Uwe Kamp

Pressesprecher

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10.07.2012

Deutsches Kinderhilfswerk fordert von der Bundesregierung auf Affekthandlungen bei den Kitas zu verzichten

Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft die Bundesregierung dazu auf, bei der Debatte um die Kinderbetreuung und die frühkindliche Bildung  Affekthandlungen zu beenden und wieder ihren Aufgaben nachzukommen. „In der Debatte um das Betreuungsgeld und den Kita-Ausbau lässt die Bundesregierung wöchentlich neue Versuchsballons steigen. Damit schürt sie die Verunsicherung von jungen Eltern und Fachkräften. Die Probleme beim Kita-Ausbau durch die eilige Umschulung von Langzeitarbeitslosen zu lösen kann nicht funktionieren. Der Engpass bei den Betreuungsplätzen geht zunehmend zu Lasten der Qualität, die Regierung findet nicht mehr den Weg aus der bildungspolitischen Sackgasse, in die sie sich manövriert hat“, bedauert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann.

„Wir brauchen endlich eine sachliche Debatte über die Qualität in der frühkindlichen Bildung. Dazu muss die Bundesregierung sich der Ausbildung der Erzieherinnen annehmen und eine notwendige hohe Qualifizierung anerkennen. Es gibt einige Projekte und Konzepte, die aber noch nicht flächendeckend in der Politik und der Praxis angekommen sind. Um den Transfer der neuen Erkenntnisse zu sichern, braucht es eine qualitativ hochwertige Ausbildung für das Personal, in deren Curricula die Partizipation im frühen Alter eine Rolle spielt. Die Fortbildungs- und Qualifizierungsprogramme für Erzieherinnen und für Träger sind auszubauen, statt halbgelernte Kräfte in die Kitas zu schicken“, so Hofmann weiter.

Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes laufen wir Gefahr, dass Kindertageseinrichtungen zu reinen Verwahranstalten verkümmern, statt dass die Potentiale der Kinder gefördert werden. Dafür muss die Bundesregierung die Mitbestimmung von Kindern in Kindertageseinrichtungen ins Zentrum stellen. Der Kinderreport 2012 des Deutschen Kinderhilfswerkes hat gezeigt, dass die frühe Beteiligung Kinder stark macht, je mehr Mitbestimmung sie erleben, desto stärker. ___________________________________________________________________________

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