Uwe Kamp

Pressesprecher

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19.08.2011

Deutsches Kinderhilfswerk: Kinder nutzen verstärkt Communitys


Medien spielen in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle. Sie bestimmen auch bei unseren Kindern zunehmend das Erlernen sozialer Interaktionen, die Kommunikation und die Freizeit. Nach Angaben der aktuellen KIM-Studie 2010 sind 43% der 6- bis 13-jährigen Kinder regelmäßige Nutzer von Communitys wie SchülerVZ, wobei Mädchen aktiver sind als Jungen. Der Vizepräsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, Prof. Joachim von Gottberg, erklärte dazu heute in Berlin: „Soziale Netzwerke wie SchülerVZ erweitern die Möglichkeiten von Kindern, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Fast alle Kinder haben inzwischen einen Internetzugang, und damit können sie sich weltweit mit Gleichgesinnten austauschen oder Andersdenkenden streiten, und das fast ohne Kosten oder Zeitverzögerung. Gleichzeitig bietet das Netz aber auch Distanz, man kann Verhalten und Rollen ausprobieren, man kann Peinlichkeiten oder Probleme artikulieren, ohne direkt mit dem Gegenüber konfrontiert zu werden." Gerade hier liegen aber auch die Probleme, so von Gottberg. "Wenn Kinder mit etwa zehn Jahren in sozialen Netzwerken aktiv werden, überblicken sie meist noch nicht, dass zu viel Offenheit auch Risiken beinhaltet. Kinder vertrauen darauf, dass das Gegenüber ebenso ehrlich ist, wie sie selbst und nicht etwa eine falsche Identität vorgibt." Auch wenn die Chancen sehr viel höher zu beurteilen seien als die Risiken, sei eine medienpädagogische Begleitung von großer Bedeutung, so von Gottberg weiter.

Das Deutsche Kinderhilfswerk kommt dieser Anforderung schon lange nach. „Projekte wie die kindgerecht aufbereitete Website kindersache.de bieten nicht nur einen surfsicheren Raum für Kinder, in dem sie sich ausprobieren und informieren können. Darüber hinaus wird den Kindern durch die aktive Mitgestaltung der öffentlichen Medienlandschaft ermöglicht, ihre eigene Meinung kundzutun, miteinander zu agieren und aufeinander zu reagieren“, so die Medienreferentin Jenny F. Schneider. „Besonders hervorzuheben ist die aktive Beteiligungsmöglichkeit für Kinder im durchweg moderierten Kinderchat der Website. Kinder können dort selbst Moderatoren werden und Verantwortung übernehmen.“ Seit etwa einem Jahr stellt das Deutsche Kinderhilfswerk zudem eine eigene Video-Community für Kinder bereit. „Das ist wie Youtube für Kinder“, meint Schneider, „Dort können sie unter medienpädagogischer Anleitung Videos hochladen und sich über Inhalte austauschen. Der Wunsch der Kinder nach einem sozialen Netzwerk für Kinder ist auch dort überdeutlich zu spüren.“

Kristin Narr, Referentin für Medienpädagogik der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), betont, dass vor allem Kinder, die gerade erst anfangen, das Internet für sich zu entdecken, geschützte Surfräume brauchen, in denen sie sich ausprobieren und auch mal Fehler machen können. Websites für Kinder, die einen eigenen Communitybereich haben, eignen sich aus ihrer Sicht besonders dafür. Beispielsweise werden durch Projekte wie die Plattform Internauten.de, die die FSM und das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit Microsoft Deutschland bereits seit 2005 betreuen, junge Internetanfänger für die Besonderheiten sozialer Netzwerke sensibilisiert. „Ähnlich wie in anderen sozialen Bereichen müssen Kinder auch in Communitys durch langsames und altersgerechtes Heranführen erst lernen, welche Möglichkeiten es gibt und wo Gefahren liegen. Durch die Unterstützung der Eltern sowie durch kindgerechte Angebote ist es möglich, dass Kinder selbstbestimmt, kritisch und sicher mit dem Internet umgehen und ihre Medienkompetenz frühzeitig auf der Grundlage eigener Bewertungen und selbstgewählter Inhalte gestärkt wird.“

Bei Rückfragen: Michael Kruse, Pressesprecher und Leiter der Abteilung Information und Öffentlichkeitsarbeit (Tel: 030 / 308693-11 und www.facebook.com/dkhw.de

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