Uwe Kamp

Pressesprecher

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26.11.2008

Deutsches Kinderhilfswerk: Inflationsausgleich für Hartz IV darf die Kinder nicht vergessen

Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt den Vorschlag, einen Inflationsausgleich für Hartz IV-Empfänger vorzunehmen. „Dabei dürfen die Kinder jedoch nicht vergessen werden. Grundsätzlich ist es ein Fehler, dass der Bedarf eines Kindes mit nur 60 Prozent des Regelsatzes eines Erwachsenen veranschlagt wird. Der spezifische Bedarf von Kindern, wie beispielsweise im Bildungsbereich oder erhöhte Ausgaben für die Kleidung in der Wachstumsphase, muss endlich berücksichtigt werden. Wichtig ist aber auch, dass Kinder von Hartz IV-Empfängern gesund ernährt werden können“, betont Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes heute in Berlin.

Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sollte die Bundesregierung einen Kinderarmutsbericht und ein nationales Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut vorlegen. Darin muss dargelegt werden, wie in Zukunft Kinderarmut wirkungsvoll vermindert werden kann.

Armut hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Kinder: Sie bleiben immer häufiger in isolierten Wohnvierteln unter sich, ohne gute Schulen, Ausbildungsmöglichkeiten und ausreichende soziale Unterstützung. Oft ernähren sie sich mangelhaft und sind bei schlechter Gesundheit. Zudem sind gerade die vielfach fehlenden Bildungschancen ein Problem, das ‚Armutskarrieren’ für die Zukunft vorprogrammiert. Außerdem gehen die Potentiale dieser Kinder und Jugendlichen verloren. Das wird mittelfristig auch Auswirkungen auf die volkswirtschaftliche Leistung unseres Landes haben.


Das Deutsche Kinderhilfswerk (www.dkhw.de), Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland, wurde 1972 in München gegründet. Als Initiator und Förderer setzt sich der gemeinnützige Verein seit über 30 Jahren für die Umsetzung der Rechte der Kinder in Deutschland ein.

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Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit 50 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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