichtungen und Schulen für die Kinder praktisch erlebbar sein. Auch hier müssen die Interessen von Kindern in den Mittelpunkt des Handelns gerückt werden. Kindertageseinrichtungen und Schulen haben einen Bildungsauftrag, dessen Kern auch die Demokratieförderung sein muss.

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